Musikalischer Sonntag – SKIN

11. Mai 2008 von Stef  
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Skin (eigentlich Deborah Anne Dyer) war von 1994 bis 2001 Sängerin der Crossover Band Skunk Anansie und begann nach deren Auflösung eine Solokarriere. Hin und wieder arbeitet sie als DJane in verschiedenen Clubs. Ihr Künstlername Skin ist noch aus ihrer Jugendzeit und wird von „skinny“ abgeleitet, was so viel wie schlank/dünn bedeutet.

Egal ob als Solokünstlerin oder als Bandmitglied bei Skunk Anansie, ihre Texte sind geprägt von antirassistischen und feministischen Inhalten - Yes, it’s fucking political, everything’s political!


Über Musik sagt sie folgendes:

„I identify with music that makes me want to get up and do something, that has passion, positive anger, energy. Silly pop songs which go, “love, love, love” – they’re boring. It’s unrealistic and insincere. I’m sure people have “love” moments, but it’s not a very loving time, is it? Just look at the world and how we’re dealing with each other.“ - Diva Mag

Weiterhin im selben Magazin spricht sie über die Beudeutung des Alters bei Frauen im Musikbiz:

„Women get judged for their age so much. It’ll be in the front of every article. You say it, and then everybody says it. It’s like, I know how old Madonna is. I don’t know how old David Bowie is, or Mick Jagger. I don’t know how old any of the men artists that I really like are. But I know Kylie’s age. [...] ‘So, now I have a political stance about not telling people my age. I’m actually very proud of it. I feel great, and I look good for my age – but no, I’m not telling everybody. Women should stop giving away their age. People get obsessed about it.“

Über ihre sexuelle Orientierung lässt sich nichts eindeutiges sagen (wenn das überhaupt nötig ist). In der NY Rock heißt es:

„Speaking of gays, the press, of course, makes an issue of the fact that you’re lesbian. Does that bother you?
SKIN: It can be pretty annoying, especially because the press tries to paint me as a hardcore lesb. Kind of “the freak band with the lesbian singer” and that’s what really bugs me. I really don’t care if somebody doesn’t like me for what I am, but hypocrites who act so liberal just because it’s “in” drive me up the wall. It’s actually funny; sometimes people think Cass [Bassist bei Skunk Anansie] and I are dating, but hey, unfortunately, he’s a guy.“


Musikalisch geht sie mit ihrem zweiten Album (2006) „Fake Chemical State„ ähnliche Wege wie zu Skunk-Anansie-Zeiten, befindet sich also wieder im Independet-/Alternative Rock Bereich. Ihr Solodebut (2003) „Fleshwounds„ war sehr Balladenlastig und ruhig.

he tried to intellectualise my blackness
to make it easier for his whiteness

Und um mal reinzuhören, einige YouTube Clips:

Der erste zeigt „Nothing But“ von ihrem zweiten Soloalbum, Fake Chemical State. Hier arbeitete Linda Perry als Produzentin mit:

Als zweites „Faithfulness“ aus ihrem Solodebut, Fleshwounds.


Und als drittes Hedonism, Skunk Anansies größter Hit.

Und hier mein persönlicher Favorite, Skunk Anansies Weak.

The Round Up

20. März 2008 von Charly  
Abgelegt in Film, Round Up, Serien

Und wieder die Würze, in aller Kürze (…okay, nicht mein bester heute..)

Afterellen.com wurde erst kürzlich zu einer der 50 einflussreichsten Websites im Web gekürt.
Go Girls!

Ariel Levy ist lesbisch und verheiratet - mit einer Frau.
Wow, wie konnte mir das bisher entgehen?
Und warum mag ich sie auf einmal noch mehr?

