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Die Verleihung der 66. Emmy Awards

26. August 2014

Was für eine Nacht. Fast hätte ich sie dann doch nicht eingeschaltet, die 66. Verleihung der Emmy-Awards. Die Chancen, dass meine Shows gewinnen, waren verschwindend gering und dass meine Show gewinnt, sowieso! Und dann das. Mit 7 Awards, die Creative Emmy Awards mit eingerechnet, war Sherlock dieses Jahr als der Sieger, schlug sogar Breaking Bad um einen Award – und ich fühlte mich kurz als hätte ich selbst gewonnen:

Ein wenig traurig war ich doch, dass „meine Jungs“ ihre Awards nicht selbst entgegen nehmen konnten und es wieder zwei Jahre dauern wird, bis das der Fall sein könnte (die nächste Staffel von Sherlock wird 2016 laufen). Aber nichtsdestotrotz bin ich ein stolzer Sherlockian! Aber es ist noch einiges mehr in dieser Nacht passiert, in der die Emmys relativ stressfrei und entspannt über die Bühne gingen. Niemand wurde unnötig durch den Kakao gezogen, über nichts könnte ich mich heute großartig aufregen. Oder großartig über den Eröffnungsmonolog lachen.

http://youtu.be/5gBc7ubEO1c

Host Seth Meyers, sichtlich aufgeregt, hat seinen Job gut gemacht, nicht zuletzt, weil er sich mehr als einmal die großartige Amy Poehler mit auf die Bühne geholt hat:

Der erste Award des Abends ging an Ty Burell für Modern Family. Er hat den Preis schon einige Male abgesahnt und dieses Mal hat er als Dankesrede die von den Modern Family-Kids geschriebene Rede vorgelesen:

http://youtu.be/SK7FwFoYj-U

Warum die Kinder der Serie übrigens nie eine Nominierung bekommen, ist tatsächlich eine berechtigte Frage. Die machen ihre Sache nämlich genauso gut wie die Großen!

Für ihre Rolle in Mom gewann Allison Janney als beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie. Sie hat den Award schon einige Male für ihre Rolle in The West Wing gewonnen, dieses Mal jedoch das erste Mal auch für eine Comedy-Rolle.

http://youtu.be/VPmKciHEgk0

Uzo „Crazy Eyes“ Adubas Sieg bei den Gastdarstellerinnen wurde noch einmal erwähnt, sie durfte dann den Award für die beste Regie in einer Comedyserie vergeben. Jodie Fosters Arbeit an Orange is the New Black wurde leider nicht ausgezeichnet, deren Award ging erneut an Modern Family. Aber wenigstens ist es eine Regisseurin? Jodie Foster war übrigens selbst anwesend und die Modern Family Regisseurin Gail Mancuso gewann nun schon das zweite Jahr in Folge. Wie war das? Frauen wissen nicht, wie man Serien dreht? Ha!

Es folgte ein kleiner Zwischengag, bei dem auf den New Yorker Straßen die Passanten mit Fragen überrascht wurden. Mit dabei war Billy Eichner. Besonders schön hier: die Passantin, die OITNB guckt, obwohl sie nicht lesbisch ist. Looks can be deceiving…

http://youtu.be/HFiElMeRs2w

Der Award für den besten Hauptdarsteller in einer Comedyserie ging wiederholt an Jim Parsons in The Big Bang Theory. Parsons gewann damit den Award das vierte Mal, es ist seine siebte Nominierung. Verliehen wurde der Award von Dreyfuß und Bryan Cranston. Erstere konnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass er mit ihr in Seinfeld zu sehen war.

http://youtu.be/vjxkDJ0A7wg

Als Hauptdarstellerin wurde wiederholt Julia Louise-Dreyfus geehrt und gewann damit das dritte Mal hintereinander die Trophäe für Veep. Und auf dem Weg zur Bühne erinnerte sie sich dann plötzlich doch wieder an Cranston.

http://youtu.be/rLDe29cUz_Y

Amy, du bist die Gewinnerin meines Herzens!! Einen Zusammenschnitt mit allem von Amy lässt sich hier in diesem Video finden!

