Lovely Saturday Politik

Lovely Slutwalk Saturday – Berlin und anderswo

15. August 2011

Flyer/Plakat Slutwalk Berlin

Wherever I stay, wherever I go, yes means yes and no means no! (DIE Parole des Tages)

Was für ein Wochenende! Der Grund dafür, dass wir gestern nicht wie gewohnt einen schönen Bilderpost geliefert haben, war der erfolgreiche Schlampenmarsch – wie ihn die Medien so liebevoll übersetzten. Denn wir waren Teil des Lovely Slutwalk Saturday. Nachdem wir gestern zusammen mit vielen anderen in Berlin und ganz Deutschland durch die Stadt zogen, sind wir heute noch immer ganz begeistert von der feministisch-antisexistischen Energie, die (laut Veranstaltern) 3000 Personen allein in Berlin auf die Straße brachten. Die Vielfalt der Demonstrierenden und auch die Vielfalt der Ansichten und Parolen war mitunter überraschend. Ob für Anarchie oder für Jesus, ob aus eigener Erfahrung oder aus Solidarität mit anderen, waren sich alle einig: Der gesellschaftliche Umgang mit sexueller Gewalt und öffentlicher Belästigung muss sich ändern. Wie auch immer ich mich kleide, ist das keine Legitimation für jedwede Übergriffigkeit.

Es folgt eine kleine Auswahl an Eindrücken. Den Soundtrack dazu liefert die Rapperin Sookee mit einem Song, den sie extra für den Slutwalk geschrieben hat: Bitches Butches Dykes & Divas!

Bei den verwendeten Fotos haben wir nach Möglichkeit die Gesichter weggeschnitten.

bitches butches dykes & divas /// sookee by Springstoff

Start am Wittenbergplatz – Foto: Kweens

Zwischenstopp am Potsdamer Platz – Foto: Kweens

Ich hab nichts anzuziehen (was mich vor Vergewaltigung schützt)! (Transparent vorm Slutwalk Berlin)

Foto: Juska Wendland

Räuberhöhle hat untermalt vom eigenen Song die vorbeiziehenden Menschen gefilmt. Es ist zu sehen, dass nicht nur hunderte, sondern tausende dort waren!

Noch bevor sich der Demonstrationszug in Bewegung setzte, schwang Laura Méritt eine engagierte Rede für die sexuelle Selbstbestimmung. Einer der Wortbeiträge, die nicht ganz im akustischen Chaos versanken…

Unser liebstes deutsches Frauenmagazin beim Demonstrieren – Foto: Kweens

Foto: James Rea Fotos

Schlusskundgebung am Gendarmenmarkt – Foto: Kweens

Slutwalk Hamburg hatte auch kreative Menschen dabei. Transparente und Berichterstattung zum Slutwalk Hamburg kann man hier sehen.

Der Erfolg bestätigte die schon zuvor keimende Hoffnung: Hier kann ein neues feministisches Gemeinsschaftschaftsgefühl entstehen, an das zuletzt kaum noch eine glaubte. Es zeigte sich deutlich, dass all die derzeitigen Feminismen mehr als eine kleine Schnittmenge an Zielen haben, für die es sich zusammenzuraufen lohnt.

Dann bis nächstes Jahr zum neuen Feminist Pride March!

Alle und noch viel mehr Fotos zum Slutwalk Berlin bei Flickr.


1 Kommentar

  • Reply Mädchenmannschaft » Blog Archive » Schlampen und Schützinnen – die Blogschau 21. August 2011 at 17:02

    […] Impressionen vom Slutwalk in Berlin berichten die Ruhrbarone und Kweens. […]

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