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Kurz kommentiert

17. Juli 2012

Heute mal wieder von mir kurz kommentierte Nachrichten und Videos – diesmal mit Lesben in Asien und Afrika, Outings und Drag Kings, erotischer Lektüre und Tomboy-Pop…

  • Die Jamaikanische Sängerin Diana King hat sich offiziell geoutet – auf Facebook: „I AM A LESBIAN … the answer to my most asked INDIRECT question. I welcome the „WHO CARES“ right now LOL.“ Diese Ansage mag jetzt viele nicht besonders überraschen, ist aber gerade im Raggae/Dancehall-Bereich extrem rar, um nicht zu sagen einmalig. Und damit mindestens genauso wichtig wie das aktuelle Outing von Megan Rapinoe, liebe Fußballliebhaberinnen! Wer will, kann dazu bei AfterEllen ein Post-Outing-Interview mit Megan lesen.
  • Da wir gerade von Fußballerinnen sprechen. Im folgenden Video erzählt und zeigt Abby Wambach wie wohl sie sich in ihrem Körper fühlt – kein Wunder…

http://youtu.be/5kayDQF16kU

  • Das Hin-und-Her um den Asylantrag der Iranerin Samira (Verfahren ist nicht endgültig entschieden) ruft die zum Teil lebensbedrohliche Lage von Homosexuellen in arabischen Ländern ins Bewusstsein. DieStandart befragte aus diesem Anlass die LSVD-Vorsitzende und in Berlin lebende Iranerin Katayun Pirdawari über iranische Lebensrealität, die deutsche Rechtslage und Möglichkeiten von Aktivismus.
  • Unter der Regie von Saskia E. Wieringa fanden in 14 Sprachen 300 Interviews über Lesben in Afrika und Asien statt. In einigen der Länder, wie Bangladesh, Botswana und Sri Lanka, wurde damit zum ersten Mal wissenschaftlich nach lesbischem Alltag geforscht. Von Staat zu Staat ergaben sich in 12 Kapiteln unterschiedliche Schwerpunkte: Transgender in Zentralasien, Butch in Südafrika, queeres Story-Telling in Sri Lanka… Die komplette Studie „Women-Loving-Women in Africa and Asia“ kann hier abgerufen werden (pdf, 5,5 MB).

 

  • Die Drag-King-Doku Man For a Day von Katarina Peters startet am 19.7. in den Kinos. Hier erfahrt ihr zusammen mit Workshop-Teilnehmerinnen, wie Männlichkeit konstruiert ist – und wie man sie sich aneignen kann!

An folgenden Terminen werden Katarina Peters und ihre Protagonistin Diane Torr ihren Film persönlich vorstellen: 19. Juli: Hamburg, 3001, 20 Uhr / 20. Juli: Berlin, Tilsiter Lichtspiele, 20 Uhr / 21. Juli: Berlin, Kino Eiszeit, 21.15 Uhr / 24. Juli: München, Neues Arena, 20 Uhr / 25. Juli: Leipzig: Passage, 19.30 Uhr

  • Wieder einmal gibt es Gerüchte über ein Janis Joplin-Biopic. Bisher sind Amy Adams und Renee Zellweger im Gespräch gewesen. Jetzt soll es ein konkurriendes Projekt mit Nina Arianda geben – vom Regisseur Sean Durkin, dessen Debüt Martha Marcy May Marlene ein beeindruckendes weibliches Psychogramm abgab. Mit ihren Broadway-Erfolgen (Tony Award für Venus in Furs) ist es für Arianda vielleicht weniger hoffnungslos als für ihre Konkurrentinnen, Janis‘ Songs selbst zu singen. Abwarten.
  • Als Antwort auf den irren Erfolg von 50 Shades of Grey hat der Guardian fünf Autor_innen inklusive Jeannette Winterson und A. L. Kennedy erotische Szenen schreiben lassen: After Fifty Shades: five authors offer their ripostes. So hat der peinliche Fanfic(k)-Bestseller doch noch was Gutes gebracht.
  • Zum Schluss noch etwas Musik. Seit ein paar Tagen erweicht Willow Smith, Tochter von Jada Pinkett und Will Smith, alle Herzen mit ihrer selbstbewussten Hymne I Am Me. Die Elfjährige hat nicht nur eine beeindruckende Stimme, sondern auch das süßeste Tomboy-Outfit der aktuellen Chartsmusik – damit wurde Dyke-Lookalike Justin Bieber leider vom Thron gestoßen. Denn die hier hat uns wirklich was zu sagen:

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