Filme Lovely Saturday

Lovely Saturday – Cate Blanchett

16. Mai 2015

Es war eine grandiose Woche für Cate Blanchett und für uns, die sie lieben: Neben unendlich lang erwarteten News zur Highsmith-Lovestory Carol (Bild oben) und ihrem 46. Geburtstag – Happy Birthday! – hat vor allem eine Aussage Begeisterungsstürme ausgelöst:

When asked if this is her first turn as a lesbian, Blanchett curls her lips into a smile. “On film — or in real life?” she asks coyly. Pressed for details about whether she’s had past relationships with women, she responds: “Yes. Many times,” but doesn’t elaborate. Like Carol, who never “comes out” as a lesbian, Blanchett doesn’t necessarily rely on labels for sexual orientation. (Variety)

UPDATE – Cate hat auf einer Pressekonferenz in Cannes das Zitat als editorischen Bluff (oder PR-Stunt?) entlarvt:

“From memory, the conversation ran: ‘Have you had relationships with women?’ And I said: ‘Yes, many times. Do you mean have I had sexual relationships with women? Then the answer is no.’ But that obviously didn’t make it. But in 2015 the point should be WHO CARES!” (x)

Well, we do.

Bis wir uns alle ein wenig gefangen haben, gucken wir doch mal in die reizvolle Verfilmung des Lesbenklassikers Salz und sein Preis alias Carol rein, den der schwule Regisseur Todd Haynes gerade in Cannes präsentiert. Meet Carol Aird and Therese Belivet (Rooney Mara)!

Hier noch ein stilvolles Fanvideo mit Set-Fotos:

Der On-Screen-Flirt ist schon sehr überzeugend. Tja, könntet ihr sagen, Cate ist eben eine talentierte Mimin. Stimmt, doch auch außerhalb dieser Rolle oder etwa des queeren Parts in Notes on a Scandal hat sie uns schon oft (fast) eindeutige Hinweise gegeben. Hier eine repräsentative Auswahl: mit Julianna Margulies bei den Globes 1999; etwas später mit Gillian Anderson; neben Emily Blunt und Zhou Xun in einem Werbespot für überteuerte Uhren (ganz unten); als der androgynste Bob Dylan aller Zeiten in I’m Not There, ebenfalls von Todd Haynes. Da vergisst man doch gern mal, dass sie seit 1997 verheiratet ist und mit ihrem Mann mittlerweile vier Kinder aufzieht.

 

Angesichts all dessen reflektiert Trish Bendix auf AfterEllen über Cates „Coming Out“:

Cate is one of several public women who have spoken about having relationships with women, while also not labeling themselves … it offers more visibility but also begs the question, should we consider them queer? … since Cate is open about her having dated women, she’s officially one of those “out” actresses in our eyes.

Wir halten uns mit aufgedrückten Labels lieber zurück und schlagen alternativ folgende Selbstbezeichnung vor:

Wie awesome die gute Frau ist, bewies sie nämlich schon lange vor ihrem „schlüpfrigen Geständnis“ (Bunte.de) mit vielerlei anderen Äußerungen und Auftritten. Cate is a feminist BAMF!

Wer möchte, kann sich ganze anderthalb Stunden Cate im Gespräch mit Anne Summers ansehen, wo es unter anderem zu so schönen Momenten wie diesem kommt:

 

Die Mani-Pedi-Cam ist ohnehin unser Liebling bei jeder Awardshow. Ganz ohne ihre manikürten Fingernägel in eine dafür vorgesehene Kamera zu halten, ist Cate so gut wie immer unsere Königin des roten Teppichs.

Amen!

Dass sie aber bei aller Kritik nie den Spaß an der Sache aus den Augen verliert, beweist sie wohl bei Fotoshoots wie dem folgenden. Ach, eigentlich wollten wir euch einfach dieses Gif nicht vorenthalten.

 

She’s an actress that is not only gifted and talented. Cate Blanchett is above all a brave actress- One has to be brave, for example, to play in A Streetcar Named Desire in Broadway. I really admire her enormously, and I’d really love to resemble her. – Meryl Streep

Carol soll im Januar in die deutschen Kinos kommen.
Bis dahin üben wir uns weiter in Cate-Coolness.

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