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Lovely Saturday – Janet McTeer

12. Januar 2013

Das Kinojahr beginnt mit so einigen Biopics. Hitchcock, Lincoln, Renoir – und Hannah Arendt. So sehr ich von der berühmten Philosophin und politischen Denkerin fasziniert bin und gar nicht genug von ihr lesen kann, so wenig erwarte ich mir von Margarethe von Trottas Film. Unter ihrer Regie hat Barbara Sukowa einst schon Rosa Luxemburg vor allem ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Hier wird nun anhand der heftigen Diskussion um den Eichmann-Prozess eine kantige Querdenkerin vorgestellt, die einfach nicht zum Spiel der markanten Diva passen will. Interessant ist allerdings die Darstellung von Arendts bester Freundin, der Schriftstellerin Mary McCarthy, durch die Britin Janet McTeer.

Wer McTeer kennt und das tun wir seit langem, kann hier wieder einen charismatischen Auftritt erwarten. McCarthy war eine der wenigen Personen, vielleicht die einzige Frau, mit der Arendt auf Augenhöhe diskutierte. Für McTeer sollte diese gebildete, engagierte Kosmopolitin wie auf dem Leib geschneidert sein. Da muss unsereins doch sogleich an die innigen Frauenfreundschaften in ihren früheren Filmen und TV-Rollen denken: da wären Daphne, Portrait of a Marriage und Albert Nobbs – drei Kostümfilme mit queerer Story.

als Vita Sackville-West in Portrait of a Marriage

als Gertrude Lawrence in Daphne

Cross-Dressing in Albert Nobbs (mit Glenn Close)

Sense and Sensibility

Parade’s End

*

Neben Film und Fernsehen verkörperte sie auch schon die verschiedensten Theaterrollen.

neben Harriet Walter in Schillers Maria Stuart

in Shakespeares Taming of the Shrew

Auf der Bühne wie im Kino und TV ist das Drama McTeers bevorzugtes Genre, in dem sie einfach alles beherrscht. Doch tatsächlich findet sich auch Comedy in ihrem Repertoire. Im folgenden Sketch mit French & Saunders parodiert sie ihre Rolle aus The Governor (1995) – an der Seite von Helen Mirren:

„Stand up when I’m talking to you!“

So richtig fies kann man McTeer in Cat Run erleben. Hier wird gemordet und gefoltert, dass einer die Spucke wegbleibt – alles natürlich ganz stilvoll…

“The only difference between your profession and mine is that when I blow people away they don’t ejaculate on my breasts.”

Eine weitere Wegmarke ihrer Karriere: der Kussunterricht in Tumbleweeds.

Gerade hat Janet McTeer die 10-teilige BBC-Serie The White Queen (nach dem Roman von Philippa Gregory) in Belgien gedreht. Aktuell ist sie weiterhin neben Glenn Close in der Anwaltsserie Damages zu sehen. Allein mit Femslash-Bilder von McTeer und Close hätte ich locker diesen Post füllen können. Dabei fiel die Bildauswahl auch so schon schwer…

“Somebody’s got to succeed, there’s no reason why it shouldn’t be me.”

Schönes Wochenende, wünsche ich!

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