Musik Queer Life

Musikvideo-Mittwoch: Angel Haze

6. November 2013

angel haze

Eigentlich bin ich niemand, die man mit Hip Hop hervorlocken kann, es sei denn, es ist draußen ziemlich warm und das Hirn wird ohnehin schon geröstet. Ein Blick aus dem Fenster beweist, dass dem momentan offensichtlich nicht mehr der Fall ist. Angel Haze lief also bei mir schon vor einigen Monaten rauf und runter, als wir uns alle wünschten, wir hätten eine Klimaanlage oder zumindest draußen einen kleinen Windhauch im Gesicht. Und so wie die warmen Temperaturen, geriet auch mein kleiner Entwurfspost zu Angel und ihrer Musik völlig in Vergessenheit, alleine schon, weil ich euch nicht viel hätte präsentieren können – außer dem Video zum Favorit No Bueno, das doch etwas…ausgefallen ist.

Seitdem hat sich für Angel echt viel getan! BBC hatte sie bereits Ende letzten Jahres zu den Musicacts gezählt, auf die man sich in 2013 gefasst machen sollte. Hier ist sie nun mit neuem Vertrag bei Universal Republic, wird bereits mit Größen wie Aaliyah verglichen und ist out and proud. Auf ihrer Soundcloud veröffentlichte sie jüngst ein Cover von Macklemores Same Love, was sie zum Mittelpunkt der queeren Netzszene machte. Statt des heterosexuellen cis-Mannes Macklemore, rappte hier erfrischenderweise eine queere Frau und ersetzt seine Lyrics mit Versen wie denen hier:

At age thirteen, my mom knew I wasn’t straight
She didn’t understand, but she had so much to say
She sat me on the couch, looked me straight in my face
And said you’ll burn in hell or probably die of AIDS
It’s funny now, but at thirteen it was pain

Und zitiert wenig später auch noch Andrea Gibsons Gedicht Andrew:

“No I’m not gay / No I’m not straight / And I’m sure as hell not bisexual damnit / I am whoever I am when I am it.“

Weniger queer gehts im Video zu ihrer neuesten Single Echelon zu, wo dann doch wieder alle möglichen Klischee der Rap-Kultur bedient werden.

Angel Haze: „Echelon“

Ihren schon etwas älteren Song Werkin‘ Girls könnte einigen übrigens bekannt vorkommen, man hat ihn im Hintergrund beim Bullock-McCarthy-Film The Heat (Taffe Mädels) hören können!

So oder so, von Angel werden wir in naher Zukunft noch so einiges hören. Online kann man ihr zumindest wirklich auf fast jeder Plattform folgen. Auch Musiknachschub gibt es bald, Angel arbeitet gerade hart an ihrem neuen Album 30 Gold. Wer bis dahin schon was für lau haben möchte: Wer sich auf ihrer Website in ihre Mailliste einträgt, bekommt einen Downloadlink zum Album Reservation inkl. Werkin‘ Girls zugeschickt!

To kind of identify as pansexual, to me, means to just want love. To have a connection with anyone you can find it with.

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