Lovely Saturday - Evan Rachel Wood
28. August 2010 von Charly
Abgelegt in Lovely Saturday
Und weiter in der Reihe: Ladies of True Blood, einen zugegebenermaßen späten Lovely Saturday. Quasi eine Late Night Edition. Wie passend also, dass es wieder eine Dame ist, die in True Blood eine Vampirin spielt. Keine ordinäre Vampirin, sondern eine lesbische Vampirkönigin.
Niemand anderes als Evan Rachel Wood.
Ab der zweiten Staffel begeistert sie als Sophie Ann, die eine menschliche Geliebte/Begleiterin hat, die mit dem Hauptcharakter Sookie Stackhouse verwandt ist.
Für Rachel Wood ist mit der Rolle als Vampirin dann sicherlich auch eine alte Wunde verheilt. Im Alter von sieben verlor sie die Rolle der Kindervampirin in Interview mit einem Vampir an die ältere Kirsten Dunst.
Nach der Scheidung ihrer Eltern zieht sie mit ihrer Mutter nach L.A., sammelt Schauspielerfahrung und steht unter anderem als Sandra Bullock Filmtochter in “Zauberhafte Schwestern” und Jessie Sammler in der Serie “Once and again” vor der Kamera.
2004 wird sie schließlich für ihre Rolle in “Dreizehn” mit ihrer ersten Golden Globe Nominierung belohnt. Inzwischen ist sie im Alter von 23 eine der bekanntesten Nachwuchschauspielerinnen Hollywoods.
Privat kennt man sie wohl eher als Frau neben Marilyn Manson, mit welchem sie verlobt war. Manson löste jedoch diesen August erst die Verlobung auf.
Diesen September wird bei den MTV Musicaward die Werbung, directed by Frank Miller, zum neuen Gucci Parfum gezeigt werden. Inklusive Rachel Wood und dem typischen Frank Miller Stil. Der Trailer zu dieser, wohlbemerkt, Werbung, wurde schon veröffentlicht:
Na dann! Aber BMW hat schließlich auch einmal viel Geld für Werbefilme mit Clive Owen ausgegeben. Wenn es denn dem Produkt hilft und wir was zu gucken haben. Zum Beispiel Madame Wood:
Habt noch eine wundervolle Nacht!
Lovely Saturday - Marianne Breslauer - Unbeachtete Momente
21. August 2010 von Nadin
Abgelegt in Kultur, Lovely Saturday
Wenn euch dieses Foto sehr vertraut vorkommt, seid ihr entweder Schwarzenbach-Fans (und hab das Kweens-Portrait gelesen) oder viel in Berlin unterwegs. Dort hängen seit Juni allerorts die Plakate zu der Ausstellung “Marianne Breslauer - Unbeachtete Momente - Fotografien 1929-36″. Als Eyecatcher haben die Kuratorinnen das wohl berühmteste Motiv der Fotografin gewählt, die in nur wenigen Jahren ein beeindruckendes Werk schuf, bevor sie sich als Schweizer Kunsthändlerin einen Namen machte.
Marianne Breslauer (1909-2001) entsprach ganz dem Bild der unabhängigen “Neuen Frau”, wie sie sie in vielen Aufnahmen festhielt. Neben berühmten Zeitgenossen - sie traf so legendäre Künstler wie Man Ray und Paul Citroen - zeigte sie das Leben ihrer Freundinnen. Zu den schönsten “unbeachteten Momenten” gehören die kleine Reihe eines Sommertages im Jahr 1934 und Straßenszenen, die Breslauers Reisen dokumentieren.
In einer Zeit, als Fotografieren noch als rein dokumentarische Technik verstanden wurde, konnten Frauen neue künstlerische Wege gehen. Nach einer Ausbildung beim Berliner Lette-Verein war Breslauer inspiriert von Frieda Ries eine der ersten, die Fotografie als eigenständige Kunstform in die Galerien bringen wollten. In den frühen Dreißiger Jahren stellte sie im Fotoatelier Ullstein aus und veröffentlichte in renomierten Zeitschriften. Auf ihren Reisen besuchte sie mal ihre Freundin Djemila Nord in Palästina, mal war sie mit Ruth Landshoff oder Annemarie Schwarzenbach unterwegs. Als sich die gesellschaftlichen Verhältnisse änderten, kehrte Breslauer 1936 Deutschland und der Fotografie den Rücken.
In der ersten großen Breslauer-Retrospektive mit etwa 130 Fotografien werden zudem andere Fotografinnen ihrer Zeit mit sehr unterschiedlichen Arbeiten vorgestellt, darunter Yva, Steffi Brandl, Lotte Jacobi und Marta Astfalck-Vietz.
