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Magazines to discover: Libertine

15. Februar 2016

Libertine
Die Missy hat Gesellschaft bekommen. Die Libertine ist da und „In Love With Women.“ Ein neues queeres Frauenmagazin also, das musste ich mir anschauen.

Das Layout kommt zwar ein wenig gewagt daher, da so etwas aber bekanntlich Geschmackssache ist und vielleicht auch eher nebensächlich, will ich mich nicht weiter daran stören.

Inhaltlich überzeugt mich die erste Ausgabe durchaus, obwohl schon der erste Artikel sehr ambivalente Gefühle hervorrief. Diana Kinnert, eine junge lesbische CDUlerin tritt für die Öffnung der Ehe ein und erklärt, warum die Ehe für alle kommen wird. Davon, dass mir die Ehe als Konzept nicht passt, konnte mich der Artikel nicht abbringen, eine clevere und interessante Politikerin der CDU kennen zu lernen, war dennoch spannend.

Titelthema der ersten Ausgabe ist die „Freiheit!“ Es wird unter Anderem über lesbische Muslima berichtet und im Besonderen auch über weißen, westlichen Feminismus gesprochen. Hengameh Yaghoobifarah, uns schon bekannt aus der Missy und von der Mädchenmannschaft, begegnet uns hier wieder. Ungemein berührend ist die Geschichte von Jouanna Hassoun. Sie kümmert sich in Berlin um queere Flüchtlinge.

Obwohl ich auf Produkttests und Yogaberichte sehr gut verzichten könnte, überzeugt Libertine mit tollen Interviews und super Film- und Musik-Tipps. Ganz besonders gefreut hat mich selbstverständlich der Bericht über Cat Power.

„Schon seit Jahren hege ich den Wunsch, ein Magazin zu gestalten, durch das ein freier Geist weht, das weder Etiketten verteilt noch seinen Leserinnen erklärt, wie sie zu sein haben.“ – Juliane Rump

Das ist ihr gelungen. Also ab in den Kiosk!
Oder gleich ein Abo bestellen.

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