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Lovely Saturday – Elisabeth Moss

6. April 2013

UPDATE: Jane Campions Top of the Lake läuft am 7. und 14.11.2013 (jeweils 3 Folgen) auf arte. Direkt im Anschluss erscheint hierzulande die DVD-Box der Mini-Serie mit einer Stunde Bonusmaterial.

Seit Juni letzten Jahres warten wir darauf. Morgen startet endlich die sechste Staffel von Mad Men mit einer Doppelfolge. Trotz gegenteiliger Gerüchte hat Peggy Olsen nach ihrem Ausstieg bei Sterling Cooper Draper Pryce nicht gleich die Serie verlassen, sondern wird als Cheftexterin weiter Karriere machen. Welch ein Glück! Ohne die großartige Darstellerin Elisabeth Moss wäre Mad Men nur halb so gut.

Allen, die schon am Wochenende einige Stunden Qualitätsfernsehen genießen möchte, sei Moss‘ Fernseh-Mehrteiler Top of the Lake empfohlen. Keine Geringere als Jane Campion hat es geschafft, eine TV-Serie ins Programm von Sundance und Berlinale zu bringen. Das düstere Krimi-Drama aus der neuseeländischen Provinz erzählt in sieben Episoden von einer Polizistin, die die verschwundene schwangere Tochter eines Drogenbosses sucht und gleichzeitig mit ihren eigenen Traumata zu kämpfen hat.

Nicht nur Jane Campion ist von Moss‘ Leistung hingerissen: “She holds you, and she’s mysterious. The material is quite difficult, quite complicated. You can’t get away with just being real, you have to have some other quality that holds your interest.“ Da spielt der Akzent dann eine untergeordnete Rolle.

Moss ist in ihrem Beruf sozusagen aufgewachsen; als Künstlerkind trat sie schon sehr früh in Film, Fernsehen und Ballet auf. Zum Beispiel mit Hulk Hogan…

http://youtu.be/q-gmKCnqCw0

Später war sie als entstellte Patientin in Durchgeknallt (Girls, interrupted) und in der Serie West Wing zu sehen. Letztes Jahr spielte sie im (unterbewerteten) On the Road die Nebenfigur Galatea Dunkel, die wie fast alle On the Road-Charaktere ein reales Vorbild in Kerouacs Freundeskreis hat: Helen Hinkel.

Auch auf der Bühne machte Moss mit zumindest einer Inszenierung von sich reden: Mit Keira Knightley wiederholte sie eben jenes lesbische Lehrerinnendrama, mit dem Audrey Hepburn und Shirley MacLaine in Infam 1961 ein Tabu brachen.

Nur eine Frage trübt die Begeisterung für diese talentierte Lady: Warum ist ausgerechnet Elisabeth Moss bekennende Scientologin? Sie ist da hineingeboren und hat bisher offenbar wenig Kritik daran – jedenfalls keine, die sie öffentlich äußert, wie sie generell ungern über ihr Privatleben spricht.

In the beginning you think you have to talk about your relationships or you have to talk about your life. But I think that maybe you don’t if you don’t want to. That’s OK, and if people get mad at you, that’s fine. But it’s always awkward. It’s always weird. (x)

Trotz allem zeigt sich Moss sehr aufgeschlossen. Zumindest sie selbst verbindet persönliche Freiheit und sexuelle Pluralität mit den Idealen ihrer Glaubensgemeinschaft.

One of the most important things I take from my church is the idea of personal freedom and our rights as human beings, and that includes the right to date a man or a woman. Personal freedom is a very important concept in my religion, and I translate that to sexual orientation. If we’re all supposed to have the right to the life that we want to lead, then that should apply to the gay community. (Advocate)

Nun, wollen wir einfach glauben, dass sie den Verein von innen aufmischt. In Mad Men hat sie schließlich auch mal als scheue Sekretärin angefangen…

Nope, Cumberbatch trinkt mit.

Just remember: What would Peggy Olsen do?

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