Die Ausstellung in der Berlinischen Galerie wurde jetzt verlängert bis zum 1. November!
Also aufbrezeln und hingehen!
alle Fotos (c) Fotostiftung Schweiz, Winterthur
Lovely Saturday - Deborah Ann Woll
14. August 2010 von Charly
Abgelegt in Lovely Saturday, Serien
Diese rothaarige Schönheit ist Deborah Ann Woll.
Ann Woll hat in ihrem 25-jährigen Leben einige kleine Rollen in Serien wie Life, CSI oder Law and Order gespielt, dürfte den meisten jedoch als Baby-Vampirin Jessica aus True Blood bekannt sein.
Woll bekam, nachdem sie sich für die Schauspielerei entschied, einen Platz an der Universiy of South Carolina und spielte sich in kleineren Stücken zu vielen Stipendien und Preisen. Sie erhielt schnell Jobs und Fans, ohne überhaupt ein Mitglied der Screen Actors Guild zu sein. Sprich: Sie hat es drauf.
Woll bezeichnet sich selbst als Nerd, Fan von Computerspielen, “Mystery Science Theater 3000″ und jedem möglichen Puzzlespiel, was ihr in die Hände fällt.
Während der True Blood Drehpause, hat sie inzwischen in mehreren Kinofilmen mitgespielt, unter anderem “Mother’s Day” und “Little Murders”. Gerade dreht sie mit Bruce Willis den Film Catch .44.
Ihr Charakter Jessica aus True Blood bloggt zudem zum Seriengeschehen auf babyvamp-jessica.com, leider erst seit der dritten Staffel. Ich möchte euch nicht spoilern, dieses Video aber auch nicht vorenthalten. Hier ist gleich ebenfalls die Vampirin Pam zu sehen, die, mindestens, bisexuell ist:
Mehr zu Kristin Bauer/Pam ein anderes Mal, jetzt ohne große Worte erstmal noch ein paar schöne Bilder von Ann Woll:
Die erste Staffel von True Blood ist in Deutschland auf DVD zu haben, die Serie läuft ab und an auf 13th Street oder anderen Pay-TV Sendern. Wann und ob die Serie jemals bei den “großen” Sendern in Deutschland laufen wird, steht in den Sternen. Dafür ist die Serie dann doch zu explizit - sowohl bei der Gewalt-, als auch der Sexdarstellung. Gott sei dank, muss man sagen. Ein zweites Twilight kann ja nun wirklich niemand gebrauchen.
Bilder von deborahannwoll.net
Lovely Saturday - Hayley Atwell
6. August 2010 von Nadin
Abgelegt in Film, Lovely Saturday
Ganz ohne aktuellen Anlass möchte ich einer viel zu wenig beachteten Schauspielerin eine Fotostrecke widmen. Als ich vor ungefähr zwei Jahren Woody Allens vielleicht einfallslosesten Film sah, tauchte inmitten der prominenten Besetzung ein mir neues Gesicht auf. Dank Hayley Atwell wurde Cassandra’s Dream trotz der abstrusen Krimihandlung zum unvergesslichen Filmerlebnis.
Ja, ich meine diese Frau mit dem strahlenden Lächeln in Hemd und Krawatte, die zwischen Ewan McGregor und Colin Farrell steht, aber nur Augen für Sally Hawkins zu haben scheint.
Zuvor war die Londonerin vor allem im britischen TV (z.B. Mansfield Park mit Billie Piper) und Theater aktiv. Im Kino folgten Hüte, Korsettes und Turmfrisuren - immerhin durfte sie in The Duchess (ein bißchen) Keira Knightley verführen…
…doch die Fürstin schielt mit der üblich steifen Mine am Dekolleté vorbei.
Mehr im Mittelpunkt stand Hayley dann in der melodramatischen Dreiecksgeschichte „Brideshead Revisited“, die in wunderschöner Austattung die englische High Society der 20er Jahre inszeniert.
Mit dabei war auch Emma Thompson, die sich angeblich dafür einsetzte, dass Hayley für die Rolle doch nicht von Miramax auf Diät gesetzt wurde (Brit actress saved by outraged Emma).
Danke Emma!
Bleibt abzuwarten, wer seinen Einfluss spielen lassen muss, damit Hayley mal wieder in einer guten Kinorolle zu sehen ist. Entweder man schaut sich derweil die TV-Serien-Verfilmung von Die Säulen der Erde (The Pillars of the Earth) an - oder lieber ein paar weitere Portraitfotos.
