Eileen Myles’ neuer Roman “Inferno”

7. September 2010 von Nadin  
Abgelegt in Entertainment, Kultur, Literatur

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Wann genau begann man eigentlich damit für Bücher (!) Video-Promos zu veröffentlichen und das Monate vor der Auslieferung? In vielen Fällen macht das ja überhaupt keinen Sinn, da gibt es nur ein paar 3D-Animationen und Zitate aus Vorabrezensionen und man ist letztlich auch nicht schlauer, als hätte man nur mal in den Verlagskatalog geguckt. Anders wenn die Dichterin Eileen Myles einen Roman schreibt. Dann stellt sie das Buch mit Sätzen vor wie: “Die meisten Leute werden das Buch nicht mögen…Es handelt davon, was für Verlierer wir Amerikaner sind.” Sie erzählt, warum sie früher keine Romane schrieb, dass sie Aufmerksamkeit erregen will und was das ganze mit Truffaut zu tun hat. Am 30. November erscheint mit ”Inferno” dann mindestens das fünfzehnte Buch der 61jährigen Underdog-Poetin.

Round Up

3. September 2010 von Charly  
Abgelegt in Entertainment, Featured, Film, Round Up, Serien

Lang ist es her und was ist passiert?
Eine Menge. Vor allem, mal wieder, bei Lindsay Lohan. Weitere Neuigkeiten gibt es außerdem von Kate Moennig, Jane Lynch, Queen Latifah, The Real LWord, Rosie O’Donnell, Sam Ronsons Hund und und und…

▼Achja, die Lindsay. Die war inzwischen im Gefängnis, dann im Entzug und jetzt ist sie wieder draußen und will durchstarten. Erstmal mit Machete, wo sie ein kleine Rolle als Nonne hat und kurz über die Leinwand huschen darf. Zur Premiere von Machete vor ein paar Tagen war sie aber nicht eingeladen worden. Das kann einem ja fast leid tun.

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Aber sie hat ja genug zu tun, schließlich muss sie ihren neuen Film “Inferno“, in dem sie tatsächlich Linda Lovelace spielen wird, weiterdrehen.

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Schön auch, dass es in Inferno “sehr explizite” Szenen zu sehen geben wird. Wir erinnern uns wer Linda Lovelace ist und warum Deep Throat so ein Klassiker sein soll. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das überhaupt sehen möchte. Kann sie nicht noch einen Film mit einem sprechenden Auto drehen? Bitte?

▼ Wo wir bei gerade Autos sind, welch Übergang, da gibt es ja noch den Autounfall in Form einer Serie:
The Real LWord.

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Gut, ja. Ich habe es gesehen. War es schlecht? Ja. Aber wie das bei einem guten Autounfall auch so ist - man kann einfach nicht weggucken.
Und es macht einen traurig. Für lange, lange Momente, schämt man sich für sein eigenes Geschlecht und vielleicht sogar für die eigene Sexualität. Aber gut. Ich möchte euch diesen Spaß nicht vorwegnehmen, vor allem nicht die “unglaublich erotische” Strap-On Szene.  Rosie O’Donnell hat es perfekt ausgerückt, als sie meinte, dass sie in ihrem Leben nie Lesben getroffen hat, die so sind und dass sie keine von ihnen überhaupt erst für lesbisch gehalten hätte. Naja, bei manchen kann man vor lauter Botox eben das Gesicht nicht mehr erkennen…das passiert.

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▼ In related News: Rosie O’Donnell wird eine neue Talk Show auf dem Oprah Winfrey Network bekommen. Irgendwann 2011.
Oprah hat einen Fernsehsender? Wow! Man lernt nie aus.
Und: Grats, Rosie!
Wer mehr Rosie und mehr Real LWord will, sollte schnell zu den Mädels von Autostraddle rüber und sich ein Interview von Rosie Radio mit Whitney, aka the dreadlock Shane, von The Real LWord anhören.
(Thx Tesi!)

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▼ Wo wir schon kurz bei Shane waren. Wusstet ihr, dass Kate Moennig eine Cousine von Gwyneth Paltrow ist? Mir war das zumindest neu. Und schauspielern darf sie auch bald mal wieder und zwar in der nächsten Staffel von Dexter. In einer Folge, als Tattoowiererin. Spannend. Ob sie wohl stirbt? Aaaach bei Dexter stirbt ja keiner…

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▼ Queen Latifah war im Urlaub. Und zwar nicht einfach im Urlaub, sondern mit irgendeiner Frau!!
Okay:
1. Nur weil eine Frau mit einer anderen Urlaub macht, ist sie nicht zwangsweise lesbisch.
2. Ja, es gibt seit Ewigkeiten Gerüchte über Queen Latifah, aber sie hat auch klar gemacht, dass sie nicht über ihr Privatleben reden möchte.
3. Ja, sie küsst ihr die Schulter und hat eine Hand an ihrem Hintern, aber hey: Lasst die Frau in Ruhe Urlaub machen.
Nur, weil jemand berühmt ist, heißt es noch lange nicht, dass man out und ein “gutes Beispiel” sein muss. Wir erinnern uns da kurz an Anne Will. Und deshalb gibt es die Bilder jetzt nicht hier. Wer will, kann sie sich hier angucken.
Weiter im Text.

