Lovely Saturday Queer Life Serien

Lovely Saturday – Raised by Wolves

6. Juni 2015

Endlich ist es soweit: Raised by Wolves ist da und genauso fabelhaft wie erwartet.
Ich behaupte das einfach, obwohl meine große Bewunderung für Caitlin Moran mir vielleicht etwas an Objektivität nimmt.

family

Raised by Wolves ist eine autobiografisch inspirierte Serie von Caitlin und ihrer Schwester Caroline. Ausgestrahlt wurden bisher 6 Folgen (inkl. Pilot), die auch schon auf DVD erhältlich sind.

Wir befinden uns in Wolverhampton, in den Midlands, United Kingdom.

„We’re not Southern twats and we’re not Northern twats. We’re Midlands twats.“ – Della

Hier lebt die alleinerziehende Mutter Della (Rebekah Staton) mit ihren Kindern, die allesamt nicht zur Schule gehen. So wahnsinnig viel aus dem Haus und mit Gleichaltrigen in Kontakt kommen sie dadurch nicht.

„We can sit together in a corner whilst I misanthropically judge people.“ – Aretha

Was zumindest Aretha (Alexa Davies) nicht weiter stört, beschäftigt sie sich doch lieber mit ihren Büchern (zum Beispiel von Noam Chomsky und Emily Dickenson), ist für ihre ältere Schwester Germaine (Helen Monks) schon eher ein Thema, hält sie sich doch für eine „people’s person“. Außerdem hat ja ihr großer Schwarm Lee auch noch nicht begriffen, dass er sie eigentlich braucht. Dass sie von Lee und seiner Clique „Girl Russell Brand“ oder „Fat Winehouse“ genannt wird, steckt sie dann allerdings doch eher lässig weg.

„Society always shuns what it fears.“ – Germaine

Sie glaubt ohnehin noch immer, dass sie Lee mit ihrer Intelligenz und inneren Qualitäten von sich überzeugen kann. Auch wenn Aretha ihr den Gedanken schnellstens, aber auch auf gemeine Art und Weise austreibt.

„Fearsome intellect doesn’t look good in shorts, Germaine.“ – Aretha

Ganz grün sind sich Germaine und Aretha nicht immer, was vor allem daran liegt, dass die beiden sehr unterschiedlich sind. (So legt eine Folge nahe, dass Aretha lesbisch ist.) Auch Yoko, sehr schüchtern bis ängstlich, hat es mit ihrer Schwester Germaine nicht immer leicht. Als sie das erste Mal ihre Periode bekommt, kann Germaine es nicht lassen, ihr einige „Ratschläge“ zu geben. Dabei ging es ihr schon schlecht genug:

„They’ve got „drops“ ratings on the side of them. One drop is just, like, „Turn your knickers inside out, nothing’s really happening here.“ Five drops is „Carrie“. On five-drops days, I wonder if Michelle Obama’s having her period, too. I find it comforting.“ – Germaine

Ob Della erst durch ihre sechs Kinder so wahnsinnig tough geworden ist oder ihre scheinbar furchtbare Mutter den Grundstein schon gelegt hatte, ist unklar. Sicher allerdings ist, dass Della mit Kippe im Mundwinkel und schwerem Werkzeug im Garten stehend einfach ein fabelhafter Anblick ist!

„You’ll get your chance to let out all the hate when capitalism goes tits up and you’re fighting for a dead rat with a home-made cleaver.“ – Della

Ein weiterer Teil der Familie sind die trotzige Mariah und der einzige Junge Wyatt. Neben Grampy natürlich. Grampy ist dauerstoned, designierter Babysitter und häufig im Clinch mit seiner Frau. Außerdem hat er eine fabelhafte Schallplatten-Kollektion und würde sich auch trotz Spotify niemals von „seiner“ Barbara Streisand trennen.

„I like a strong woman on an imperishable format, Del.“ – Grampy

Ohnehin ist die Musik der Serie ganz nach meinem Geschmack – oder weckt zumindest einige ulkige Erinnerungen. Zum Beispiel Natalie Imbruglias Torn oder Just a Girl von No Doubt. Richtig glücklich gemacht haben sie mich allerdings, als Della ihre „special CD“ hört und dann Shitlist von L7 gespielt wird!

Caitlin und Caz Moran haben eine fabelhafte, witzige Serie erschaffen und ich bin auf jeden Fall jetzt schon ganz gespannt auf Staffel 2, denn ich möchte nicht allzu lange auf Germaine und ihre weisen Ratschläge verzichten!

„Aretha! You wouldn’t be so angry if you just played with yourself every so often. Aretha! Wank away the pain, Aretha!“ – Germaine

Bilder und Trailer

© Channel 4

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