Musik Queer Life

Musikvideo Mittwoch – Misster

15. Juni 2011

Die meisten asiatischen Frauenbands sind so süß, dass man schon vom hinsehen Zahnschmerzen bekommt, weichgespült bis das Fusselsieb schreit und ihre Musik ist einfach zu verdauen. So fällt es dann nicht auf, wenn diese Bands verschwinden und sofort neue an ihre Stelle treten, sie sind absolut austauschbar. Und dann kommt da eine Band wie Misster (Miss-Ter, get it?) daher.

v.l.: Milk Pan, Charol Chen, Jin Tai, Chris Lai, Chiao Wang 

5 Bois aus Taiwan, zusammengeführt von der Bandleaderin Jin Tai, um damit zu brechen „wie Mädchen auszusehen haben“. Auf dem Album wird dann auch der ganze Regenbogen an Musikrichtungen präsentiert: RnB, HipHop, die obligatorische Ballade und ein bisschen Pop. Wie bei ihrer Single „Super Lover“, wo im Video heftig um eine Frau gebuhlt wird.

Es ist weder ein Geheimnis noch eine Überraschung, dass die Band gecastet und kreiert ist, alles andere hätte mich auch erstaunt. Beruhigenderweise scheinen die Mädels, wenn man sich die Fotos auf der Facebookpage ansieht, auch privat so rumzulaufen, wie auf ihren Promotouren. Wenigstens etwas!

Ob nun Show oder authentisch, die Mädels erfreuen sich reger Beliebtheit und sind furchtbar sympathisch. Und alle hetero.

Ja, ich weiß. Ich denke dasselbe. Aber mich hätte eine komplett geoutete Band in Taiwan auch mehr als erstaunt.

Sexualität hin oder her, eine Girlband die mit den Maschen von Boybands spielt und überzeugend gender bending betreibt, ist mir willkommen. Und vielleicht outet sich ja die ein oder andere noch einmal irgendwann. Schön wäre es. Deshalb gibts von uns den Lesbophonic-Tag und ich überlege jetzt mal, wen der fünf ich am liebsten mag.

Schwiiiierig…

FB-Page, Facebook Fanpage auf Englisch, Offizielle Website

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