20 Jahre Lena Odenthal

11. Oktober 2009 von Charly  
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Die Blätter fallen, es ist grau in grau, kalt und gegen Mittag braucht man die erste Lampe und ganz bestimmt die Heizungen.
Dass es Herbst ist, lässt sich also beim besten Willen nicht verleugnen und was könnte man da Besseres tun, als sich in einen Tee zu kochen, in eine Decke einzukuscheln, zu lesen oder abends zur Primetime den Fernseher anzuschalten und den neuen Tatort zu gucken.
Wie die meisten Lesben, gucke ich Tatort nur dann, wenn es sich nicht vermeiden lässt oder Ulrike Folkerts als Lena Odenthal mit grimmigen Gesichtsausdruck über den Bildschirm hüpft.

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Überall kann man es dieser Tage lesen: Dienstälteste Tatortkommissarin, 20-jähriges Dienstjubiläum, daneben Bilder einer lesbischen Ikone, die bei vielen Frauen schon früh leise Zweifel an der eigenen Sexualität geweckt hat.
Auch spiegel.de widmete ihr einen Artikel und spendiert uns schonmal einen Auszug aus der neuen Folge, in Form einer Selbstcharakterisierung:

“Wer ich bin? Lena O. Nicht mehr ganz jung. Beziehung: Katze. Freunde: meine Kollegen. Mehr nicht. Seit 20 Jahren wühle ich in Gewalt, Mord und Totschlag. Und ich find nur selten irgendetwas Nettes darin. Ich bin einsam. Oft.”

Eine Frohnatur ist Lena Odenthal sicherlich nicht. Aber kann man es ihr verdenken? Bei Drehbüchern, die sie endlich mal eine Frau küssen lassen, diese dann gegen Ende der Folge sterben lassen und den gesamten Handlungsstrang später völlig vergessen?
Die sie dazu nötigen mit Männern auszugehen und gerne, auch mehr als einmal pro Folge, einen Sprint hinter den Tatverdächtigen machen lassen?
Für morgendliches, fröhliches Singen in der Dusche, spricht das nun wirklich nicht, obwohl es nach wievor immer noch bezaubernd aussieht.

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Man kann verstehen, dass Folkerts nicht auch noch als erste homosexuelle Tatortkommissarin herhalten wollte, aber die traurigen, wiederholten Versuche Lena Odenthal mit Männern heterosexuell zu machen, die wirken eher tragisch komisch. Da braucht die geneigte Zuschauerin mehr.
Wie gut also, dass wir uns heute Abend auch wieder darauf freuen dürfen, dass sie sich verliebt. In einen Mann. Und nach Tatort-Schema-F sicherlich auch den Täter.
Für die nächsten Drehbuchautoren ist das dann sicherlich genug Grund, sie in den darauf folgenden Episoden ein paar Mal mehr um den Block joggen zu lassen.

Wenigstens eines hat man ihr ja spendiert: Die Katze.
Vielleicht gönnt man ihr zum 25-Jährigen ja dann auch eine glorreiche Erkenntnis und uns ein erleichtertes Aufseufzen.
Obwohl da die Chance, dass sie ihren Partner Köpper heiratet, wohl doch größer ist, als so ein (lesbisches) Happy End.

“Tatort: Vermisst”, heute Abend 20:15, ARD

Lovely Saturday - Annemarie Schwarzenbach

1. August 2009 von Charly  
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“Dann tritt mir mein Bild entgegen, das Bild eines jungen Menschen, ich stütze die Hände gegen das Glas und betrachte es, mir ist, als gewänne ich dieses blasse und von heimlichem Fieber bebende Gesicht lieb, als hätte ich vordem nicht so gut gekannt, ich ging an seiner Traurigkeit vorüber, kein Lächeln schenkte ich diesen von Frage und schwermütigem Ernst erfüllten Augen, keine Nachsicht hatte ich für diese Hände, die hell und mager sind und deren Schlankheit mir heute zum ersten Mal schön erscheint.”

