Round Up

3. September 2010 von Charly  
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Lang ist es her und was ist passiert?
Eine Menge. Vor allem, mal wieder, bei Lindsay Lohan. Weitere Neuigkeiten gibt es außerdem von Kate Moennig, Jane Lynch, Queen Latifah, The Real LWord, Rosie O’Donnell, Sam Ronsons Hund und und und…

▼Achja, die Lindsay. Die war inzwischen im Gefängnis, dann im Entzug und jetzt ist sie wieder draußen und will durchstarten. Erstmal mit Machete, wo sie ein kleine Rolle als Nonne hat und kurz über die Leinwand huschen darf. Zur Premiere von Machete vor ein paar Tagen war sie aber nicht eingeladen worden. Das kann einem ja fast leid tun.

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Aber sie hat ja genug zu tun, schließlich muss sie ihren neuen Film “Inferno“, in dem sie tatsächlich Linda Lovelace spielen wird, weiterdrehen.

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Schön auch, dass es in Inferno “sehr explizite” Szenen zu sehen geben wird. Wir erinnern uns wer Linda Lovelace ist und warum Deep Throat so ein Klassiker sein soll. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das überhaupt sehen möchte. Kann sie nicht noch einen Film mit einem sprechenden Auto drehen? Bitte?

▼ Wo wir bei gerade Autos sind, welch Übergang, da gibt es ja noch den Autounfall in Form einer Serie:
The Real LWord.

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Gut, ja. Ich habe es gesehen. War es schlecht? Ja. Aber wie das bei einem guten Autounfall auch so ist - man kann einfach nicht weggucken.
Und es macht einen traurig. Für lange, lange Momente, schämt man sich für sein eigenes Geschlecht und vielleicht sogar für die eigene Sexualität. Aber gut. Ich möchte euch diesen Spaß nicht vorwegnehmen, vor allem nicht die “unglaublich erotische” Strap-On Szene.  Rosie O’Donnell hat es perfekt ausgerückt, als sie meinte, dass sie in ihrem Leben nie Lesben getroffen hat, die so sind und dass sie keine von ihnen überhaupt erst für lesbisch gehalten hätte. Naja, bei manchen kann man vor lauter Botox eben das Gesicht nicht mehr erkennen…das passiert.

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▼ In related News: Rosie O’Donnell wird eine neue Talk Show auf dem Oprah Winfrey Network bekommen. Irgendwann 2011.
Oprah hat einen Fernsehsender? Wow! Man lernt nie aus.
Und: Grats, Rosie!
Wer mehr Rosie und mehr Real LWord will, sollte schnell zu den Mädels von Autostraddle rüber und sich ein Interview von Rosie Radio mit Whitney, aka the dreadlock Shane, von The Real LWord anhören.
(Thx Tesi!)

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▼ Wo wir schon kurz bei Shane waren. Wusstet ihr, dass Kate Moennig eine Cousine von Gwyneth Paltrow ist? Mir war das zumindest neu. Und schauspielern darf sie auch bald mal wieder und zwar in der nächsten Staffel von Dexter. In einer Folge, als Tattoowiererin. Spannend. Ob sie wohl stirbt? Aaaach bei Dexter stirbt ja keiner…

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▼ Queen Latifah war im Urlaub. Und zwar nicht einfach im Urlaub, sondern mit irgendeiner Frau!!
Okay:
1. Nur weil eine Frau mit einer anderen Urlaub macht, ist sie nicht zwangsweise lesbisch.
2. Ja, es gibt seit Ewigkeiten Gerüchte über Queen Latifah, aber sie hat auch klar gemacht, dass sie nicht über ihr Privatleben reden möchte.
3. Ja, sie küsst ihr die Schulter und hat eine Hand an ihrem Hintern, aber hey: Lasst die Frau in Ruhe Urlaub machen.
Nur, weil jemand berühmt ist, heißt es noch lange nicht, dass man out und ein “gutes Beispiel” sein muss. Wir erinnern uns da kurz an Anne Will. Und deshalb gibt es die Bilder jetzt nicht hier. Wer will, kann sie sich hier angucken.
Weiter im Text.

