Round up

3. April 2009 von Charly  
Abgelegt in Entertainment, Film, Round Up

Es ist Zeit für eine neue Folge von “The Round Up”, diesmal mit zweifelhaften Frühlingsgefühlen, schlechten Nachrichten für “The Farm”, Gaga Lyrics, einem Outing, Keira Knightley die mit Talent überrascht und mehr.

◆ Draußen sind heute kuschelige 25 Grad in der Hauptstadt, der Kaffee schmeckt fast kalt schon wieder ein bisschen, die Dachwohnung heizt sich angenehm auf und die Frühlingsgefühle explodieren lautstark an allen Ecken.
Ob man den folgenden “Vorfall” da jedoch einordnen sollte, bezweifel ich. Aber seht selbst (anklicken, wer es größer sehen möchte):

kristen-stewart-nikki-reed

Gut, ich bin vorbelastet. Ich kann mit Twilight nichts anfangen und bin der Ansicht, dass es eines der antifeministischen Bücher aller Zeiten ist und verboten gehört - mal abgesehen davon, dass anständige Vampire nicht glitzern!
Und obwohl Kristen Stewart und Nikki Reed bereits seit dem Foto unten (die beiden in der Mitte) vom Fandom und allen Femmeslashern da draußen vergöttert werden, find ich die Aktion da oben relativ albern.

twilight-cast-large-msg-122999080703
Kristen, bitte, dein Filmpartner bekommt zwar mehr Aufmerksamkeit, aber dafür hat er ganz offentlichlich keine Zeit mehr seine Haare zu waschen! Wenn du Nikki Reed küssen möchtest, mach es bitte ernsthaft und am besten auf einem roten Teppich. Danke!

◆ Leicht hat es Keira Knightley ja nicht gerade. Der ständigen Anschuldigung, sie sei magersüchtig, begegnete sie jüngst immer wieder mit kratzbürstigen Interviews und Statements, die man von einem Hollywooddarling nicht erwartet hätte. Natürlich kann man sich darüber streiten, ob die Info, dass sie Männer mit schönen Schuhen mag, wichtig ist, das Projekt Womens’ Aid für das sie jüngst in den UK einen Spot gedreht hat, ist es aber allemal.

Das Video wird sowohl im Fernsehen, als auch in Kinos in Großbrittanien gezeigt werden und ich kann mir vorstellen, dass es im Kino noch mehr unter die Haut geht, als auf einem Computerbildschirm.
Meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Thema, das zu oft übersehen oder totgeschwiegen wird, ein ebenso wichtiges Projekt und wunderbar geschauspielert von Keira Knightley. Chapeau!

◆ Noch mehr aus den UK:

Unter anderem ntv.de berichtete diese Woche, leider nicht am 1. April, dass einige britische Therapeuten immer noch glauben Homosexualität “heilen” zu können. 400-500 Fälle seien registriert - die stellen allerdings nur die Spitze des Eisberges da.  Was genau die Therapeuten so machen, wollte die University London gar nicht erst wissen. Schade.
Außerdem wandten sich wohl hauptsächlich junge Menschen an dieses Angebot, nachdem sie im Internet davon gelesen haben, dass Homosexuelle “schikaniert” werden, angeblich öfter depressiv sind, und dass es Heilungsmethoden gibt.
Da könnte ich jetzt einiges zu sagen, überlasse euch allerdings an dieser Stelle mal das Denken.

◆ Passend zu Ostern:
Der Dokumentarfilm “Religulous” ist am 2.4. in unseren Kinos gestartet. Obwohl man sich über die Vorgehensweise von Bill Hamer streiten kann, liefert der Film auch ein paar schöne Szenen in Bezug Homosexualität-Bibel-Christentum.
Jedem sein Glaube, aber wer an einen Gott glaubt, der einen nicht so liebt, wie man ist, der hat irgendwas falsch gemacht. So oder so, für ein paar Lacher ist der Film definitiv gut.

