Musik

Musikvideo-Mittwoch: Tim Wheeler, Emmy the Great & Co.

30. November 2011

This one is for your Inner Indie Girl!

Oh Yeah, was hab ich das erste Ash-Album namens 1977 geliebt, was war ich bei den Konzerten aus dem Häuschen! „I still love you, girl from mars…“ Und nun das: ein Christmas-Album von Tim Wheeler mit der püppchenhaften Emmy the Great an seiner Seite. Diese junge Dame hat selbst auch ein Album mit hübschem Pfefferkuchenhäuschen-Cover und zuckersüßen Liedern am Start…

Doch ein Klick auf die Website der Zusammenarbeit offenbart die erstaunliche Mischung aus Kitsch und Sarkasmus: Zeilen wie „snowflakes on my eyelids“ mag man mit viel Weihnachtswillen noch ernst nehmen können, aber bei Zombie Christmas oder Jesus The Reindeer stutzt man garantiert. Hier werden Santas Rentier-Namen  zu „…Sancho Panza, Sarah Palin, Jesus!“ Das beste aber ist das erste Video zu Single „Home for the Holiday“. Nachdem wir letztes Jahr bemerkten, dass es wenig bis keine Überschneidungen zwischen lesbischen Filmen/Serien/Videos und Weihnachten gibt, liefert ausgerechnet Tim Wheeler nun das wohl erste Weihnachtsmusikvideo mit lesbisch-schwulem Geknutsche!

Director: Luke Snellin

Tim Wheeler ist nicht der einzige Indie-Junge, den es gerade zu festlichem Liedgut treibt: Auch Tom Smith (Editors) und Andy Burrows (Razorlight, We Are Scientists) haben eine Weihnachtsplatte aufgenommen. Als „Funny Looking Angels“ singen sie klassische und eigene Festtagsmusik. Und ganz am Ende des Albums ist sogar Agnes Obel als Gastsängerin dabei…

Smith & Burrows – Funny Looking Angels (Studio Session)

Was sagt ihr: Ist es furchbar peinlich für (ehemals) coole Musiker plötzlich ganze Holiday-LPs aufzunehmen? Oder sollten alle Weihnachtshasser endlich den Stock ausm Arsch kriegen und sich an obigen Kollaborationen (wenigstens ironisch) erfreuen?

Wer jetzt nur müde gähnt und fragt „Wen interessieren schon unrasierte Indie-Jungs?“, die_der kann sich zumindest an dem Kuss erfreuen.

 holigaykiss

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