▼ Jane Lynch! Für die läuft er gerade richtig gut. Vor ein paar Tagen bekam sie einen Emmy für ihre Rolle als Sue Sylvester in der Serie Glee. Wohl verdient, muss man dazu sagen. Und ihre Dankesrede war herzerwärmend.

Am 8. Oktober wird sie schließlich “Saturday Night Live” hosten und auch da wieder ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellen können. Wie schon im Opening der Emmys. Mit Jimmy Fallon. Und Tina Fey. Und den Gleekids. Und John Hamm. Und Betty White.

▼ Diesen Sommer gab es ausserdem eine nette, kleine Serie auf dem amerikanischen Sender abc family, namens Pretty Little Liars. Das Ganze ist eine Mischung aus Veronica Mars und “Ich weiß was du letzten Sommer getan hast”, sprich: recht amüsant. Mit von der Party ist Shay Mitchell als Emily Fields. Und die gute Emily hat, abgesehen davon, dass sie und ihre Freundinnen alle ein “ganz furchtbares Geheimnis” teilen, auch noch große Probleme mit ihrer eigenen Sexualität.

Viele finden Emily langweilig, ich finde sie ganz sympathisch. Muss ja nicht immer gleich in O.C. California artige Zustände ausarten. (Na? Wer erinnert sich noch dran?)
Wann und ob Pretty Little Liars hier irgendwann läuft, konnte ich leider noch nicht herausfinden.

▼ In einem Trailer Galore Post über “Never let me go“, habe ich bereits angekündigt, dass sich Keira Knightley und Carey Mulligan ja angeblich in diesem Film küssen werden. Ich fand das zu dem Zeitpunkt schon völlig an den Haaren herbeigezogen. Jetzt wurde ein Clip veröffentlicht, in dem, so vermute ich, dieser “Kuss” zu sehen ist:

Das ist kein KUSS, das ist ein Schmatzer oder “Bussi” oder was weiß ich! Ein WANGEN-Kuss! Also manchmal, Leute…

▼ In einem anderen Film, wird dann wohl richtig geknutscht: Slip Away.
No Pun intended. Mehr Infos dazu gibt es auf der offiziellen Website zum Film, die ehrlich gesagt noch nicht soviel hergibt.
“Salena and Jane, tangled in a web of desire.”
Haben Whitney und ihr Strap-On Sammlung einen Gastauftritt? Dann guck ich mir den vielleicht an.

▼ Die Outings dieser Round Up-Edition:
Sara Gilbert und Vanessa Carlton. Nicht miteinander und auch nicht in dieser Reihenfolge.
Vanessa wer? Na, Vanessa Carlton! Die, die irgendwann im letzten Jahrzehnt ein relativ erfolgreiches Album hatte und jetzt nach Urzeiten doch wieder ein neues rausbringen will! Da ist natürlich das erste, was für uns von Interesse ist, ihre sexuelle Orientierung, ganz klar!

“I’ve never said this before, but I am a proud bisexual woman,” she announced to a crowd of 18,000″

Wow, good for you! Fast so schön wie Anna Paquins Outing als bi vor einiger Zeit. Kurz nachdem sie geheiratet hat. Da kann ihr dann ja auch nichts mehr “passieren”, mh?
Achja und Sara Gilbert hat sich als lesbisch geoutet.

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Jetzt müsste ich mich nur noch für Sara Gilbert interessieren und nicht sofort gruselige Roseanne-Flashbacks bekommen.

▼ Hab ich wen vergessen? Achja, Samantha Ronsons Hund. Eine Bulldogge namens Cadillac. Der hat nämlich den Nachbarhund, einen kleinen, unschuldigen, weißen Malteser, zu Tode gebissen. Und die Besitzerin verletzt. Ein Akt lesbischer Eifersucht oder nur eine kleine Tragödie?

