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Lovely Saturday – Jessica Raine

28. November 2015

ctmw

Eine sehr sympathische britische Schauspielerin ist seit heute wieder im deutschen Fernsehen zu sehen. In Call the Midwife spielt Jessica Raine die Hebamme Jenny Lee, die im London der 50er Jahre in einem Konvent mit Nonnen und anderen Krankenschwestern zusammen arbeitet.

Selbst wenn man kein großer Fan von Babies ist, bewegt die Serie mit guten Storylines und kann einer mehr als einmal die Tränen in die Augen treiben. Die im Konvent versammelten unterschiedlichen und faszinierenden Frauen, die einem sehr schnell ans Herz wachsen, sind eine der größten Stärken von Call the Midwife. Besonders die von Miranda Hart verkörperte Krankenschwester Chummy wird schnell zur Favoritin, auch wenn Raines Charakter immer im Fokus bleibt.

Inspiriert wurde die Serie vom gleichnamigen Roman und seinen zwei Folgebänden von Jessica Worth. Originalzitate der Büchern werden von Vanessa Redgrave alle Episoden durch im Original über die Folgen gelegt.

Nach drei Staffeln hat Raine sich allerdings von der Serie verabschiedet und anderen Projekten zugewandt.

After filming, I can’t wait to shake off all that ’50s primness. I’ll go out to a gig and dance ridiculously. I love to lose myself in music. Just letting go – it’s dead important.

Zwischendurch war Raine in der Theaterproduktion Roots zu sehen, worüber sie hier ein wenig redet…

You have that moment just before you go on – I’ve had it in every play – where you just kind of want to run away. There’s a whole audience, and they are waiting outside, and you’re like, ‚Why am I doing this again? Why? Why?‘

In ihrem BAFTA-Interview plaudert sie ein wenig über die Anfänge ihrer Karriere und über Filme, die sie beeinflusst haben. Spoiler: Darunter ist kein 50er Jahre-Klassiker.

You know that book ‚Quiet: the Power of Introverts in a World That Can’t Stop Talking‘, by Susan Cain? That’s like my manifesto. The older I get, the more I think I could be a hermit.

Doctor Who hat Raine gleich doppelt mitgenommen: In Hide, der zehnten Folge der siebten Staffel, spielt sie Emma, eine Empathin, die am Ende dem Doctor und einer sehr entfernten Verwandten das Leben rettet. Und das obwohl sie dem Doctor nicht über den Weg traut.

In An Adventure in Time in Space wird es danach meta: Sie verkörpert Verity Lambert, eine der Gründerproduzentinnen der Serie selbst. Nicht nur das: Lambert war die jüngste und die einzige Produzentin, die in den 60ern für die BBC gearbeitet hat.

In herzzerreißenden zwei Stunden, die auch Nicht-Whovians gefallen dürften, kann man ihr dabei zusehen, wie sie eine Serie mit einem eigentlich lächerliches Konzept aus dem Boden stampft und zu einem landesweiten Erfolg macht. Der bis heute anhält.

Whovians sollten allerdings die Taschentücher nicht weit weglegen, wenn denn die Tränen erstmal kommen.

Zuletzt war Raine in der Agatha-Christie-Serie Partners in Crime zu sehen, in der sie mit ihrem Mann zusammen Kriminalfälle löst. Selbstverständlich ist sie als Tuppence die treibende Kraft dabei.

Neben Partners in Crime fand sie jüngst Abwechslung zum Kostümgenre in der düsteren Krimiserie Fortitude. In Wolf Hall ging es als Jane Rochford dann jedoch direkt wieder „unter die Haube“.

Was die Zukunft für Raine bereit hält, bleibt abzuwarten. Ich freue mich zumindest auf jedes Kostümdrama, bei dem sie wieder dabei ist.

An Adventure in Time and Space, Doctor Who sowie Call the Midwife sind auf Netflix abrufbar.

Die dritte Staffel von Call the Midwife läuft seit heute Samstagmorgen bei ZDFneo und erscheint im Dezember auf DVD.

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