Filme Lovely Saturday

Lovely Saturday – Rooney Mara

12. Dezember 2015

RooneyTherese

Nicht nur wir Kweens sind ganz verrückt nach Carol, überall Lobenshymnen, Jahresbestenlistenplätze und nun fünf Golden Globe-Nominierungen. Zurecht himmelt alle Welt (wieder einmal) Cate Blanchett an. Wer mich jedoch am meisten überraschte, war Rooney Mara, bei der als Therese Belivet wirklich jeder Blick, jede Geste stimmt und die viel gepriesene Chemie zu Cate erst…

Da ist es auch irrelevant, dass sie ähnlich wie Cate für den Part zehn Jahre zu alt war. Rooney bringt neben ihrem schauspielerischen Talent ihre faszinierende Ernsthaftigkeit mit, die sie auch in Interviews ausstrahlt und die nur manchmal vom bezaubernsten Grübchenlächeln gebrochen wird. Hier erklärt sie, warum ihre Beteiligung an Carol die denkbar beste Erfahrung für sie war und ist.

Gleich bei der Uraufführung in Cannes gab es die Goldene Palme für die beste Darstellerin. Vergleiche mit Legenden wie Audrey Hepburn fallen regelmäßig. Globe und Oscar sind in Reichweite. Niemand könnte das Ganze gelassener nehmen als Rooney.

Nachdem sie als Girl with the Dragon Tattoo in der Neuverfilmung des ersten Millenium-Thrillers schon für Aufmerksamkeit gesorgt hatte, wurde sie noch nicht zum großen Star. Dafür gibt nur eine Erklärung:

Tatsächlich war ihre Rolle als (zweite) Lisbeth Salander 2011 wenig fürs glamouröse Rampenlicht geeignet – zudem hat Rooney in der Starmaschine einfach nicht mitgespielen wollen.

Als Erinnerungsstück an die Rolle behielt sie übrigens einen „Pelz-Bikini“ aka Merkin, womit sie Conan damals ein wenig aus dem Konzept brachte:

Ihre Rollen sind weit entfernt von Divenauftritten. Mit Side Effets spielte Rooney 2013 erneut einen gebrochenen Charakter…

… in The Social Network nahm sie kein Blatt vor den Mund.

Spielt sie doch mal in einer Komödie wie The Winning Season (2009), erkennt man sie kaum wieder.

Zuletzt hatte sie ein Händchen dafür, in kontroversen Filmen aufzutreten. Dieses Jahr, in dem sie 30 Jahre wurde, war sie schon im brasilianischen Drama Trash zu sehen …

… und als viel diskutierte white-washed Tiger Lily in Pan:

Wenig überraschend landete sie gerade (erneut!) in der New York Times-Reihe der besten schauspielerischen Leistungen, die jährlich mit Kurzfilmen gefeiert werden. Im Martial Arts-inspirierten Clip von Daniel Askill trotzt sie der Schwerkraft:

 Eine kleine Erinnerung daran, wie beeindruckend Mara schon vor 4 Jahren war:

Die Maras haben das einfach in den Genen…

 

Nun freut euch: Carol startet am kommenden Donnerstag, dem 17. Dezember, endlich in den deutschen Kinos und läuft bis dahin schon auf diversen Previews, zum Beispiel bei Mongay oder der L-Filmnacht.

Most pics via Playingwiththequirrels

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