Möglicherweise SPOILER
Alle Greys Anatomy Fans werden sich fragen, was nun mit meine Double Cristina passiert, seit der homophobe Herzchirurg Burke sie vor dem Alatar (Gott sei dank) hat stehen lassen?
In einem älteren Interview sagte die Schauspielerin von Dr. Hahn, Brooke Smith, dass sie und die Schauspielerin von Cristina, Sandra Oh , versuchen in die Richtung einer Beziehung der beiden zu pushen.
Wow.
DAS wäre mal wieder ein guter Grund für mich Greys Anatomy zu gucken!
Bitte liebe Drehbuchautoren..biiiiitte?

Cynthia Nixon hat in einem Interview über die Beziehung zu ihren Partnerin gesprochen:

“I’m in love with [Christine] because she’s her. If she were a man, would I be in love with her? I don’t know.”

Auf die Frage, wie die Kinder darauf reagiert haben, antwortete sie so:

“They were fine. My son was very little [when it happened], but my daughter has a gay uncle [and her godmothers] are lesbians.”

Lesbische Patentanten?
Hand hoch, wer den Gedanken noch toll findet!

Mandy Moores Mutter ist lesbisch.

Was denn? Wir brauchen jede Unterstützung die wir bekommen können!!

Selma Blair wird in dem Film Driving Lessons eine “Sarkastische Lehrerin” spielen und eine Affäre mit einer Schülerin (Madeline Zima) haben.
Driving Lessons wird eine schwarze Komödie über eine Mutter, die ihr Gedächtnis verloren hat.
Der Film wird gerade gedreht und soll 2009 in den USA erscheinen. Wann er in Deutschland anläuft, steht noch nicht fest.
Hachja… das “Lehrerin und Schülerin”-Klischee…es wird nie alt! Wollen wir hoffen, dass der Film nicht einmal ansatzweise so schlecht wird, wie Loving Annabelle, denn dann werd ich..ach, wem mach ich etwas vor…ich werde den Film so oder so sehen.

Die amerikanische Real Life-Serie “Work Out”, die sich um ein Fitnessstudio und deren lesbische Besitzerin Jackie Warner dreht, wird mit einer neuen Staffel im April zurückkehren.
Wenn es so wie bei den letzten Staffeln wird, werden wir wieder das Vergnüngen haben, diese Serie auf Youtube zu sehen.
Wer die letzten Staffeln verpasst hat, der kann es sich so kurz vorstellen:
Eine absolut durchtrainierte, toughe Lesbe mit Fitnessstudio, die zuerst eine gestörte, bissige Freundin hat, sich dann von ihr trennt, alles angräbt, was sich bewegt und etwas mit einer Arbeitskollegin anfängt.
Und dann stellt euch vor, was für eine Drama das unter Frauen ergibt.
..oder wenn das nicht reicht, hier ein Foto von Jackie..



Keine weiteren News hinsichtlich Ellen Pages Sexualität.
…leider.

Die Teenager- und Pionierserie South of Nowhere, die seit 3 Staffeln ein lesbisches Pärchen (die meiste Zeit zumindest..hachja, die Teenagerjahre..) unter den Protagonisten weiß, wurde gecancelt und die letzten Paar Folgen auf den Herbst geschoben.
Ich liebe, wenn soetwas passiert.
Auf der anderen Seite aber, darf The LWord noch eine letzte Ehrenrrunde drehen.
Letzte Woche wurde von Showtime verkündet, dass The LWord noch eine allerletzte Staffel bekommen wird.
Damit ist die The LWord die längste Serie, die sich ausschließlich bzw hauptsächlich um homosexuelle Menschen dreht und auch eine Staffel länger als “Queer as Folk”, die nur fünf Staffeln hatte.
Ob Paris Hilton nun tatsächlich mitspielen wird, stand allerdings nicht in der Pressemitteilung..


Das Beste zuletzt:
Das Uh Huh Her Album wird am 20. Mai in den USA erscheinen und “Common Reaction” heißen.
Wann wir das Album in den Händen halten dürfen, habe ich leider nicht heraus gefunden, aber ich hoffe wieder darauf, es vorher in irgendeinem Onlinestore zu bekommen.
Ich weiß nicht, was ihr denkt, aber ich kann es kaum erwarten zu den neuen Songs in der Berliner Sonne zu feiern.
Reinhören kann man schonmal hier:
Uh Huh Her - Common Reaction

Gelangweilt, wenn bei Lesbian Ranting mal nichts Neues auftaucht?
Seht in der Zwischenzeit doch mal bei StuffLesbiansLike vorbei und guckt, ob IHR es mögt?

Musikalischer Sonntag – Ani DiFranco

10. Februar 2008 von Stef  
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Nachdem Missy Higgins den Anfang gemacht hat, geht es diesmal um Ani DiFranco, eine bewundernswerte Frau und eine großartige Musikerin.

1990 gründete die damals 18 jährige Ani mit 50 Dollar ihre eigene Plattenfirma, Righteous Babe Records, die bis heute Bestand hat und viele andere Künstler fördert. Somit gehört sie zu den Ausnahmen, die unabhängig von einem großen Plattenlabel kreativ, authentisch und erfolgreich sein können. (Lyrics: The Million You Never Made)

25. April 2004, Washington, D.C

Sie stand immer offen zu ihrer Bisexualität und ihrem feministischem Engagement: „Either you are a feminist or you are a sexist/misogynist. There is no box marked ‘other’” und ist aufgrund ihres politischen Charakters besonders abseits vom Mainstream, unter jungen, politisch aktiven und interessierten Menschen beliebt. We have a complete void of progressive politics in this country right now. The will of the people goes ignored and unrealized. I’m searching for the people that can enter the political system, a strong third party. We need to consolidate.” In ihren Songtexten behandelt sie viele Verschiedene Themen, wie zum Beispiel: Rassismus, Sexismus, Homophobie, Krieg und Abtreibung.

Ihre Musik wird gerne dem Anti-Folk, eine Verbindung von Punk und amerikanischem Folk, zugeschrieben. Einige kennen ihren Song You Had Time möglicherweise aus dem Film “lost & delirious oder Wishin’ And Hopin aus Die Hochzeit meines besten Freundes.

Trotz der “Sprachbarriere” spielt sie auf Konzerten nicht einfach nur ihre Songs. Sie hält politische Vorträge und erzählt von ihren persönlichen Erfahrungen, wie zum Beispiel der Geburt ihrer Tochter im Januar 2007 und wechselt die Gitarren so häufig, wie das Publikum die Bierflasche an den Mund führt.

So wie es bisher aussieht, wird sie dieses Jahr nur in Amerika, und mit einigen Ausnahmen auch zum Beispiel in Griechenland zu sehen sein. Dennoch Augen offen halten, es lohnt sich.
Und zum Schluss noch die ein oder andere Hörprobe. Viel Spaß.

The Million You Never Made ( 1995, Not a Pretty Girl)

Hello Birmingham (1999, To The Teeth)

Half-Assed (2006, Reprieve)

Millennium Theater (2006 live at The Henry Rollins Show)

Musikalischer Sonntag - Missy Higgins

27. Januar 2008 von Charly  
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Da einige von euch ja von Sia beeindruckt waren, habe ich mich entschlossen, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen, lesbische oder bisexuelle Künstlerinnen vorzustellen.

Den Anfang macht allerdings nicht Sia, sondern Missy Higgins - auch eine australische Sängerin und ein echter Ohren- und Augenschmaus.


Sie ist eine der bekanntesten australischen Sängerinnen und hat für ihr letztes Album “On a Clear Night” auch hierzulande fast ausschließlich gute Kritiken bekommen.
Schon seit ihrer Highschoolzeit ist sie bekannt und ihr erstes Lied “All for Believing” war eins der meistgespieltesten in ihrem Heimatland.
Ihr erstes Album “The Sound of White” wurde dann 2004 von Jay Newland produziert, der unter anderem auch für Norah Jones Alben verantwortlich war. Sie bekam etliche Awards und tourte.
Ihr zweites Album erschien im April 2007 und ihre Musik kommt in vielen Serien vor, unter anderem Greys Anatomy und Smallville.


