Musik

Musik-Mittwoch: Blondie – Pollinator

3. Mai 2017

Nachdem es letzten Mittwoch immerhin zurück in die 90er ging, geht es heute um wahre Rockveteranen: Blondie veröffentlichen diese Woche ihr bereits elftes Album. Dass sie im Laufe von vier Jahrzehnten mächtig Einfluss nahmen auf Generationen von Musiker*innen, haben sich Debbie Harry & Co. zunutze gemacht und sich veritable Blondie-Songs von Leuten wie Sia, Charly XCX oder Johnny Marr schreiben lassen. Das macht die Platte richtig frisch und abwechslungsreich. Den super eingängigen Opener Doom Or Destiny schrieben Chris Stein und Debbie Harry aber selbst, ganz wie in alten Zeiten, bei der Aufnahme sprangen dafür keine Geringen als Joan Jett und Laurie Anderson ein.

Von alten Zeiten großer Rockshows war sonst wenig zu spüren beim Clubkonzert, auf dem Blondie ihr neues Album sehr exklusiven Berliner Gästen (Hunderte warteten erfolglos vorm Berliner Schwuz) und vor allem dem Publikum des deutsch-französischen Kultursenders vorstellten. Zwar wurde nicht jeder Ton getroffen, fast 90 Minuten sprühten die 70+-Rocker aber vor Elan. Ein kompletter Mitschnitt des Konzerts steht derzeit in der arte-Mediathek zur Verfügung. Dort seht ihr auf jeden Fall mehr von Debbie als die Mehrheit der Anwesenden – von deren Mix aus Anzugträgern, Filmsternchen, Pressegästen und ein paar echten Fans ihr ebenfalls einen Eindruck bekommt. Erst hier habe ich auch die Message auf Debbies Cape erkannt: Stop fucking with the planet. Word!

Schon im Februar habe ich euch den spacigen Musik-Clip zu Fun präsentiert, der in einer multisexuellen Party gipfelt. Ein neues Musikvideo gibt es heute sogar noch obendrauf: das lässige Filmchen zum Song Long Time, in dem sich Blondie poiniert selbst zitieren und Splitter aus ihrem Klassiker Heart Of Glass sampeln.

 

Musikvideo-Mittwoch: Blondie – Fun

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