Wir wenden uns dem Publikum zu, welches nun Fragen stellen durfte, darunter unter anderem Jon Hamm und Julianna Margulies. Letztere fragte etwas, was sich später am Abend als absolut redundant heraus stellen sollte.

http://youtu.be/otVarmV4jS4

Wir wechseln zu der nächsten Kategorie: Miniserie oder Fernsehfilm, eine Kategorie, die vor allem im letzten Jahr an Wichtigkeit gewonnen hat. Immer mehr Serien nehmen sich nicht die typischen 22 Episoden für eine Staffel Zeit, sondern konzentrieren sich in zwischen 10 und 13 Episoden konzentriert auf eine Story. Vor allem der Hype um True Detective zeigt, wie gut das Format inzwischen ankommt.

Der Award für das beste Skript einer Miniserie oder Film ging an Steven Moffat für Sherlock, was Co-Creator Mark Gatiss direkt zu Tränen rührte, während ich alleine klatschend vor meinem Fernseher stand.

„The Moff“ hatte offensichtlich auch nicht mit seinem Sieg gerechnet:

Später im Mediacenter verkündete er übrigens, dass die Pläne für das nächste Special und die nächste Staffel von Sherlock, den Cast bereits zum Weinen gebracht haben. Ich habe Angst.

Angst habe ich auch vor der Serie American Horror Story, die mir zwar wiederholt empfohlen wurde, ich mich aber nicht traue zu gucken. Was soll ich sagen, ich bin eben furchtbar schreckhaft. Gewonnen hat zwischen den ganzen nominierten Damen für diese Serie dann Kathy Bates, was alle erstaunte. Julia Roberts, selbst anwesend, war eigentlich Favoritin für ihre Rolle in The Normal Heart.

http://youtu.be/cV1sHCWoj3Q

Als bester Nebendarsteller in einer Miniserie oder Film, gewann dann auch niemand aus dem Pool an nominierten Herren für The Normal Heart, sondern Martin Freeman für Sherlock. Das kam, zumindest für mich, extrem überraschend, stolz war ich trotzdem. Als dann Fargo als nächstes den Award als beste Miniserie gewann, fühlte ich mich in meinen Vorhersagen für den Abend wenigstens ein bisschen wieder bestätigt.

http://youtu.be/yN4et051va0

Matthew McConaughey und Woody Harrelson präsentierten als nächstes den Award für den besten Hauptdarsteller in einer Miniserie und wer hätte es gedacht, Benedict Cumberbatch gewinnt und ist, wie Freeman, nicht anwesend.

Oder auch:

Es war ein Wechselbad der Gefühle, Kittens. Ein Wechselbad.

Ich wette, er hätte großartig darauf reagiert, von den beiden „True Detectives“ seinen ersten Emmy entgegen zu nehmen. Wie ich bereits sagte: 2016!

Aber genug gefangirlt, weiter im Text! Beste Hauptdarstellerin einer Miniserie gewann nämlich jetzt Jessica Lange für American Horror Story.

http://youtu.be/NZkPFMPskm8

Wie gesagt, ich habe diese Serie nie gesehen. I just take Tumblrs word for it:

Wirklich gegönnt hätte ich es aber allerdings eher Allison Tolman, die sich in Fargo gegen die ganzen Kerle verdammt gut durchgesetzt hatte. Und:

Ich mein ja nur.

Es folgte eine Ode an die Theme-Songs von Serien, vorgetragen von Weird Al Yankovic.

http://youtu.be/GhiJ7gIvgSw

Seltsam? Toll? …interessant? Alles zusammen? Aber ein bisschen Getanze darf bei den Emmys natürlich nicht fehlen.

Den Award als bester Fernsehfilm gewann The Normal Heart dann doch noch. Eine traurige Quote wenn man sich die 16 Nominierungen anguckt, aber den Cast rührte es trotzdem zu Tränen. Dem Publikum war der Sieg eine Standing Ovation wert:

http://youtu.be/Mt1taOKOvm8

Was mich dieses Jahr besondern gefreut hat war, dass ich nicht eine Stunde lang durch eine ewig lange Verleihung der Variety Awards quälen musste! Die waren zum Glück bei den Creative Emmys größtenteils schon verliehen worden. Als beste Serie gewann in diesem Bereich wiederholt The Colbert Report und Sarah Silverman gewann überraschend den Preis für Outstanding Variety Writing in Sarah Silverman: We are Miracles. Sie setzte sich in diesem Bereich sogar gegen die letzten Golden Globes, gehostet von Amy Poehler und Tina Fey durch.