Lovely, indeed!
Lovely Saturday - Annemarie Schwarzenbach
1. August 2009 von Charly
Abgelegt in Featured, Kultur, Literatur, Lovely Saturday
“Dann tritt mir mein Bild entgegen, das Bild eines jungen Menschen, ich stütze die Hände gegen das Glas und betrachte es, mir ist, als gewänne ich dieses blasse und von heimlichem Fieber bebende Gesicht lieb, als hätte ich vordem nicht so gut gekannt, ich ging an seiner Traurigkeit vorüber, kein Lächeln schenkte ich diesen von Frage und schwermütigem Ernst erfüllten Augen, keine Nachsicht hatte ich für diese Hände, die hell und mager sind und deren Schlankheit mir heute zum ersten Mal schön erscheint.”
(Annemarie Schwarzenbach - Eine Frau zu sehen)
Als Annemarie Schwarzenbach diese Sätze für ihre Novelle “Eine Frau zu sehen” schreibt, ist sie gerade 21. Die, die nach eigener Aussage “nur Frauen mit wirklicher Leidenschaft lieben kann”, geht erst zwei Jahre später, 1931, als freie Schriftstellerin nach Berlin, nachdem sie in ihrem Heimatland der Schweiz promoviert hatte. Ihr erster Roman “Freunde um Berndhard” erscheint ebenfalls 1931.
Annemarie Schwarzenbach ist sicherlich eine der traurigeren Figuren der Geschichte: Von einer ständigen Umtriebigkeit getrieben, reiste sie ab 1933 durch die halbe Welt und heiratete den, ebenfalls homosexuellen, schweizer Diplomaten Claude Clarac. Sie selbst war unsterblich in Erika Mann verliebt, die ihre Liebe jedoch nicht erwiderte und sie an Morphin heranführte. Eine Sucht, von der sie ihr kurzes Leben lang nicht mehr loskommen sollte.
Erika Mann und Annemarie Schwarzenbach
Die Freundschaft zu den Geschwistern Mann blieb jedoch lange erhalten und Schwarzenbach traf Jahre später wieder mit ihnen in den USA zusammen, wo sie sich erneut aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit und Depressionen in psychiatrische Behandlung begab. Thomas Mann bezeichnete sie später in einem seiner Tagebücher als “verödeten Engel”.
Eine ihrer Reisen, die sie zusammen mit der Schriftstellerin Ella Maillart in ihrem geliebten Ford nach Kabul unternommen hatte, wurde 2000 mit dem Titel “Reise nach Kafiristan” und Jeanette Hain in der Rolle von Annemarie Schwarzenbach verfilmt.
Der Film ist nicht schlecht, nicht so furchtbar wie der Trailer vermuten lässt, sehr ruhig und gut geschauspielert.
Erst 1942 kehrt Schwarzenbach nach einer Reise in den Kongo in die Schweiz zurück, nachwievor depressiv und morphinsüchtig. Wenig später, stirbt sie, erst 34, an den Folgen eines Fahrradunfalls.
Nach ihrem Tod geriet sie zunächst in Vergessenheit, nicht zuletzt aufgrund ihrer hitlerliebenden Mutter, der sie ein ständiger Dorn im Auge war und welche gegen ihren testamentarischen Willen, viele Briefe und Manuskripte einfach verbrannte. Auch innerhalb der eigenen Familie wurde sie weiterhin einfach totgeschwiegen.
Erst später wurde sie wieder entdeckt, nicht zuletzt von ihrer eigenen Großneffe, Alexis Schwarzenbach, der es in ihrem ZEIT-Artikel gut auf den Punkt bringt:
“Annemarie Schwarzenbach war eine freie Frau, ein freier Geist, eine Freibeuterin auch. Die Erinnerung an sie, in der engen Nachkriegszeit gelöscht, entfaltete sich gegen Ende der achtziger Jahre neu. Inzwischen ist sie das, was man ein wenig hilflos ob all ihres posthumen Ruhms eine Kultfigur nennt.”
Wer mehr über Schwarzenbach wissen möchte, kann mit diesem Artikel anfangen oder sich gleich eines der Bücher von oder über sie besorgen. Wert ist es das allemal.
“Das Leben zerfetzt sich mir in tausend Stücke.”
(Schwarzenbach in einem Brief an Thomas Mann)
Bilder Copyrights: Schweizerische Nationalbibliothek Bern





















































