Queer Life Serien

Glee’s Santana: „Lebanese“ in Highschool

31. Mai 2011

Dieser Post ist ein einziges Spoiler-Fest.

Sagt nicht, wir hätten euch nicht gewarnt!

Santana, oh, Santana. Und oh, Naya Rivera! Wo bleibt dein Emmy? Du hast definitiv einen dafür verdient, wie du der Nebenfigur Santana volles Leben eingehaucht und sie zu einer der amüsantesten Lesben im Fernsehen gemacht hast.

Unsere Reaktion auf Santanas Outing vorm Publikum von Glee sah ungefähr so aus:

Rivera kann singen und spielen und ihre Rolle ist voller guter Skript-Ideen. Deswegen ist Santana so unglaublich. Bissig, bösartig, auch mal rassistisch, aber selbst dabei auf ihre Weise sarkastisch und unterhaltsam. So großartig eben wie in einer der letzten Episode hier:

“I’m a closet lesbian and a judgmental bitch, which means one thing: I have awesome gaydar.” Sagt sie in Episode 218 zu sich selbst und zum Zuschauer und überlegt, wie sie es doch schaffen könnte Prom Queen zu werden. Was käme da mehr gelegen, als den ebenfalls ungeouteten Bully Karofsky für ihre Zwecke zu benutzen:

Santana: “Give it up! I know.”
Karofsky: “Know what?”
Santana: “That you’re gay!”
Karofsky: “What? Who told you that?”
Santana: “No one had to tell me. First of all, I saw you checking out Sam’s ass the other day. You know you really need to be more careful with your leering.”
Karofsky: “I didn’t. I was just seeing what jeans he was wearing.”
Santana: “Like that’s any less gay.

Second of all, I know all about you and Kurt. Remember last week before the benefit? About you being worried about “the truth” getting out. Guess what. It’s out.”
Karofsky: “Whatever they told you is a lie to mess with me. I’m going to kick their asses.”
Santana: “Why don’t you just settle down and let Auntie Tana here tell you a little story. It’s about you.

You’re what we call a “late in life” gay. You’re going to stay in the closet, get married, get drunk to have relations with your wife, have a couple kids, maybe become a state senator or a deacon, and then get caught in the men’s room tapping your foot with some page. and you know what? I accept that about you.
I’m trying to help you out here. Have you ever heard of the term ‘beard’? It’s when a gay man and woman date each other to hide the fact that they’re gay. Like the Roosevelts.”

Noch ist Santana (quasi) ungeoutet vor den anderen Glee-Kids, außer natürlich vor Brittany und wenn man ihrem kleinen Austausch mit Karofsky glauben kann, will sie das bis zum Junior College auch so belassen. Was dank Brittany nicht so recht klappen möchte:

Doch leider scheitert manch Outingversuch an der Orthographie… Immerhin erkennt Santana selbst die Message dieses T-Shirts und trägt Brittanys Geschenk, wenn auch zähneknirschend, in der Öffentlichkeit.

Wann die beiden zusammen sein werden, bleibt abzuwarten. Diese Staffel wurde die ein oder andere Chance verpasst. Vielleicht dann in der dritten Staffel. Wie die Fans so schön sagen: Brittana is Endgame.

Das erste Mal gestand Santana ihre Liebe bei einer der Locker-Szenen, die Dorothy für uns alle zusammen geschnitten hat (bitte dem Link folgen).

Auf die beiden warten wir gerne, sie sind einfach zu süß, um wahr zu sein. Wie in der Fleetwood Mac-Folge, als Santana mit Songbirds Brittany ihre Gefühle – erneut – gestand (hier entlang).

Und damit auch zeigte, dass sie tatsächlich, obwohl sie es immer dementiert, Gefühle hat.

Nicht nur Santana und Brittany sind großartig, auch Naya Rivera ist es (genau wie Heather Morris). Das haben auch andere erkannt und so erreichte Naya Rivera nicht nur die Pole Position bei den AfterEllen Top 100 und wird demnächst ihr erstes Soloalbum aufnehmen, sondern durfte auch die GLAAD-Awards moderieren. Eine ultimative Ehre für sie und ein Daumen hoch der LGBT-Szene. Sie hat das ganze meisterhaft gemacht! Unter anderem versteigerte sie „Sweet Lady Kisses“ für wirklich horrende Preise. Aber seht selbst:

Rivera ist über den Erfolg und die Wirkung ihrer Rolle genauso überrascht wie erfreut, wie sie der LA-Times sagte:

„Honestly, I never thought I’d actually be playing a teen lesbian. I didn’t think it was going to go this far. But I’m glad that it did, because there have been a lot of fans who have expressed that they’ve been going through similar situations in their lives. I’ve heard from girls that are in high school, they’re 16, 17, and they’re like, ‚I came out to my mom,‘ or ‚I came out to my friends, and thank you for helping me do that.'“

Man muss eine High-School-Musical-Serie wie Glee nicht mögen. Man muss Ryan Murphy nicht mögen. Aber man sollte dankbar dafür sein, dass er mit Glee einen schwulen, einen lesbischen und einen bisexuellen Teenager neben anderen „Minderheiten“ in einer der bekanntesten und größten Serien der USA zur Hauptsendezeit untergebracht hat. Und das auch noch mit riesigem Erfolg.

Die Gifs in diesem Post stammen von yesbrittana.

Naya Riveras Twitter, Brittanys Twitter

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