Lovely Saturday Serien

Lovely Saturday – Jane the Virgin

10. Oktober 2015

Von allen Serien, die ich in den letzten Jahren gesehen habe, hat mich keine so überrascht wie Jane the Virgin. Das mag unter anderem daran liegen, dass ich mich noch sehr genau daran erinnere, wie ich die erste Presseankündigung zur Serie gelesen habe. „Aus Versehen inseminiert“ und „Telenovela-Stil“ klangen für mich gar nicht nach verlockender Serienkost. Was soll ich sagen, auch ich liege manchmal falsch, denn Jane the Virgin stellte sich als wirklich süße, aufgeschlossene und interessante Serie heraus. Der Trailer fasst das Ganze gut zusammen:

https://www.youtube.com/watch?v=bgDz0s7xw8A

Long story short: Jane ist Jungfrau, wird von der Ärztin Luisa aus Versehen mit dem Sperma von Luisas Bruder inseminiert. Ihr Bruder Rafael ist zufälligerweise auch der erste Mann, den Jane geküsst hat. Zudem besitzt er ein Luxushotel, für das Jane arbeitet. Rafael ist außerdem verheiratet, hatte Krebs und keine Chance weitere Kinder zu bekommen. Jane entscheidet sich daher das Kind auszutragen, obwohl sie mit dem Polizisten Michael zusammen ist, der von der Idee wenig angetan ist. Oh, die Schwester von Rafael ist lesbisch und hat eine heimliche Affäre mit dessen Stiefmutter:

Sowas von heimlich.

Noch eins, weils so schön war:

Dann wäre da noch die große Liebe von Janes Mutter Xiomara, der zufälligerweise einer der bekannten Telenovelastars ist und nicht weiß, dass er Janes Vater ist. Doch sobald Rogelio in Janes Leben tritt, sorgt er für die besten Gags.

Das fasst etwa die ersten drei Episoden zusammen. Die restliche erste Staffel bietet nicht nur jede Menge Drama um Janes Liebesleben, das ihrer Mutter und sogar das ihrer Großmutter, sondern nimmt uns mit in Janes eigene Welt und ihren großen Traum eine Autorin zu werden. Wenn, ganz Telenovela like, zwischendurch noch ein Mafiaboss gefasst werden muss, dubiose Zwillinge auftauchen, jemand einbetoniert wird und die dunkle Vergangenheit Rafaels Ehefrau Petra ans Tageslicht kommt, lässt die Serie es wie day-to-day business wirken. Der Einzige, der am Anfang jeder Episode die Hände überm Kopf zusammen zu schlagen scheint, ist der Erzähler, der für die Zuschauer jeweils alles zusammenfasst.

Wer nach einer Serie sucht, die zeitgleich niedlich, spannend und witzig ist, der sei Jane the Virgin ans Herz gelegt. Denn egal wie stressig es in unserem Leben wird, in Janes Leben passiert einiges Dramatischeres. Für die Schauspielerin von Jane, Gina Rodriguez, gabs zur Belohnung verdient den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin einer Comedyserie. Den ersten Award für eine Serie des ausstrahlenden Senders cw.

Die zweite Staffel von Jane the Virgin startet in den USA am 13. Oktober, bei uns lief die Serie auf sixx. Berichten zufolge, soll sich Netflix bereits die Streamingrechte gesichert haben. Da kann dem Binge-Watching bald nichts mehr im Wege stehen.

Jane-the-Virgin

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar