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Magazines to discover: weird

5. Juni 2014

Da habe ich seit bald vier Jahren hier eine Kolumne über queere MagaZines und habe doch ein Online-Magazin, das uns schon ungefähr genauso lange begleitet, noch nie erwähnt: das weird Magazin aus Bielefeld! Liegt es am Fetisch Print (vom dem wir selbst nur träumen)? Oder an der arroganten Berliner Unfähigkeit, über den Tellerrand zu blicken? Dabei sollte die Frage viel eher lauten: Wie schaffen es Christine Stonat & Co. seit 2007, ein regionales lesbisches Monatsmagazin auf die Beine zu stellen? Seit nunmehr 80 Ausgaben!

Für alle Nicht-Bielefelder_innen (jene kennen weird sicher schon) sind die Veranstaltungstipps vielleicht zweitrangig, die Interviews und Reviews aber eine Entdeckung. Längst ist auch die liebevolle Twitter-Stimme @weirdBielefeld absolut folgenswert. Thematisch fährt weird eine ähnliche Schiene wie wir Kweens: queer durch die Popkultur werden Musiker_innen, Neuerscheinungen, Medien aller Art vorgestellt. Ergänzend finden sich Nachrichten aus Politik und Gesellschaft – plus jede Menge Idealismus, wie schon in der Selbstbeschreibung:

weird – Lesbische Kulturberichterstattung und Kultur für Sichtbarkeit, Toleranz und Akzeptanz auf dem Weg zur völligen Gleichstellung (…) weird ist unabhängig, alternativ, kosmopolitisch, anders und natürlich überparteilich.

In der aktuellen Juni-Ausgabe findet ihr zum Beispiel Interviews mit der Sängerin/Schauspielerin Heather Peace und der Politikerin/Trans*-Aktivistin Fabienne Vesper, Musik-, Film- und Buch-Tipps sowie eine Fifa-WM-Glosse. Das Beste: Im weird-Archiv sind alle bisherigen Beiträge nachzulesen. Von Sarah Bettens (zweimal!) über Shamim Sarif und Jill Bennett bis zu Tegan & Sara kamen allerlei offen lesbische Lieblinge zu Wort. Aktiv unterstützen kann man das Projekt im virtuellen weird-Café.

Wir freuen uns auf die nächsten 80 Ausgaben!

Sarah Bettens gefällts

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