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Ready to be strong? 20 Jahre Buffy

10. März 2017

Buffy ist doch tatsächlich heute 20 Jahre alt geworden. Ich feiere dieses Ereignis schon seit einigen Tagen mit einem erneuten Buffy-Marathon und fiebere meinen liebsten Momenten eifrig entgegen. Aufregen über die schlimmsten Momente kann ich mich allerdings auch heute noch wie beim ersten Mal.

Über die feministische Seite Buffys wurde viel geschrieben und ihre Monologe (besonders die bissigen, meist an Vampire gerichteten „puns“) bleiben relevant. Und cool. Am liebsten erinnere ich mich, wie auch Clementine Ford, immer noch an ihre Ansprache an die potentiellen Jägerinnen.

So here’s the part where you make a choice: What if you could have that power … now? In every generation, one slayer is born … because a bunch of men who died thousands of years ago made up that rule. They were powerful men. This woman is more powerful than all of them combined. So I say we change the rule. I say my power … should be our power. Tomorrow, Willow will use the essence of the scythe to change our destiny. From now on, every girl in the world who might be a slayer … will be a slayer. Every girl who could have the power … will have the power … can stand up, will stand up… every one of us. Make your choice. Are you ready to be strong?

Zu den kritikwürdigsten Momente zählt zum Beispiel der (zurecht) nicht sonderlich beliebte Boyfriend Riley und sein ‚Because I’m so in love with you I can’t think straight‘-Verhalten. Aber besonders kontrovers und oft diskutiert ist die versuchte Vergewaltigung Buffys durch Spike in der 19. Folge der sechsten Staffel. James Marsters selbst hat einiges zu sagen über diese Episode.

The thinking I think was that since Buffy was a superhero and completely capable of pushing Spike through a wall that it was kind of the same thing, and you could flip the sexes. My argument was that, actually, when anyone is watching Buffy, they are Buffy. That’s the vicarious experience that we’re offering. And so the audience, especially the female audience, they are not superheroes, but they are Buffy. And so I’m attempting to rape them. And that doesn’t quite work so well. (Interview)

Zum Glück gab es auch Willow und Tara, für mich immer noch eines der schönsten Liebespaare der Fernsehgeschichte und bestimmt das erste lesbische Pärchen, das ich auf dem Bildschirm gesehen habe. Wer hatte diese Entwicklung schon kommen sehen – wobei es den ein oder anderen Hinweis doch gegeben hat.

Dass die Willow/Tara Storyline komplexer war, als sie den Anschein hatte, sah auch Amber Benson so und erklärt, warum die körperliche Seite ihrer Beziehung ausgespart blieb, natürlich nicht ohne zu erwähnen, dass wir dennoch genau wussten, was Sache war. Wir erinnern uns besonders an die Musicalfolge – you make me com – plete!

Well, it really wasn’t us; it was the network. They really were anti-showing anything. Just to get the kiss in The Body was like pulling teeth. Literally, I remember Alyson and I being like, “Spike and Buffy are shtupping on a gravestone, seeing everything… (Interview)

Eine weitere Besonderheit von Buffy ist meines Erachtens nach, wie fast prophetisch Joss Whedon doch war, als er den misogynen Warren ins Spiel brachte, der den heutigen Internettrolls in nichts nachsteht. Letztlich war sogar schon Folge 8 der ersten Staffel, I, Robot… You, Jane, recht hellseherisch, verliebt sich Willow doch in einen Jungen online, der sich dann als Dämon entpuppt.

Braucht es noch mehr Gründe, um die alten Buffy DVDs wieder herauszukramen und ein Bingefest zu starten?

Ich bin dann auch mal wieder vor der Flimmerkiste und warte ungeduldig auf Faith!

 

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