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Die ganze Angelegenheit ist jetzt vor Gericht gezogen und in drei oder vier Monaten wissen wir dann auch, ob Samantha Roson mit einer Geldstrafe davonkommt, nie wieder Hunde besitzen darf oder ob ihr Hund eingeschläfert werden muss. Todesstrafe für Hunde, wow. Stilvoll, wirklich.
Außerdem sind kleine Hunde gar nicht so unschuldig wie sie aussehen. Meine Jack Russel Hündin zumindest, hat es mit jedem Hund, egal wie groß, aufgenommen und hätte bestimmt auch gewonnen, wenn ich sie nicht immer vorher vom Nacken des anderen Hundes weggezogen hätte.

▼ Und zum Abschluss zeig ich euch noch ein kleines Video mit Kristen Stewart, in dem sie die Frage beantwortet, wer denn nun von allen, die sie geküsst hat, der beste Küsser war.

Just kidding. Ha!

Ein schönes Wochenende, wünsch ich euch.

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Salt

19. August 2010 von Charly  
Abgelegt in Entertainment, Featured, Film

Manchmal ist das Leben doch gemein. Da musste ich gerade erfahren, dass Angelia Jolie gestern in Berlin war. Und dann auch noch genau zu dem Zeitpunkt an dem Ort, am dem ich auch war. Nur bin ich eine Straße vorher abgebogen und habe somit den Presse- und Menschenauflauf nicht sehen können, der sich um Angelina gescharrt hat, als sie gestern ihren neuen Film Salt präsentierte. Vermutlich ist es Schicksal (nicht) und wie ich mich kenne, hätte ich den Pulg von Menschen ohnehin gemieden. Trotzdem habe ich mich, nachdem ich diese fast schon tragischen Nachrichten gehört habe, beschlossen ganz kurzfristig doch noch einen kleinen Post über Salt zu schreiben.

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Gut. Ein Agentenfilm. Agentenfilme sind potentiell immer ganz gut, vor allem wenn sie sich nicht um einen Mann, sondern eine Frau drehen. In diesem Fall sogar einen Schläfer. Und wenn man, wie wir “Zivilisten”, ja keine Ahnung hat, ob das, was die Agenten da alles so faszinierendes anstellen, wirklich möglich ist, kann man bei solchen Filmen ja auch ganz einfach Realitätsflucht betrachten. Und nebenbei Angelina anschmachten. What is not to love?

Dem Trailer nach zu urteilen, sieht das nach einem Fest mit viel Stunts, Action, wirrer Story mit vielen Twists und einer sehr großen Portion Angelina aus. Und wie wir Hollywood kennen, wir das ganze sicherlich auch noch fortgesetzt.

Ein wenig erinnert die Story um die enttarnte Agentin dann fast schon an die “Spitzelaffäre” diesen Sommer zwischen den USA und Russland. Aber nur ein ganz kleines bisschen.

In dem Interview, das sie gestern in Berlin gegeben hat, hat sie außerdem schmunzelnd erzählt, dass Brad Pitt sie in Uniform nicht küssen wollte, die Frauen jedoch plötzlich heftig mit ihr flirteten.
Ach, noch mehr als sonst?

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Salt läuft heute in den deutschen Kinos an. Ich bin dann mal meine Kinokarte kaufen.

Quelle
spiegel.de

Magazines to discover #1 Hugs and Kisses

16. August 2010 von Nadin  
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Wer gern unterhaltsame Magazine liest, sich aber ungern von angepasster Massenware verdummen lässt und noch dazu einen feministischen Anspruch oder zumindest weibliche Präsenz erwartet, hat im Presseshop nicht viel Auswahl. (Mainstream-Lesbenmedien spare ich hier aus, sie sind ohnehin sehr rar gesät.) Gelegentlich stößt man auf einige amerikanische Zeitschriften wie Nylon, die “Frauenthemen” mit Selbstbewusstsein und Popkultur verbinden. Solche unabhängigen Publikationen wie Bust, VenusZine und Co. sind aus der GrrrlZine-Kultur der 90er hervorgegangen und optisch auf das Niveau bekannter Mode- oder Musik-Magazine gestiegen. Dieses Konzept wurde hierzulande vor zweieinhalb Jahren hochlobenswert und erfolgreich vom Missy Magazine übernommen.