◆ Inzwischen kennt sie jeder und jede, ob man nun will oder nicht. Keiner kommt an ihr vorbei: Lady GaGa.
Die Frau mit den fragwürdigen Outfits bei denen sie ständig ihre Hose vergessen zu scheint (angeblich kann ihr Großvater sie mit Hose nicht richtig sehen - nein, das war kein Witz) und den interssanten Schleifchen-Frisuren, hat sich jetzt einmal mehr zweideutig über ihre Sexualität geäußert.

lady-gaga-0808
Bekannt war vorher schon, dass sie sowohl in Frauen als auch in Männer verliebt war und sich, wie so viele, “nicht einordnen möchte”.
In einem neuen Interview verkündet sie, dass sie unsicher ist, was ihre Sexualität angeht und weist auf die Lyrics ihres Songs “Poker Face” hin, wo sie an einer Stelle erst “He’s got me like nobody” und später “She’s got me like nobody” singt.
Erst die fehlenden Hosen und jetzt das! Ihre Ehrlichkeit in allen Ehren, aber der Presse solche Statements zu geben wird die Verwirrung verfliegen lassen.
Ansonsten gibt es da ein ganz schönes Wort, das mehr benutzt werden sollte und für das es bisher wenig prominente Vorbilder gibt: Bisexuell.

◆ Auf Afterellen.com fand sich heute die Meldung, dass der LWord Spin-Off “The Farm” nicht von Showtime, dem Heimatsender von The LWord, gesendet und finanziert werden wird. Warum genau, ist bisher nicht klar.
Aus irgendeinem Grund macht es mich nicht traurig das zu hören, obwohl ich Afterellen zustimmen muss, wenn sie sagen, dass es eine ganz brilliante Idee war, eine Serie so enden zu lassen, dass sie im Spin-Off fortgesetzt wird, der es dann sie ins Fernsehen schafft.
Gut gemacht, Ilene!
Wer von euch die letzte LWord Staffel gesehen hat, dem möchte ich jetzt ans Herz legen es NIE zu tun!
Glaubt mir, ihr wollt beim Ende der fünften Staffel bleiben, ihr wollt die sechste nicht. Ihr wollt dieses Trauerspiel nicht mit ansehen!
Was red ich. Ihr macht es ja doch.

◆ Achja. Ellen hat mit Kate Perry “I kissed a girl” gesungen und Kate erinnerte sich nicht an ihrer Lyrics.
Daumen hoch!
Achtung, weder Ellen noch Kate singen im folgenden Video auch nur ansatzweise gut.

◆ Last but not least:
Schauspielerin Clemetine Ford, den meisten besser bekannt als Tochter von Cybill Shepherd und für die LWord-Freaks eher unter “Molly”, hat diese Woche den großen Schritt gewagt und sich öffentlich geoutet.

78571781SS036_SEASON_5_PREM
Schon vor einigen Wochen hatte das US-Magazin DIVA getitelt, dass Ford lesbisch oder zumindest bi war, was sie wenig später gegenüber “TV Daily” zurückzog. Sie habe sich nicht geoutet und wollte sich nicht in eine Schublade stecken lassen.
Jetzt, endlich (und nicht wirklich überraschend), sagte die gute der Zeitschrift Advocate:
“I am gay. “I just wanted there not to be this big emphasis on it.”
(”Ich bin lesbisch. Ich wollte nur nicht, dass es so eine große Gewichtung bekommt.”)

Das ganze Interview gibt es hier.
Willkommen Miss Ford. Und viel Spaß!

Wer nicht warten kann sich Ford in The LWord anzusehen, kann sich jetzt schon einmal die fünfte LWord-Staffel bei Amazon vorbestellen, die DVDs am 19.6. im Briefkasten haben (meinem Geburtstag! Zufall?) und genießen. Denn die Staffel ist endlich mal wieder gut.

Und das war es für heute. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und wenn ihr News habt, die ihr hier sehen wollt, seid ihr jederzeit dazu eingeladen uns zu mailen :)