(Annemarie Schwarzenbach - Eine Frau zu sehen)

Als Annemarie Schwarzenbach diese Sätze für ihre Novelle “Eine Frau zu sehen” schreibt, ist sie gerade 21. Die, die nach eigener Aussage “nur Frauen mit wirklicher Leidenschaft lieben kann”, geht erst zwei Jahre später, 1931, als freie Schriftstellerin nach Berlin, nachdem sie in ihrem Heimatland der Schweiz promoviert hatte. Ihr erster Roman “Freunde um Berndhard” erscheint ebenfalls 1931.

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Annemarie Schwarzenbach ist sicherlich eine der traurigeren Figuren der Geschichte: Von einer ständigen Umtriebigkeit getrieben, reiste sie ab 1933 durch die halbe Welt und heiratete den, ebenfalls homosexuellen, schweizer Diplomaten Claude Clarac. Sie selbst war unsterblich in Erika Mann verliebt, die ihre Liebe jedoch nicht erwiderte und sie an Morphin heranführte. Eine Sucht, von der sie ihr kurzes Leben lang nicht mehr loskommen sollte.

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Erika Mann und Annemarie Schwarzenbach

Die Freundschaft zu den Geschwistern Mann blieb jedoch lange erhalten und Schwarzenbach traf Jahre später wieder mit ihnen in den USA zusammen, wo sie sich erneut aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit und Depressionen in psychiatrische Behandlung begab. Thomas Mann bezeichnete sie später in einem seiner Tagebücher als “verödeten Engel”.

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Eine ihrer Reisen, die sie zusammen mit der Schriftstellerin Ella Maillart in ihrem geliebten Ford nach Kabul unternommen hatte, wurde 2000 mit dem Titel “Reise nach Kafiristan” und Jeanette Hain in der Rolle von Annemarie Schwarzenbach verfilmt.

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Der Film ist nicht schlecht, nicht so furchtbar wie der Trailer vermuten lässt, sehr ruhig und gut geschauspielert.

Erst 1942 kehrt Schwarzenbach nach einer Reise in den Kongo in die Schweiz zurück, nachwievor depressiv und morphinsüchtig. Wenig später, stirbt sie, erst 34, an den Folgen eines Fahrradunfalls.

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Nach ihrem Tod geriet sie zunächst in Vergessenheit, nicht zuletzt aufgrund ihrer hitlerliebenden Mutter, der sie ein ständiger Dorn im Auge war und welche gegen ihren testamentarischen Willen, viele Briefe und Manuskripte einfach verbrannte. Auch innerhalb der eigenen Familie wurde sie weiterhin einfach totgeschwiegen.

Erst später wurde sie wieder entdeckt, nicht zuletzt von ihrer eigenen Großneffe, Alexis Schwarzenbach, der es in ihrem ZEIT-Artikel gut auf den Punkt bringt:

“Annemarie Schwarzenbach war eine freie Frau, ein freier Geist, eine Freibeuterin auch. Die Erinnerung an sie, in der engen Nachkriegszeit gelöscht, entfaltete sich gegen Ende der achtziger Jahre neu. Inzwischen ist sie das, was man ein wenig hilflos ob all ihres posthumen Ruhms eine Kultfigur nennt.”

Wer mehr über Schwarzenbach wissen möchte, kann mit diesem Artikel anfangen oder sich gleich eines der Bücher von oder über sie besorgen. Wert ist es das allemal.

“Das Leben zerfetzt sich mir in tausend Stücke.”

(Schwarzenbach in einem Brief an Thomas Mann)

Bilder Copyrights: Schweizerische Nationalbibliothek Bern

16 Lesben-Küsse aus Film und Fernsehen

5. Juli 2009 von Anja  
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Charly hat euch diese Woche auch schon zum Schwitzen gebracht, aber ich finde der Sommer ist eh viel zu kurz und kann eben deswegen auch mit Dauerschwitzen verbracht werden, sonst vermisst man ihn im Winter viel zu sehr.

