Lovely Saturday – Audrey Kawasaki und ihre Bilder

Not safe for work

Audrey Kawasaki by Gendy Alimurung

Audrey Kawasaki hat bisher eine dieser erstaunlichen KünstlerInnen-Karrieren hinter sich, von denen man für gewöhnlich nur hört oder liest, sie aber nie in seinem Umfeld erlebt. Nach zwei Jahren Kunsthochschule in New York, hängt sie ihr Studium an den Nagel. Alles war zu geordnet, der Blick auf Kunst und wie sie entsteht zu eindimensional, niemand ließ ihr Raum eigentlich das zu tun, was Kunst tun sollte: Neues zu entdecken. Sie zog zurück nach L.A., malte weiter und entwickelte einen Stil zwischen Manga und Art Nouveau. Es dauerte nicht lange, bis die Galerien sie entdeckten. Der Rest ging schnell: Bald galt ihr die weltweite Aufmerksamkeit der Kunstszene, sie bekam Fans, Sammler interessierten sich für sie und die Preise auf den Schildern an ihren stets auf Holz gemalten Bildern wurden höher. Auch auf der Haut lassen sich ihre Bilder inzwischen finden – viele Menschen empfanden ihre Bilder als perfektes Motiv für eine Tätowierung.

Lacey (2008)

Heute kann sich Kawasaki von ihrer Kunst ernähren, ein Traum den viele Kunsthochschulabbrecher nur weiter träumen können. Im Zentrum ihrer Kunst steht größtenteils sie: Eine Frau. Denn es ist laut Kawasaki immer wieder dieselbe Frau, die sie malt. Die Suche nach etwas, was sie vielleicht selbst idealisiert sein möchte, oder ist es doch ein Alter-Ego?

“I paint them because they are distant, elusive and unattainable, and slip right through your hands. They are something I chase after and that I grasp onto for a mere moment, and am forced to let go, and that is what keeps me painting”
(Vogue Australia)

Saying Goodbye (2009)

Kawasakis eigene sexuelle Orientierung ist nicht bekannt, in einigen Interviews spricht sie immer mal wieder von einem Freund. Jedoch ist ihre Suche nach dieser Frau, nach diesem Gefühl, welches sie beim Malen verspürt, eine, wie ich finde, äußerst faszinierende. Ihre Bilder sind etwas ganz Ungewöhnliches. Ein wenig düster, erotisch und unnahbar.

Hush

Viele kritisieren an den Bildern, die dargestellten Mädchen wären zu jung, beinahe Kinder. Der Vorwurf, sie würde mit ihrer Kunst Pädophilie bedienen, hält sich hartnäckig und ist, so sagt Kawasaki, die schwierigste Seite ihrer Arbeit. In ihren Augen haben die Personen, die sie malt, jedoch kein Alter.

Taken (2008)

Kawasaki, heute 28, ist nicht neu im Kunstgewerbe, aber auch nach Jahren noch jemand, auf die man immer mal wieder ein Auge werfen sollte. Und damit meine ich natürlich hauptsächlich ihre Bilder:

Fukurou (2006)

Oyasumi (2006)

Yuuwaku Bana (2007)

I think I’m pretty comfortable with my sexuality — it was probably the largest driving force for me to start creating in the first place. Mostly because, in the paintings, with my girls, I can be fearless, daring and promiscuous. There are no limits, unlike dealing with life’s restrictions, day to day. (New York Arts Magazine)

Birthday Kiss (2006)

Hasami (2007)

Oasobi (2006)

Two Girls (2005)

Only She

“I have to bring her back again and again; I have to keep painting her to find her.” (Juxtapoz Juli 2008)

Alle Bilder und noch viel mehr davon sind auf Kawasakis offizieller Website zu finden

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