Abseits dieser Nischen lassen sich mit etwas Geduld weitere Perlen der Magazin-Kultur entdecken. Man bezeichnet sie als Zines oder als “independent pop culture magazines” und erhält sie in ausgewählten Geschäften oder Veranstaltungsorten. Indem ich mir langsam den Weg durch das Land der abseitigen Printprodukte bahne, möchte ich an dieser Stelle regelmäßig neue Funde, Wiederentdecktes und Hervorhebenswertes präsentieren. Bevorzugt sollen Hefte mit lesbischen/queeren/feministischen/kritischen/künstlerischen Inhalten präsentiert werden.

Den Anfang macht ein deutschsprachiges Magazin aus Hamburg:

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Diese erste Ausgabe von Hugs and Kisses erschien im Oktober 2007, bisher folgten - halbjährlich - fünf weitere. Der schöne Untertitel “tender to all gender” ist nicht nur ein Wortspiel, sondern verweist auf das Anliegen, hier ein im Wortsinn queeres Magazin vorzugelegen. Man distanziert sich von Labels und Geschlechternormen ebenso wie vom modischen Gebrauch des Wortes “queer”, wo oft eher schwul und/oder lesbisch stehen müsste. Dieser Ansatz spiegelt sich in den Portraits, Interviews, Reflexionen  und Rezensionen wider. Neben dem jeweiligen Schwerpunkt gibt es Artikel zu gesellschaftspolitischen und kulturellen Themen - von Pop über Party bis zu Postporn und politischer Theorie. Das Vereinende der Texte ist die radikale Offenheit für Lebensentwürfe aller Art, was Selbstkritik einschließt. Gleichzeitig sind Illustrationen und Fotostrecken ein fester Bestandteil der Hefte - hier Beispiele aus Issue 2  zum Thema Queer Burlesque:

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photos by Emily Jouvet
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Nach einer Queer Cinema-Ausgabe ist die aktuelle Nummer 6 mit dem Schwerpunkt Queere Feminitiäten hier für 4 Euro erhältlich. Diesmal werden Tunten, Femmes, weibliche Drag Queens u.a. portraitiert und Klischees innerhalb der Szene hinterfragt. Dazu gibt es Fotos aus dem Buch Femmes of Power des “gender variant visual artist” Del LaGrace Volcano. Absolut empfehlenswert sind auch der Artikel über die Berliner Aktivismus-Gruppe “Fight Lookism” und das Gespräch zwischen Cindy Wonderful (Scream Club) und God-des and She über lesbischen Hip Hop. Das Reinblättern lohnt sich! Und im Oktober kommt schon das nächste Hugs and Kisses.

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Blick in die 3.Ausgabe

Musicvideo Mittwoch – Kat Frankie

4. August 2010 von Nadin  
Abgelegt in Entertainment, Featured, Musicvideo Mittwoch, Musik

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Nicht lang ist es her, da war die seit sechs Jahren in Berlin lebende Australierin noch eine Entdeckung und das Highlight der Doku BerlinSong. Inzwischen hat Kat Frankie nicht nur unzählige Konzerte mal mit Band mal solo gegeben, sondern war auch bei allen guten Radiosendern zu hören. Jetzt kann man sich auf das zweite Album The Dance Of A Stranger Heart freuen, das am 3. September erscheint, und als Vorgeschmack dieses kunstvolle sepiafarbene Video genießen:

Kat Frankie - Love Me

Glück hat, wer diesen Monat in Bremen ist: dort spielt sie am 27. for free!

Weitere Termine, Infos und Links auf http://www.katfrankie.com/

(Photo by Francesco Brigida)

Update:

Das Missy Magazine bietet den Song jetzt exklusiv als kostenlosen Download an.
Danke Missy!

