Lovely Saturday Queer Life Serien

Lovely Saturday – Doctor Who

23. November 2013

Mark Gatiss (Sherlock Co-Creator und Who-Autor)

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Fünfzig! Eine meiner Lieblingsserie wird fünfzig!! Da ich bezweifle, dass mir das in meinem Leben noch einmal passieren wird, ist dieser Samstag ganz der wundervollen britischen Kultserie Doctor Who gewidmet. Ich habe versucht, hier einen kleinen Miniguide für Nicht-Whovians zu erstellen und gleichzeitig einen kleinen Liebesbrief an diese wundervolle Serie verfasst.

Anfang 2012 habe ich damals mit dem Remake der Serie angefangen und bin seitdem im Bann des Doctors und seiner Companions. Dabei war das Ganze mehr Zufall als alles andere, fast so als hätte der verrückte Zeitreisende mich selbst mit in seiner Tardis entführt. Ihr wolltet auch schon immer mal mit der Serie anfangen, wollt einen kleinen Blick reinwerfen, wissen, worum es überhaupt geht? I am here to help.

Den Doctor seht ihr bereits in dem Bild hier drüber, Zeit die andere zentrale Figur in Doctor Who zu treffen: Die Tardis!

Die Tardis is das Raumschiff des Doctors, eine Polizeibox aus den britischen 60er Jahren, in der eine eigene Dimension existiert und sie kann durch die Zeit und auch durch den Raum reisen. Die Sache mit der Polizeibox, naja, das könnte behoben werden, aber der Doctor war nie ein Freund von Bedienungsanleitungen. Und sagt mir bloß, ihr findet nicht, dass das irgendwie cool aussieht!

Nachdem das geklärt ist, ein bisschen zumindest, sollt ihr nun Nine aka Christopher Eccleston, die neunte Regeneration des Doktors, kennenzulernen. Statt zu sterben, regeneriert sich der Doctor jedes Mal einfach, nimmt jedoch als nächstes die Form eines komplett anderen Menschens an. Das ist in 100% der Fälle bisher ein weißer Mann gewesen, aber das kann sich in den nächsten 50 Jahren alles noch ändern! Der Doctor ist übrigens ein Alien aka Timelord vom Planeten Gallifrey und der letzte seiner Art. Wortwörtlich, es gibt keine anderen Timelords mehr im Universum.

Und weil das Leben als Zeitreisender ganz schön einsam sein kann, vor allem wenn man der letzte seiner Art ist, sucht sich der Doctor immer wieder Menschen aus, die ihn begleiten! Als Companion nahm der neunte Doctor Rose Tyler (Billie Piper) mit, die sich ein kleines bisschen in den Doctor verguckt und ihm mehr als einmal den Arsch rettet, sei es auch nur dank einer Siegerurkunde bei den Bundesjugendspielen.

Wenig später stößt Jack Harkness zum Team dazu. Die Rolle des omnisexuellen Zeitreisenden aus der Zukunft hat John Barrowman unerwarteten Ruhm eingebracht.

Nach seiner Zeit beim Doctor bekam Jack Harnkess aka Barrowman mit der Serie Torchwood seinen eigenen Spin-Off. Die ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, es sei denn, ihr mögt es, wenn euch das Herz wiederholt aus der Brust gerissen wird. Barrowman selbst ist übrigens one of the gayest people, die je auf diesem Planeten wandelten.

Die ersten Basics hätten wir und einige werden bestimmt denken: „Aber muss ich mit dieser Staffel anfangen?“ oder „Ich möchte David Tennants Doctor sehen!“ oder „Hat Steven Moffat nicht ab der fünften Staffel übernommen? Ich steh so drauf, wenn Leute sich von Gebäuden stürzen, kann ich mit denen gleich anfangen?“ Könnt ihr alles tun, lustigerweise werdet ihr sogar verstehen, was vor sich geht. Viele, tolle Hinweise und Easter Eggs werden euch entgehen, aber ihr werdet das Wichtigste checken. Alleine schon weil Who nie wirklich Sinn ergeben wird. Ein bisschen ist Doctor Who in der Hinsicht wie Mathematik. Mit dem Unterschied, dass es Spaß macht!

Eccleston mag äußerlich nicht das sein, was viele erwarten, aber auch das hat seine Berechtigung. Außerdem ist Nine mitunter ein herrlich sarkastisches Arschloch. Aber macht, was ihr wollt…

Nach 13 Folgen regeneriert sich der Doctor und macht den Weg frei David Tennants Doctor. Vergesst nach dem Ende der ersten Staffel nicht die Weihnachtsfolge zu sehen. Sonst macht das ganze ausnahmsweise mal gar keinen Sinn. Wer die Serie auf Lovefilm guckt, so wie ich es getan habe, sei gewarnt: Die Weihnachtsfolge fehlt da dankenswerterweise. Aber weiter zu Ten:

Yes, you are. Tennant hat die Rolle in ein paar Staffeln und einigen Extrafolgen gespielt. Companion Rose hatte zuerst ihre große Not, sich an den neuen Doctor zu gewöhnen, reiste jedoch weiter mit ihm durch die Zeit- und Weltengeschichte.

