Musik

Musikvideo-Mittwoch: Kool Thing

25. Januar 2012

Im Musikvideo-Mittwoch sollten ursprünglich nur Videos mit lesbischem Inhalt versammelt werden, dann begannen wir lesbische/queere/feministische Künstlerinnen vorzustellen (Stichwort: Lesbophonic) und schließlich auch einfach spannende Neuerscheinungen zu verbreiten. Im heutigen Post treffen alle drei Kriterien zusammen: Das queere Duo Kool Thing fällt seit vorletztem Jahr nicht nur auf Berliner Partys und Konzerten auf. Im noch jungen Jahr haben sie nun ihre erste EP, ein berauschend erotisch-düsteres Video und eine Albumankündigung rausgehauen. Die Aufnahmen des LP-Debüts mit dem Berliner Produzententeam Kaiku sind schon abgeschlossen. Das sind also erst Kostenproben hier.

Ursprünglich aus Sydney bzw. Dublin stammend, lernten sich Jon Dark und Julie Chance 2010 auf einem Festival in Paris kennen. Letztere ist auch als Fotografin Julie Fogarty und DJ Bobby Jules unterwegs. Von den noch immer günstigen Mieten nach Berlin gelockt, fand auch das Projekt Kool Thing hier schnell Unterstützung:

In der queeren Szene sind die Leute sehr hilfsbereit und kooperativ. Verschiedene Locations ermöglichten uns gleich am Anfang, Gigs zu spielen. (Quelle)

Kool Thing bezeichnen ihre Musik, wenn man es den wissen möchte, als „dark synth proggy pop“. Sich selbst benannten sie nach einem Sonic Youth-Song:

Apart from Sonic Youth being the best band in the world and this being a great fucking song; I guess for us the themes in the song struck a particular chord. For us it is a statement about substance over style, feminism and a male dominated music industry. (Quelle)

Ihr seht, die Haltung stimmt. Und die Musik überzeugt auch. Während die beiden gerade mit ihrer guten Freundin Katie Stelmanis alias Austra in Australien unterwegs sind, laufen bei uns die drei Tracks ihrer EP in Dauerschleife.

Und hier endlich das offizielle Video zum Titeltrack Light Games:

koolthingmusicKaikustudiosTwitter

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