▼ Jane Lynch! Für die läuft er gerade richtig gut. Vor ein paar Tagen bekam sie einen Emmy für ihre Rolle als Sue Sylvester in der Serie Glee. Wohl verdient, muss man dazu sagen. Und ihre Dankesrede war herzerwärmend.

Am 8. Oktober wird sie schließlich “Saturday Night Live” hosten und auch da wieder ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellen können. Wie schon im Opening der Emmys. Mit Jimmy Fallon. Und Tina Fey. Und den Gleekids. Und John Hamm. Und Betty White.

▼ Diesen Sommer gab es ausserdem eine nette, kleine Serie auf dem amerikanischen Sender abc family, namens Pretty Little Liars. Das Ganze ist eine Mischung aus Veronica Mars und “Ich weiß was du letzten Sommer getan hast”, sprich: recht amüsant. Mit von der Party ist Shay Mitchell als Emily Fields. Und die gute Emily hat, abgesehen davon, dass sie und ihre Freundinnen alle ein “ganz furchtbares Geheimnis” teilen, auch noch große Probleme mit ihrer eigenen Sexualität.

Viele finden Emily langweilig, ich finde sie ganz sympathisch. Muss ja nicht immer gleich in O.C. California artige Zustände ausarten. (Na? Wer erinnert sich noch dran?)
Wann und ob Pretty Little Liars hier irgendwann läuft, konnte ich leider noch nicht herausfinden.

▼ In einem Trailer Galore Post über “Never let me go“, habe ich bereits angekündigt, dass sich Keira Knightley und Carey Mulligan ja angeblich in diesem Film küssen werden. Ich fand das zu dem Zeitpunkt schon völlig an den Haaren herbeigezogen. Jetzt wurde ein Clip veröffentlicht, in dem, so vermute ich, dieser “Kuss” zu sehen ist:

Das ist kein KUSS, das ist ein Schmatzer oder “Bussi” oder was weiß ich! Ein WANGEN-Kuss! Also manchmal, Leute…

▼ In einem anderen Film, wird dann wohl richtig geknutscht: Slip Away.
No Pun intended. Mehr Infos dazu gibt es auf der offiziellen Website zum Film, die ehrlich gesagt noch nicht soviel hergibt.
“Salena and Jane, tangled in a web of desire.”
Haben Whitney und ihr Strap-On Sammlung einen Gastauftritt? Dann guck ich mir den vielleicht an.

▼ Die Outings dieser Round Up-Edition:
Sara Gilbert und Vanessa Carlton. Nicht miteinander und auch nicht in dieser Reihenfolge.
Vanessa wer? Na, Vanessa Carlton! Die, die irgendwann im letzten Jahrzehnt ein relativ erfolgreiches Album hatte und jetzt nach Urzeiten doch wieder ein neues rausbringen will! Da ist natürlich das erste, was für uns von Interesse ist, ihre sexuelle Orientierung, ganz klar!

“I’ve never said this before, but I am a proud bisexual woman,” she announced to a crowd of 18,000″

Wow, good for you! Fast so schön wie Anna Paquins Outing als bi vor einiger Zeit. Kurz nachdem sie geheiratet hat. Da kann ihr dann ja auch nichts mehr “passieren”, mh?
Achja und Sara Gilbert hat sich als lesbisch geoutet.

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Jetzt müsste ich mich nur noch für Sara Gilbert interessieren und nicht sofort gruselige Roseanne-Flashbacks bekommen.

▼ Hab ich wen vergessen? Achja, Samantha Ronsons Hund. Eine Bulldogge namens Cadillac. Der hat nämlich den Nachbarhund, einen kleinen, unschuldigen, weißen Malteser, zu Tode gebissen. Und die Besitzerin verletzt. Ein Akt lesbischer Eifersucht oder nur eine kleine Tragödie?