Ihre Sexualität wurde aufgrund ihrer androgynen Lyrics Thema, in denen sie nie klar beschreibt, ob es um einen Mann oder eine Frau geht.
In einem Interview mit dem lesbischen Magazin “Cherrie” antwortete sie dann auf die Frage, ob sie eher unter die “nicht so heterosexuellen Mädels” falle lachend: “Ähm, ja, definitiv.”
Und sagte weiter:
“Ich denke Sexualität ist etwas sehr fließendes und du wirst langsam mehr dafür akzeptiert, wer du bist und dafür, dass du dazu stehst.”
Später stellte sie klar, dass sie mit Männern und Frauen Beziehungen hat und hatte und am ehesten als bisexuell zu bezeichnen wäre.
Auf ihrer MySpacepage schrieb sie später, dass sie sich nicht für ihre Sexualität schämt und auch nie schämen wird.
Missy Higgins ist, so wie es aussieht, jedoch schon einige Zeit Single (und Vegetarier - das hab ich jetzt nur geschrieben, weil ich weiß, dass es einige hier zum Grinsen bringt!)


Ich bin auf Missy Higgins im Jahr 2005 gestoßen, als ihr erstes Album rausgekommen ist und habe mich sofort in ihre erste Single “All for Believing” verliebt. Ihre Stimme ist eine wirklich schöne Frauenstimme und ihre Lyrics haben Herz.
Ihr zweites Album fand ich dann allerdings noch schöner und höre es bis heute relativ oft.
Es ist die perfekte CD um sich mit einem Buch in eine Decke zu kuscheln und die Welt zu vergessen.

Und jetzt ein paar Hörproben aus dem zweiten Album:

Und noch zwei aus dem hierzulande erhältlichen “The Sound of White”

Mehr Lieder auf ihrer offiziellen Website:
Missy Higgins offizielle Website
Missy Higgins MySpace Site
Buy The Sound of White
Buy On a Clear Night
(On a Clear Night ist bisher nur als Import oder, für die mit Kreditkarte, über Onlineshops zum Download erhältlich)

Und zum Schluß mein Lieblingslied von ihr: Where I stood



Sia outet sich

25. Januar 2008 von Charly  
Abgelegt in Entertainment

Beide Alben gehören zu meinen Lieblingsalben und “Breathe” ist eines der herzzerreißendsten Lieder, die ich je gehört habe.
Die Rede ist von Sia, einer australischen Sängerin.
Und hier als Kostprobe “Breathe”:

Herzzereißend und eigentlich auch bekannt.
Ihr neues Album “Some people have real problems” scheint ebenfalls vielversprechend zu sein.
Nun hat eine Bloggerin ein Interview gefunden, in dem Sia über ihre “Beziehungsprobleme” redet:

Is he an American boy?
Sia:
It’s a girl, and yeah, she’s American. She’s kind of like a boy. An immaculate transition.

Is it serious?
Sia: It is for me. For her, I don’t know.


In Zeiten in denen Kate Moennig mit Paris Hilton rumalbert und Jodie Foster nur einen Nebensatz benutzt um sich zu outen, kann man das hier wohl als ein Outing betrachten.
Womit die Musikszene die sexuell offenste der Medienszenen ist und sich immer mehr trauen in Interviews offen über ihre Partnerin zu sprechen.
Missy Higgins hat es vorgemacht (sie outete sich als bisexuell) und Katie Melua weigert sich leider weiterhin über die Fotografin, mit der sie zusammenlebt zu reden.
(Feist, oh Feist…möchtest du dich nicht zu ihnen gesellen? Biiitte?)

Kümmert uns aber nicht weiter..ich hoffe, dass der Trend anhält und freue mich über jede, die beweist, dass es vor allem Lesben zu sein scheinen, die momentan die schönste Musik machen!

Source
Buy Healing is difficult
Buy Colour the small one

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