Ich sage nicht, wie und warum, aber auch Rose geht irgendwann. Ein bisschen. Irgendwie. Die neue Rolle als Companion übernahm Martha Jones (Freema Aygeman), eine junge Doktorin, der Shakespeare in einer Folge ein Sonnett widmet. Auch wenn Martha am Anfang ein wenig nerven kann, verspreche ich euch, dass ihr sie am Ende einfach nur toll finden werdet.

Nach einigen Staffeln, in denen die Companions immer ein bisschen in den Doctor verliebt waren, war es Zeit für jemanden, der ihn a) nicht vergöttert, mit der ihn b) eine sehr gute Freundschaft verbindet und der c) sich von ihm und seinem Größenwahn nicht beeindrucken lässt. Das alles ließ sich in Donna Noble (Catherine Tate) finden, einer Sekretärin aus London, die der Doctor in der Weihnachtsfolge zwischen Staffel 2 und 3 vom Altar entführte. Ja, das habt ihr richtig gelesen, der Doctor lässt irgendwie ihre Hochzeit platzen. Wie könnte eine gute Freundschaft besser beginnen?

Donna hat einen der coolsten Großväter, e.v.e.r. Wilfred (Bernhard Cribbins) darf sogar in einer der Weihnachtsspecials die Welt mit dem Doctor retten. Ironischerweise hat die Welt in Doctor Who die Tendenz, genau an Weihnachten unterzugehen…

Was Doctor Who so schön und auch so herzzerreißend macht, ist die Tatsache, dass es irgendwann für den Schauspieler, der den Doctor spielt, Zeit ist zu gehen. Auch für Tennant kam also irgendwann der Zeitpunkt, an dem sein Doctor sich regenerieren musste.

So folgt schon Doctor Numero elf, gespielt von Matt Smith! Und plötzlich sind Fliegen genau das hier:

Mit ihm reisen Amy Pond (Karen Gillan) und Rory Williams (Arthur Darvill). Amy lernte den Doctor bereits als kleines Mädchen kennen und konnte kaum erwarten, mit ihm abzuhauen. Matt und Karen Gillan verband am Set sofort eine innige Freundschaft, die in vielen, wunderschönen Youtube-Videos dokumentiert ist.

Rory Williams ist übrigens Amys Verlobter, der nicht nur das ein oder andere Mal mit seiner Eifersucht gegenüber dem Doctor zu kämpfen hat, sondern auch:

Zwei wundervolle Staffeln lang heißt es:

Und wer River Song, gespielt von der einzigartigen Alex Kingston, ist? That would be telling. Spoilers! Nur soviel: Ihr werdet vermutlich vor Verwirrung/Freude/Begeisterung eure Bildschirme anschreien!

Nach einer herzzerreißenden Folge, die mich Rotz und Wasser heulen lassen hat, verließen die Ponds den Doctor und machten Raum für Clara Oswald. In die Fußstapfen der beiden anderen zu treten, sollte nicht einfach werden. Dazu kommt, dass die ganze Clara-Geschichte erst gegen Ende der siebten Staffel minimal Sinn ergibt. Eigentlich ganz cool ist Clara (Jenna-Louise Coleman) dann aber doch.

Mit dabei sind immer wieder andere wundervolle Figuren, wie zum Beispiel Starx, der große Pläne schmiedet, wenn er nicht gerade seine Granaten poliert. No pun intended.

Und natürlich nicht zu vergessen Madame Vastra und ihre…äh, Jenny.

Die heutige Jubiläumsfolge ist die vorletzte mit Matt Smith als Doctor, dann übernimmt dieser Herr hier:

Jetzt seid ihr informiert und habt einen kleinen Einblick in die Welt von Doctor Who gefunden. Und dabei habe ich sooo viel gar nicht erwähnt, zum Beispiel, wer er hier ist..

Ob ihr nun schon selbst Whovian seid, mit Nine anfangen wollt, mit Ten oder wirklich erst mit Matt Smiths Doctor, ist im Endeffekt völlig egal. Hauptsache ihr guckt diese wundervolle, süße Serie und lasst euch freiwillig wiederholt das Herz brechen! Und freut euch auf wundervolle Momente wie diese hier:

Wie bereits gesagt:

Ich werde mich jetzt in mein Tardis-Shirt werfen und auf den Weg ins Kino machen. Ich würde ja sagen: „Wenn ihr eine verrückte Rothaarige im Tardisshirt vorm Cinemaxx am Potsdamer Platz seht, winkt!“ – aber ich habe so die Ahnung, dass ich nicht die Einzige sein werde, die Szenen wie die folgende schon herbeisehnt. Was die Doctoren da hochhalten sind übrigens ihre Sonic-Screwdriver. Irgendwann war dem Doctor mal langweilig und er hat einen dieser Screwdriver erfunden, der sich mit dem jeweiligen Doctor mit verändert. Er funktioniert bei Holz übrigens nicht.

Schwanz-,  äh, Sonic Screwdriver-Vergleich

Ohne die Nicht-Whovians, die das hier gerade lesen, verwirren zu wollen: David Tennant und Matt Smith sind nicht die einzigen, die in der Folge eine andere Regeneration des Doctors spielen.

Wie? Ja, das ist Billie Piper aka Rose aka Bad Wolf. Verwirrt? Brilliant!

Zum Schluss noch einmal der Trailer zur Jubiläumsfolge:

In diesem Sinne…

Dooooweeeeedhooooo!

Bilder via doctorwho.tumblr.com

PayTV-Sender FOX zeigt ab 21 Uhr in Deutsch und im englischen Original

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