Also habe ich für euch in mühsamer und stundenlanger Arbeit die 16 schönsten, oder sagen wir lieber interessantesten Lesben-Küsse aus Film und TV rausgesucht. Um ehrlich zu sein hab ich’s für mich getan und lasse euch nun ganz selbstlos daran teilhaben :-) Aber Achtung, einige der Videos sind nicht dafür geeignet, sie bei der Arbeit zu sehen.

Angelina Jolie in Gia

Gia (voller deutscher Titel: Gia - Preis der Schönheit) ist ein Film aus den 90er Jahren über Gia Carangi, ein amerikanisches Supermodel der 80er Jahre, das durch einen etwas wilden Lebenswandel im Alter von nur 26 Jahren starb. Ich selbst sah mich durch diesen Film veranlasst, mehrere Jahre lang Angelina-Jolie-süchtig zu werden - eine Sucht die ich inzwischen besiegt habe. Nichtsdestotrotz ist es bis auf das (bedingt durch die wahren Geschehnisse im Leben von Gia) viele Drama ab der Hälfte des Films ein ganz gelungenes Werk, das die Liebe zwischen Gia und ihrer Assistentin Linda sehr sympathisch und ansehnlich darstellt. Leider ohne Happy End, aber das wäre wohl irgendwie auch unrealistisch gewesen.

Winona Ryder und Angelina Jolie in Girl, Interrupted (Durchgeknallt, 1999)

Für diesen Film bekam Angelina Jolie im Jahr 2000 einen Oscar für die beste Nebendarstellerin. Der Film spielt in einer psychiatrischen Klinik und basiert auf der wahren Geschichte der Susanna Kaysen, die dort nach einem Selbstmordversuch landet. Bis auf den Kuss gibt es, soweit ich mich erinnern kann, keine weitere lesbische Handlung. Allerdings sind mit Angelina Jolie und Clea Duvall zwei offen bisexuelle Schauspielerinnen dabei, das ist ja auch schon mal was.

Sarah Michelle Gellar and Selma Blair in Cruel intentions (Eiskalte Engel, 1999)

Zum Film selbst kann ich nicht viel sagen, aber schaut euch das Video an :-)

Heather Graham und Bridget Moynahan in Gray Matters (2006)

Eine romantische Komödie, in der sich ein Bruder und seine Schwester um eine Frau streiten. Rachel Shelley (spielte die Helena Peabody in The L Word) spielt hier auch mit :-)

Salma Hayek und Ashley Judd in Frida (2002)

Ein toller Film über die mexikanische Malerin Frida Kahlo, den man sich ansehen sollte.  Frida Kahlo, in diesem Film von Salma Hayek gespielt, unterhielt zeitweise Beziehungen zu Frauen, was in diesem Film ganz anschaulich dargestellt wird.

Naomi Watts und Laura Harring in Mulholland Drive (2001)

Mulholland Drive ist ein Film, den man mehrmals anschauen muss, um ihn auch nur ansatzweise zu verstehen. Die Handlung ist alles andere als linear und logisch aufgebaut. Das macht ihn allerdings so spannend und fesselnd. Und die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen Naomi Watts und Laura Harring macht den Film aus meiner Sicht besonders sehenswert :-) Hier ein kleiner Vorgeschmack für euch:

Und da die Liebesgeschichte zwischen den beiden im Trailer doch etwas zu kurz kommt, hier noch ein kleiner Ausschnitt passend zum Thema dieses Beitrags:

Charlize Theron und Penelope Cruz in Head In The Clouds (Die Spiele der Frauen, 2004)

Head in The Clouds ist ein Drama, das in den 1920er Jahren spielt. Gilda (Charlize Theron) hat eine lesbische Affäre mit Mia (Penelope Cruz) .