Memories of an American Dyke – Drei autobiografische Romane

1. August 2010 von Nadin  
Abgelegt in Entertainment, Featured, Literatur

Zu den Klassiker der lesbischen Literatur zählen nicht wenige autobiographisch inspirierte Romane – man denke nur an Rita May Browns „Ruby fruit Jungle“ oder vielleicht an „Salz und sein Preis“ von Highsmith und ganz klar an „Stone Butch Blues“. In der Tradition unserer Sommerlektüretipps empfehle ich an dieser Stelle drei strand- wie regenwettertaugliche Memoiren ganz unterschiedlicher Amerikanerinnen.

Eileen Myles: Cool for you (2000)

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Auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin 2005 erlebte ich im Schwarzen Café den Auftritt einer Dichterin – Literaturprofessorin, grauhaarig, 55 und unglaublich cool. Ich erinnere mich z.B. an „Each Defeat“:
Each Defeat
Der Sound ihrer Gedichte ist auch im auf Erinnerungen basierenden „Cool For You“ zu finden. Der Roman beschreibt ebenso ehrlich wie fesselnd den Ausbruch eines toughen Mädchens, das Bostoner Arbeiterschicht und Katholische Schule gegen New York und ein freies Leben für die Poesie tauscht. In einer Folge von Ups und Downs, schlechten Jobs und Unsicherheiten liest sich Myles Leben, als wär man direkt dabei und hätte dennoch Spaß.

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(Wem der Name der in Deutschland unveröffentlichten Autorin bekannt vorkommen sollte, höre sich nochmal „Hot Topic“ von Le Tigre bis zum Ende an.)

Audre Lorde: Zami. A New Spelling of My Name - A Biomythography (1982)
(deutsch: Zami. Ein Leben unter Frauen)

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Ebenfalls Gedichte schrieb Audre Lorde, die sich selbst als „a black lesbian feminist mother poet warrior“ etikettierte. Jahrzehntelang engagierte sich Lorde u.a. in vieldiskutierten Essays gegen Rassismus, Misogynie und Homophobie, bis sie 1992 an Krebs starb. Zuvor verarbeitete Lorde die spannende Geschichte ihres Lebens in einem poetischen Text voller mythologischer und historischer Bezüge. „Zami“ (ein karibisches Wort für die Freundschaft und Liebe zwischen Frauen) erzählt von der Kindheit in Harlem, ersten erotischen Erlebnissen und dem Weg zu einer selbstbewussten Identität. Nebenbei vermittelt der Roman ein lebendiges Bild der New Yorker Subkultur der 50er Jahre. Definitiv ein Buch zum Wiederlesen.

Alison Bechdel: Fun Home: A Family Tragicomic (Graphic Novel, 2006)
(deutsch: Fun Home: Eine Familie von Gezeichneten)

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Derweil ich mich durch den Sammelband „The Essential DYKES TO WATCH OUT FOR“ lese, darf hier die erstklassige graphische Autobiographie von Alison Bechdel nicht fehlen. Die Kult-Comic-Reihe ist seit über 20 Jahre erfolgreich und hat eine nützliche Film-Faustregel hervorgebracht:

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Mit „Fun Home“ hat Bechdel sich nun als ernstzunehmende Schriftstellerin erprobt – und viel Lob seitens der Kritik erhalten (was nicht zuletzt wohl den reichlichen Referenzen an die große Literatur zu verdanken ist). In zart kolorierten Bildern wird hier eine melancholische, witzige, kluge Coming-of-Age-Geschichte erzählt und vor allem von einem ambivalenten Vater-Tochter-Verhältnis.

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Nach dem Tod des Vaters versöhnt sich die Tochter rückblickend mit ihm, ihrer Kindheit, ihrem eigenen Leben. Nach diesem mitreißenden Meisterwerk wird niemand mehr behaupten, Graphic Novels seien keine „richtige Literatur“.

Apropos Memoiren: Wie Patti Smith über ihr Leben mit Robert Mapplethorpe und das New York um 1970 berichtet, erhebt „Just Kids“ zu einer der besten Buch-Veröffentlichungen des Jahres! Poetinnen (und Zeichnerinnen) schreiben eben die besten Romane ;-)

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