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Oscars 2014 – aka Ellen Takes Over The Internet

Und so begannen sie, die 86. Academy Awards, selbstverständlich mit dem Opening-Monolog von Host Ellen Degeneres.

http://youtu.be/HHI8vdE6rsU

Ungewohnt sarkastisch war der Unterton von Ellen gleich zu Anfang, was sich durch den Abend zog. Seitenhiebe auf Bildungsniveau, Schönheits- und Jugendwahn der Filmindustrie sowie Rassismus fanden in der Ansprache ihren Platz.
Aber sind wir ehrlich, das beste an dem Monolog war doch definitiv der vorletzte Witz:

Den ersten Award des Abends verlieh dann Anne Hathaway an Jared Leto als besten Nebendarsteller in Dallas Buyers Club. In seiner Rede ließ er übrigens jeglichen Dank an die LGBT-Szene, überhaupt die ganze Problematik seiner Rolle, unter den Tisch fallen. Seine Liebeserklärung an die Mama, sein Date für den Abend, war trotzdem ganz süß

In 1971, Bossier City, Louisiana, there was a teenage girl who was pregnant with her second child. She was a high school dropout and a single mom, but somehow she managed to make a better life for herself and her children. She encouraged her kids to be creative, to work hard and to do something special. That girl is my mother and she’s here tonight. And I just want to say, I love you, Mom. Thank you for teaching me to dream.

Die Realität für Transfrauen sieht im Filmbusiness nahwievor äußerst traurig aus, es hätte nicht Cis-Mann Leto die Rollen spielen müssen! Hier könnt ihr eine Liste mit 10 Damen finden, die statt Leto den Award hätten gewinnen können – wenn sie denn besetzt worden wären.

Ellen stellte sich wenig später auf die Bühne und macht das erste Selfie von sich, wie sie auf die Zuschauer guckt. Das hat sie dann übrigens tatsächlich getwittert.

Bildschirmfoto 2014-03-03 um 18.13.47

twitter.com/TheEllenShow/status/440302561044594688

Will Pharell eröffnete dann als erster Musikakt des Abends mit seinem Song Happy und ließ sowohl Lupita..

als auch Meryl…

sowie Amy Adams tanzen und sorgte für zusätzlich gute Laune im Publikum.

Best Costume Design wurde wenig später von Naomi Watts und Samuel L. Jackson an Cathrine Martin für The Great Gatsby verliehen, die, wie so viele andere an diesem Abend, ihren Text äußert steif vom Teleprompter ablas. Make Up and Hair ging wenig später an Dallas Buyers Club.

Best Animated Short ging an Mr. Hublot, im besten animierten Film ging der Preis nicht an Miyazaki, so wie ich es mir gewünscht hätte. Der Award ging an den Disney-Film Frozen, immerhin der von einer (Co-)Regisseurin erzählten Geschichte um zwei Mädchen.

In einem kleinen Film wurden anschließend, von Sally Hawkins anmoderiert, die „ordinary, everyday heroes“ gezeigt. Unter denen lassen sich im übrigen nur vier Frauen finden, bei den Herren kam ich mit dem Zählen nicht hinterher. Oder in den Worten einer „grumpy feminist“: „Being a man in a movie = being a hero. For women to be heroes, well, they have to be Norma Rae or Ellen Ripley, pretty much.“

Wie so viele andere, technische Preise, gewann Gravity anschließend den Preis für Best Visual Effects und Karen O trällerte anschließend, ohne Schuhe, ihren The Moon Song zum Film Her.

Den Preis für Best Live Action Short Film ging anschließend an den skandinavischen Helium (Trailer), Best Documentary Short ging an The Lady in Number 6. Die titelgebende Lady der Dokumentation verstarb übrigens letzte Woche friedlich.

– weiter auf der nächsten Seite mit Mission-Selfie- 

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