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Die ganze Angelegenheit ist jetzt vor Gericht gezogen und in drei oder vier Monaten wissen wir dann auch, ob Samantha Roson mit einer Geldstrafe davonkommt, nie wieder Hunde besitzen darf oder ob ihr Hund eingeschläfert werden muss. Todesstrafe für Hunde, wow. Stilvoll, wirklich.
Außerdem sind kleine Hunde gar nicht so unschuldig wie sie aussehen. Meine Jack Russel Hündin zumindest, hat es mit jedem Hund, egal wie groß, aufgenommen und hätte bestimmt auch gewonnen, wenn ich sie nicht immer vorher vom Nacken des anderen Hundes weggezogen hätte.

▼ Und zum Abschluss zeig ich euch noch ein kleines Video mit Kristen Stewart, in dem sie die Frage beantwortet, wer denn nun von allen, die sie geküsst hat, der beste Küsser war.

Just kidding. Ha!

Ein schönes Wochenende, wünsch ich euch.

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Let Constance Take Her Girlfriend to Prom

24. März 2010 von Charly  
Abgelegt in Entertainment

Erinnert ihr euch an euren Abschlussball?
Ich tue es.
Ich habe mir nie vorher darüber Gedanken gemacht. Der Abschlussball oder der Abiball, war einfach der krönende Abschluss, einer für mich endlos empfundenden Leidensperiode und noch dazu vollkommen unnötig.
Doch trotzdem hatte ich zu kämpfen. Ich bin seit ich 15 bin geoutet und habe nie einen Hehl aus meiner Sexualität gemacht.
Als der Abschlussball vor der Tür stand waren für mich drei Dinge klar:
1. meine Patchworkfamilie hatte dabei zu sein und genauso respektiert zu werden, wie die heile Welt Kleinstadtfamilien
2. Ich würde definitiv keinen Walzer tanzen
3. Ich würde im Anzug erscheinen.

Nur einen dieser Vorsätze brach ich, denn ich tanzte Walzer. Mit einem Mädchen. Einem der Mädchen, die keinen “Mann” aus meinem Jahrgang zum Tanzen zugewiesen bekommen hatten, da es einfach zu wenig von ihnen gab. Und trotz der Minderheit der männlichen Fraktion, war das Abiballkommitee, welches nebenbei bemerkt nur aus weiblichen Schüler bestand, damals strikt: Männer und Frauen hatten zusammen zu tanzen, alles andere stand außer Frage.
Warum ich dann trotzdem mit einem Mädchen getanzt habe? Lasst es mich in Form eines Dialoges darstellen:

“Charly, du kommst doch sicherlich im Anzug zum Abiball?”
“Ja, warum?”
“Dann kannst du dir aus dieser Liste jetzt frei ein Mädchen aussuchen, mit dem du tanzen möchtest beim Abiball.”
“Und was ist mit denen, die übrig bleiben?”
“Die haben sich selbst etwas zu suchen, zur Not tanzt eben ihr Vater mit Ihnen.”

Und wenig später wurde ich nach und nach von den Mädchen, die auf dieser Liste vermerkt waren, angesprochen. Ich nahm die, mit der ich vor einigen Jahren gut befreundet war.
Warum ich euch diese Episode erzähle?
Constance McMillen.

Vielen wird vielleicht die Facebookgruppe zu dem Thema aufgefallen sein oder ihr Auftritt bei Ellen am letzten Freitag.
Und wenn man Constance so zuhört, kann ich dankbar dafür sein, dass man mich mit einem Anzug überhaupt bei meinen Abiveranstaltungen hereingelassen hat.
Constance Millen ist ein 18-jähriges Mädchen aus Mississippi, dass seine Freundin als Promdate mitnehmen und darüber hinaus einen Anzug anziehen wollte - weil sie sich darin wohler fühlte.
Es wurde ihr verweigert und ihr Abschlussball schließlich für den gesamten Jahrgang abgesagt.
Aber seht selbst, was sie bei Ellen zu sagen hat:

Man könnte jetzt argumentieren, dass es eben “Mississippi” ist, aber es ist auch eine kleine Stadt in Norddeutschland gewesen, in der weibliche Schüler selbst, jungen Frauen vorgeschrieben haben, nur mit Männern oder nur mit jemand entfernt dem ähnelnden, wie einer Frau in “Männerkleidung”, zu tanzen.

Und ich bin mir sicher, dass wir noch mehrere Fälle finden, in denen soetwas Haarsträubendes passiert ist oder passiert, in denen nach außen Liberalismus gepredigt und in Wirklichkeit das tiefste Mittelalter gelebt wird.
Lasst uns Constance McMillen die Daumen drücken, dass sie doch noch das bekommt, was sie, so seltsam es ausgeschrieben auch klingen mag, eigentlich nur wollte:
Ein Date mit ihrer Freundin zu ihrem Abschlussball, in dem Outfit, welches ihr vorschwebt.

Die Facebook-Site zum Thema