Denise Richards und Neve Campbell in Wild Things (1998)

Aus dem Film Wild Things stammt eine der bekanntesten lesbischen Szenen eines Hollywood-Films.

Gina Gershon und Jennifer Tilly in Bound (Gefesselt, 1996)

Bound ist einer der bekanntesten Filme mit lesbischer Handlung, die aber angenehmerweise nicht die Haupthandlung im Film darstellt. Witzig finde ich die klischeehafte Darstellung von Hausmeisterin (*g*) Corky, eine frisch aus dem Knast entlassene (*g*) und tätowierte Lesbe, die weiße Unterhemden trägt und betont cool ist. Sie spannt ihrem Nachbarn Caesar, der für die Mafia arbeitet, dessen Freundin Violet aus.

Gina Gershon und Elizabeth Berkley in Showgirls (1995)

Und noch einmal Gina Gershon, diesmal ohne Hausmeisterbekleidung :-)

Ally Sheedy und Radha Mitchell in High Art (1998)

Syd (Radha Mitchell) ist eine junge Redakteurin bei der Kunstzeitschrift Frame. Als sie wegen eines Wasserschadens an ihre Nachbarwohnung klopft lernt sie Lucy (Ally Sheedy) kennen. Syd versucht, den Wasserschaden zu reparieren und bemerkt Lucys Fotografien. Von ihrer Arbeit begeistert, will sie ihre Bilder in Frame veröffentlichen. Es stellt sich heraus, dass Lucy niemand geringerer als Lucy Berliner ist, eine bekannte Künstlerin, die dem Kunstmarkt vor zehn Jahren den Rücken gekehrt hat. Syd ermutigt Lucy für den Titel der Zeitschrift eine neue Serie aufzunehmen. Lucy und Syd fahren gemeinsam aufs Land, wo Syd Lucys Geliebte wird.  Viel zu viel Drama für meinen Geschmack, aber man kann ihn sich wenigstens einmal ansehen.

Lucy Liu und Calista Flockhart in Ally McBeal

Patricia Charbonneau und Helen Shaver in Desert Hearts (1985)

Ein wahrer Klassiker unter den Lesbenfilmen. Der folgende Ausschnitt ist etwas lang, wer wenig Zeit hat kann gleich zu Minute 2:00 vorspulen :-)

Maria de Medeiros und Uma Thurman in Henry & June (1990)

Die Handlung von Henry & June basiert auf den Autobiographien von Henry Miller sowie auf den Erinnerungen von Anaïs Nin.

Lisa Ray und Sheetal Sheth in I can’t think Straight (2009)

Über I can’t think Straight habe ich im März schon berichtet.

Heather Graham und Jessica Stroup in Broken (2007)

Ich habe keine Ahnung worum es in Broken geht. Macht ja aber nichts, denn es spielen immerhin zwei schöne Frauen mit, die sich offensichtlich mindestens einmal küssen. Jessica Stroup spielt übrigens in der Beverly Hills 90210 Neuauflage “90210″ die Figur der Erin Silver.

Historical Lovely Saturday – Anita Berber

von Nadin

Neulich las ich im aktuellen Missy Magazine in der Rubrik „vor uns“ einen wunderbaren Artikel über die Tänzerin und Schauspielerin Anita Berber. Ich bin ohnehin ein Fan der legendären Zwanziger Jahren mit allen ihren flüchtigen Freiheiten und widersprüchlichen Persönlichkeiten. Umso faszinierender ist die Geschichte der Berber: Sie gilt als erste deutsche Nackttänzerin, Star der frühen Aufklärungsfilme und Ikone der lesbischen Subkultur im Berlin der frühen Weimarer Republik. Von Drogen und Alkohol gezeichnet starb sie mit nur 29 Jahren an TBC.
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Leo Lania: „Als Anita am Kurfürstendamm aus dem Auto stieg – Zobelpelz, Monokel im grell bemalten Gesicht unter rotem Haarschopf – blieben Passanten stehen, Huren liefen herbei, bildeten ehrfürchtig eine Gasse, durch die Anita ins Lokal stürmte.“

