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Ellen Page: I’m here today because I am gay

15. Februar 2014

Was für ein schönes, nachträgliches Valentinstagsgeschenk für uns und natürlich für sie selbst: Ellen Page hat sich gestern im Rahmen des HRC -Events Time to Thrive als lesbisch geoutet. Die Internetwelt überschlägt sich, hauptsächlich vor Freude, die meisten von uns werden wohl auf die Nachricht zuallererst mit „Na endlich!“ reagiert haben. Gerüchte über Pages sexuelle Orientierung gab es die letzten Jahre wie Sand am Meer und mehr als ein Gaydar schlug bei ihr direkt auf die Farbe „Regenbogen“ an. Jetzt hatte Page genug und outete sich.

Die 8-minütige Rede von Page, wurde für alle und die Nachwelt von HRC als Video veröffentlicht. Ich gestehe, ich habe ein paar Tränen dabei verdrückt.

“I’m here today because I am gay. And because maybe I can make a difference. To help others have an easier and more hopeful time. Regardless, for me, I feel a personal obligation and a social responsibility… It’s weird because here I am, an actress, representing — at least in some sense — an industry that places crushing standards on all of us. Not just young people, but everyone. Standards of beauty. Of a good life. Of success. Standards that, I hate to admit, have affected me. You have ideas planted in your head, thoughts you never had before, that tell you how you have to act, how you have to dress and who you have to be. I have been trying to push back, to be authentic, to follow my heart, but it can be hard.”

Was mich persönlich besonders freut, ist eine Tatsache, die Page in ihrer Rede immer wieder fast entschuldigend betont: Sie ist jung.

Sie mag erst 26 sein, aber ist damit in einer Gruppe von geouteten Celebrities, die relativ dünn gesät ist. Ich bin genauso alt wie Page und wenn ich nur 10 Jahre zurückdenke, muss ich nicht lange überlegen, wieviele Prominente ich mir in meiner kleinen Stadt, in der ich groß geworden bin, als lesbische Vorbilder hätte nehmen können. Es gab so gut wie gar keine geouteten Promi-Lesben in denen ich mich selbst wieder fand und die in ihrem Alter noch in relativer Reichweite für mich lagen. Ich gestehe: Hätte ich eine Ellen Page in meinem Leben gehabt, eine Zeit meines Lebens wäre – vor allem in meinem Kopf – ein wenig einfacher verlaufen.

Zu wissen, dass junge Menschen, die mit ihrer Sexualität hadern und sich versuchen an anderen, prominenten Personen zu orientieren, nach und nach eher fündig werden, und dass es so hoffentlich Stück für Stück immer leichter wird, sich zu outen, das ist ein schöner und irgendwie beruhigender Gedanke.

Ja, Ellen Page hat sich für sich selbst geoutet. Aber irgendwie auch für uns alle zusammen.

Here is to the next, wonderful, out and proud Ellen! Cheers! 🙂

– no closet pun intended –

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