Lena Headey & Andy Samberg erinnerten an eine wichtige Szene der letzten GoT-Staffel

Der nächste Bereich, die Dramaserien, folgte und wurde von einer wirklich bezaubernden Lucy Liu eingeleitet. Oder wie Meyers sagte: „She was in Charlies Angels and is the new Watson to Sherlock Holmes. And you think you have variety!“

Bester Nebendarsteller wurde Aaron Paul für Breaking Bad und, Mensch, was hat der Junge sich gefreut:

http://youtu.be/_G516y3N53I

Der Preis für die beste Regie ging an True Detective, der Preis für die beste Nebendarstellerin ging dann, wie bereits letztes Jahr, an Anna Gunn und damit auch an Breaking Bad:

http://youtu.be/mwibXlwHVbA

Der folgende Part war Stoff für die Tränendrüsen: Niemand anderes als Sara Bareilles sang den verstorbenen Fernsehgrößen ein Ständchen und dann folgte das obligatorische Robin Williams-Tribut:

http://youtu.be/q86u0bDE17w

Nachdem die Tränen getrocknet waren, wurde der Preis für das beste Skript einer Dramaserie verliehen. Gewonnen hat Moira Walley-Becket für Breaking Bad.

Fast überraschend gewann schließlich Julianna Margulies für The Good Wife und bedankte sich brav bei den Autoren der Serie. Wie es sich gehört. Es war ihre zehnte Nominierung, ihre erste bekam sie damals für ihre Rolle in Emergency Room.

http://youtu.be/nHmpD2XAo-4

Bryan Cranston gewann wenig überraschend für Breaking Bad als bester Hauptdarsteller einer Dramaserie. Er verkündete in seiner Rede, dass er an Breaking Bad besonders die Szenen mit Anna Gunn im Bett genossen habe. Wer würde das nicht.

http://youtu.be/cM6oUHkFHiM

Das fünfte Jahr in Folge gewann schließlich Modern Family als beste Comedyserie. Besonders schön ist, wie Julie Bowen sichtlich sprachlos ist im Hintergrund:

http://youtu.be/UWtsEtNfDzI

Man könnte sich an dieser Stelle natürlich aufregen und wundern, warum Orange is the New Black so leer ausging, aber wie ich in dem Nomierungspost schon erwähnt habe: Nicht alle Mitglieder der Academy haben einen Netflix Account und demnach OITNB geguckt und genug Aufmerksamkeit für nächstes Jahr hat die Serie ja endlich bekommen. Und so schlecht ist Modern Family nun auch nicht. Nur darüber, dass sie Tatiana Maslany nicht einmal nominiert haben, darüber bin ich immer noch nicht weg!

Wie erwartet, vollendete Breaking Bad dann seinen Siegeszug und gewann als beste Dramaserie. Damit hat die Serie einen würdigen Abschluss hingelegt. Ich war derweil sehr froh, dass diese Verleihung nicht, wie befürchtet, ein einziges True Detective-Fest geworden ist.

http://youtu.be/f8p6viiuU0o

Das waren sie auch schon wieder, die Emmy Awards. Ach richtig, der Red Carpet! Ach wisst ihr, eigentlich hatte ich von Anfang an nur Augen für die hier:

Und über die beiden hier habe ich mich natürlich auch gefreut:

Okay okay, über die beiden hier auch:

Mehr Bilder vom OITNB-Cast könnt ihr hier angucken, noch mehr Kleider gibt es hier. Und Buzzfeed hat glaube ich jedes Outfit, das es an diesem Abend gab, hier zusammen gestellt. Eine komplette Liste mit allen Gewinnern des Abend könnt ihr hier nachlesen. Die Aufreger des Abends hat Autostraddle auch noch einmal zusammen gestellt – wenn sich eine von euch denn unbedingt aufregen möchte.

Bis zu den Golden Globes nächstes Jahr, wo dann Amy Poehler und der Cast von Parks and Recreation hoffentlich endlich einmaml so etwas in ihrer Rede sagen können:

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