Filme Lovely Saturday Musik

Lovely Saturday: 100 Jahre Edith Piaf

19. Dezember 2015

Édith_Piaf_cc_1962

Édith Giovanna Gassion wurde genau heute vor hundert Jahren geboren. Fünfzehn Jahre später stand sie als Straßensängerin in wenig vornehmen Vierteln von Paris. Dort entdeckte sie der Barbesitzer Louis Leplée, gab ihr den Spitznamen „la môme piaf“ (etwa: frecher Spatz) und stellte sie auf die Bühne. Ihre steile Karriere führte sie um die Welt; ihre Liebesbeziehungen zu Männern und Frauen waren ebenso turbulent. Wer ihre schmalen Memoiren Mein Leben liest, spürt die wahnsinnige Energie in dieser kleinen Person und wie hochemotional ihr ganzes Erleben war. Wer genau wissen will, wen sie alles traf und liebte, kann in der ein oder anderen dicken Biografie nachlesen.

„Wenn ich tot bin, wird man schon so viel über mich geredet haben, dass schließlich niemand mehr weiß, wer ich wirklich war.“ (x)

Was sie unvergesslich macht, sind vor allem natürlich ihre schwungvollen Lieder, die meist von ganzen Orchestern begleitet wurden. Das französischste aller Instrumente durfte dabei auch nicht fehlen.

Für die passende Stimmung nun eines ihrer vielen französischsprachigen Chansons (neben wenigen englischen): La vie en rose!

Eine ganzes Konzert der Piaf kann man hier genießen – inklusive Je ne regrette rien aus der Feder von Charles Dumont, das als spätes Lied der Piaf ihr berühmtestes werden sollte.

Was den Videos fehlt, bekommt man aktuell auf diversen Special Editions: ordentlich remasterte Versionen ihrer Aufmahmen in neuen Best-of-Zusammenstellungen.  Zum Gedenktag hat man sich bei Warner Music besonders inspirieren lassen – zum verspielten 20-Disc-Boxsets 100ème Anniversaire mit Pop-up-Booklet. Hier bekommt man reichlich mehr als die Handvoll weltbekannter Chansons.

Edith-Piaf-Glamshots-20xCDBox-2-px400

Wirklich hübsche Hommage. Da ist selbst Edith sprachlos.

Edith-Piaf-Montmartre sur Seine de Georges Lacombe avec Edith Piaf et Henri Vidal en 1941- copyright Rue des ArchivesRDA -px700-header

Unfassbar schön und mitreißend ist auch das Oscar prämierte Biopic La vie en rose/La môme mit Marion Cotillard als Piaf – und Syilvie Testud als eine ihrer Liebhaberinnen. Vielleicht erinnert ihr euch gerade durch diesen Film an die stürmische Diva.

Für Fans des Film und des Glamours an sich, gibt es in Berlin derzeit ein besonderes Highlight: Im Filmuseum am Potsdamer Platz zeigt die Deutsche Kinemathek gerade in der Ausstellung Best Actress – Oscars®. Rollen. Bilder neben vielen anderen Schauwerten ein original Kostüm und ein von der Preisträgerin Cotillard signiertes Plakat.

BestActressCotillard

Vive la Piaf!

Zu guter Letzt gratuliert noch Marlene ihrer Busenfreundin Edith…

… let them both rest in queer heaven!

Fotos ©  Rue des Archives/RDA, Warner Music Entertainment

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar