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Ausblick 2013

7. Januar 2013

Der Jahreswechsel ist eine Woche her, wir sollten uns alle von Böllern und Booze erholt haben. Zeit also, im neuen Jahr anzukommen. Was gibt es denn 2013 zu erwarten?

Kino

Zunächst hoffen wir wenigstens auf erste Bilder aus der Highsmith-Verfilmung von Carol/Salz und sein Preis mit Cate Blanchett und Mia Wasikowska in den Hauptrollen. Der Film wird ja mehr oder weniger lesbisches Weihnachten und CSD zusammen! Wasikowska wird auch im Gruselfilm Stoker eine Hauptrolle neben Nicole Kidman spielen. Blanchett dagegen arbeitet derzeit mit Woody Allen und Terrence Malick, vom Hobbit ganz zu schweigen. Wir brauchen also keinen Gorgeousness-Entzug zu fürchten.

Derweil in Europa besteigen Charlotte Rampling, Martina Gedeck und Melanie Laurent den Nachtzug nach Lissabon. Und wiedermal haben Julie Delpy, Ethan Hawke und Richard Linklater einen gemeinsamen Film gemacht: Die Fortsetzung von Before Sunset, der ja eine Fortsetzung von Before Sunrise mit dem Nebenprojekt Waking Life war, wird diesmal Before Midnight heißen und in Griechenland spielen. Über die Story wird leider bisher gar nichts verraten.

Jede Menge Hexen versprechen Hänsel und Gretel: Hexenjäger und Beautiful Creatures, unter anderem in den Körpern von Emma Thompson, Viola Davis und Zoe Bell. Joss Whedon wendet sich diesmal nicht dem Übernatürlichen, sondern Shakespeare zu, genauer gesagt Much Ado About Nothing. Noch mehr Theater erwartet uns mit dem All-Star-Bombast-Musical Les Misérables. An einen Klassiker rangewagt hat sich auch Kimberly Peirce (Boys Don’t Cry); an ihrer Version von Stephen Kings Carrie sind Chloë Grace Moretz und Julianne Moore beteiligt. Letztere stand auch neben Alicia Vikander für The Seventh Son vor der Kamera.

Außerdem freuen wir uns aus unterschiedlichen Gründen auf: das Buddy-Movie The Heat, Michelle Williams in Take This Waltz , Tim Burtons Frankenweenie, Star Trek – Into Darkness mit Zoe Saldana, Iron Man 3, den Thriller PassionGangster Squad mit Emma Stone, Jamie BabbitBreaking The Girl, das Fantasy-Epos Oz und die Neuverfilmung von The Great Gatsby mit Carey Mulligan:

Ganz am Ende des Jahres werden dann auch endlich Die Tribute von Panem und Der Hobbit fortgesetzt werden. Einige der genannten Filme starten sehr bald, für viele andere sind noch gar keine deutschen Starts bekannt. Aber Vorfreude ist bekanntlich die schönste. So auch die auf Chris Colfers Struck by Lightning:

 Serien

Einige laufende Serien wie Good Wife und One Upon a Time müssen wir eigentlich gar nicht erwähnen – ihr wisst ja, wo man am besten shippen kann. Wie schon erwähnt, freuen wir uns, dass es Homeland (ab 3.2.) und Elementary (ab 10.1) gleich zu Beginn des Jahres ins deutsche Free-TV schaffen, überraschend auf Sat1. Im Kanada und den USA startet im Januar die dritte Staffel der Fantasy-Serie Lost Girl, die bisher mit dem Lesbentraumpaar „Doccubus“ und pointierten Dialogen überzeugt und für die neue Staffel „bad Bo“ angekündigt hat…

Während wir auf die nächste Staffel von Mad Men noch bis zum Sommer warten müssen, erreichen zwei weitere Serien unsere Fernseher. Stilvoll springt Pan AM (ab 4.2. auf sixx) mit weiblichen Hauptfiguren auf den 60s-Zug auf (oder eher Flug, haha); und die eher mäßige MTV-Serie Underemployed (ab 27.1.) bietet Michelle Ang in der Rolle der lesbischen Sophia.

Bücher

Nicht zuletzt durch Filme wie Midnight in Paris und The Great Gatsby wird die Faszination für Zelda Fitzgerald immer wieder angefeuert. Auch Romane über die durch ihren Mann Scott (fast) verhinderte Autorin, Künstlerin und Tänzerin sind keine neue Idee. Nach Gilles Leroy und Katrin Böse hat sich nun Therese Ann Fowler speziell der jungen Zelda gewidmet in Z – A Novel (Hodder & Stoughton). Fortsetzungen ihrer lesbischen Erfolgsgeschichten haben Terry Moore (Comicserie Strangers in Paradise) und Malinda Lo (Sci-Fi-Roman Adaptation) angekündigt.

Wer lieber auf deutsch liest, kann sich freuen, dass Jeanette Wintersons offen autobiografische Variante des Stoffes, den sie einst in Orangen sind nicht die einzige Frucht verarbeitete, diesen Monat unter dem Titel Warum glücklich statt einfach nur normal? (Hanser Berlin) erscheint. Im März folgt ein neuer Roman von Karen Susan Fessel, der unter dem Titel Was du willst zwei befreundete Langzeitpaare unter die Lupe nimmt. Auch Heny Ruttkay thematisiert in Gestohlene Tage schwul-lesbische Freundschaft, allerdings im Berlin von 1931 (beide Querverlag). Der Konkursbuchverlag versammelt wieder vielerlei Erotisches im zwölften lesbischen Auge und endlich alle (bisherigen) Theaterstücke von Yoko Tawada in einem Band: Der kleine Zeh war ein Wort.

Musik

Neue Platten haben uns unter anderem alte Bekannte wie Lucas Silveira alias The Cliks (Black Tie Elevator) und Newcomer wie Laura Mvula (Sing to the Moon) angekündigt. Auf die neue Platte von Tegan and Sara sind wir natürlich auch gespannt; Heartthrob erscheint Ende Januar. Andere Alben zum Vormerken stammen von Yeah Yeah Yeahs, Veronica Falls (Waiting for Something to Happen), Rilo Kiley, Ólöf Arnalds (Sudden Elevation), The Julie Ruin, Kim Deals The Breeders und – finally – The Knife (Shaking the Habitual). Da ist bestimmt viel Gutes dabei.

Daneben haben Lady Gaga, Beyoncé und ungefähr alle anderen Chart-Pop-Ladies neue Scheiben angekündigt. Wobei Gaga auch im Sequel Machete Kills neben Amber Heard und Michelle Rodriguez auftreten wird.

Der (aufregende) Pop bleibt also weiblich, wie auch die BBC-Liste „Sound of 2013“ beweist. Diese führt nämlich das Schwestern-Trio Haim an:

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Was ihr von Kweens demnächst erwarten könnt? Na, Neuentdeckungen und Retrospektiven, jede Menge Begeisterung und ein bisschen Ärger, tolle Bilder und Videos, eure beiden Kweens und eventuell neue oder wiederkehrende Gastautorinnen (pssst). Und wenn ihr was vermissen solltet, nehmen wir gern eure Vorschläge entgegen.

Auf ein glorreiches 2013!

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