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Otz Tollen: „Sie wollen doch einen älteren Mann?“ – „Nun ja, mein Gott, aber eine junge Frau wäre mir lieber!“

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Zu sehen ist die Schauspielerin unter anderem im allerersten Homosexuellen-Film „Anders als die Andern“, in Fritz Langs berühmtem „Dr. Mabuse“ und in „Der Schädel der Pharaonentocher“:

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Berbers typische Kinorollen waren die Tänzerin, das gefallene Mädchen oder die Dirne und auf der Bühne gab sie eine Skandalshow nach der anderen.

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Leni Riefenstahl (!): „Ihr Körper war so vollkommen, dass ihre Nacktheit nie obszön wirkte.“

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Nein, das ist nicht Anita Berber, sondern ihr schwuler zweiter Ehemann Sebastian Droste. Zusammen tourten sie mit den Tanzprogrammen „Morphium“, „Cocain“, „Peitschentanz“ usw. Hier eine Szene aus “Tänze des Lasters, des Grauens und der Ekstase”:

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Klaus Mann: „Ich wurde mit dem Schicksal dieser rabiaten Frau und ihres sanfteren Gefährten [Berbers dritten Mann Henri] vertrauter. Sie stand, von ihrer Legende umwoben, inmitten einer grauenhaften Einsamkeit…Sie brauchte nicht nur den moralischen Skandal, sondern auch die körperliche Gefahr.“

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Der Künstlerin Charlotte Berend stand Anita Berber für einige Lithographien Modell:
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Schließlich setzte Otto Dix der Diva ein Denkmal ganz in Rot:
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Als Bonus gibt’s noch ein etwas reißerisches Mini-Portrait:

Moment mal, war da nicht Peaches’ „Boys wanna be her“ zu hören?!  ;-)

Die Zitate stammen aus Lothar Fischers Buch „Tanz zwischen Rausch und Tod. Anita Berber 1918 – 1928 in Berlin“. Die meisten Bilder sind von societyofcontrol.com.

Our Top Model

16. Juni 2009 von Charly  
Abgelegt in Entertainment, Featured

Preisfrage:
Was hat diese Frau mit den meisten von uns gemeinsam?

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Na? Ich weiß, es sieht auf diesem Foto nicht so aus, noch ein Versuch:

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Jetzt? Jaaa.
Nanna Grundfeldt heißt sie und ist das erste lesbische Model, das einen der gefühlt zwanzigtausend Ableger von Americas Next Top Model, Finnlands Next Top Model, gewonnen hat.
Und das alles mit einem charmanten Lächeln und einer gehörigen Portion queerness. Sie hat aus ihrer Sexualität zu keinem Zeitpunkt einen Hehl gemacht und zum Beispiel bei einem Photoshoot als passendes Wort über sich selbst dieses hier gewählt:

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und dazu selbst gesagt: “I’m so proud to be gay. I’m so lucky: I’m a woman and like women too!”

Inzwischen hat sie den Wettbewerb gewonnen, etliche hübsche Frauen alt aussehen lassen und selbst der Sponsor Bonaqua so verwirrt, dass dieser ihr mit ihrem Werbeplakat und dem darauf prangenden Text+Foto einen Tag zu Früh zum Sieg gratulierte.

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Aber was mich wirklich sicher macht, dass sie Potential hat, ist das hier.

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Du weißt, dass jemand ein lesbisches Top Model ist, wenn sie ohne Wimpern zucken solche Fotos zustande bringt.

Chapeau, Nanna, Kweens ist ein Fan von dir!

Und Heidi, falls du das hier liest. Wir möchten in der nächsten Germanys Next Top Model Staffel von sowas bitte ganz, ganz viel sehen! Danke.

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Mehr über Nanna auf der offiziellen Website von Finnlands Next Top Model und hoffentlich bald hier!

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