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Kurz kommentiert

15. April 2011

Trotzdem uns diese Woche (nicht nur) die re:publica in Beschlag nimmt, gibt es endlich mal wieder eine wilde Link- und Info-sammlung, liebevoll ausgesucht und kritisch kommentiert. Beginnen wir mit etwas Unterhaltsamem.

  • Die Zusammenarbeit von Pink und Linda Perry begann schon vor zehn Jahren. Dass sie auf einer  Wellenlänge sind, nimmt man ihnen sofort ab, sieht man sie zusammen den alten 4 Non Blondes-Hit Whats up? singen. Der Überraschungsauftritt ist schon ein Jahr her und wurde von Autostraddle anlässlich eines Interviews mit der heute als Songwriterin aktiven Perry ausgegraben. (Lustig, wie die beiden sich nach dem Lied erstmal die Hose respektive das Kleid hochziehen.)

  • Lesarion bekommt Konkurrenz: Lvatar heißt ein neues aus UK „importiertes“ Lesbenportal – unter männlicher Leitung. Aha. Es gibt auch hier eine kostenlose „2.Klasse“-Mitgliedschaft und einen sogenannten L2-Account gegen monatliche Gebühr. Solche Foren sind zwar selten für gutes Design bekannt, aber die verspielten braun-rosa Ranken sind so eine Geschmacksache…

  • Die auf vermeintliche Generationskonflikte zugespitzte Konfrontation zwischen verschiedenen Feminismen wird erneut ausgetragen:  In der aktuellen EMMA begegnen sich Alice, Missys und Bloggerin merkwürdig versöhnlich. „Kein Bock auf Spaltung“ lautet das zunächst lobenswerte Credo. Doch gespielte Einigkeit könnte auch nach hintenlosgehen. Julia Seeliger kommentiert kritisch. Und so sehr ich die Arbeit der am EMMA-Gespräch beteiligten Autorinnen schätze, ihren Einfluss auf die Mainstream-Medien scheinen sie ein wenig zu überschätzen. Aber lest selbst. Jetzt am Kiosk.
  • Ein aktueller FAZ-Gastbeitrag von Frau Schröder ist betitelt: „Abschied vom Kampf der Geschlechter“. Hurra. Man kann ihrer verdrehten Logik kaum folgen, wenn man liest:  „Vor lauter Frauenpolitik haben wir die Männer vergessen… Nur wenn auch Männer die Chance haben, anders zu leben als frühere Generationen von Männern, ist der Weg frei für Gleichberechtigung in Familien und Partnerschaften und damit für die beruflichen Chancen von Frauen.“ Erstaunlich, dass sich unsere Ministerin für Familie und Frauen so sehr um die Männer sorgt. Vielleicht liegt es daran, dass sie täglich von so vielen Anzugträger umgeben ist. (Funfact: zwischen den Absätzen des Artikels liest man die Anzeige: „Tagesmutter werden!“)
  • Weiter mit der TV-Welt:
  • Die gute Nachricht: Diablo Codys Show United States of Tara is back! Nachdem in den ersten beiden Staffel schon viele Schatten der Vergangenheit aufgedeckt wurden, muss die neue Staffel erstmal am Spannungsaufbau arbeiten. Aber schon Marschall und Lionel (das süßeste schwule TV-Teenie-Pärchen vor Glee) ist das Zuschauen wert und die großartige Toni Collette als Tara/Buck/T/Shoshana/Chicken/Alice sowieso!
  • Weniger gute Nachricht: Vierte Staffel von Mad Men wurde bis auf weiteres vertagt; es gibt da wohl Streitigkeiten. Apropos Jon Hamm: Sucker Punch ist in den Kinos gestartet – und hat wenig gute Vorab-Kritiken. Wir haben ihn trotzdem angesehen – Kritik hier!

5 Comments

  • Reply Nadine 16. April 2011 at 21:42

    Ebenfalls neu dabei & unter „weiblicher“ Leitung http://www.queerpoint.de

    Scheint ja doch noch leider eher eine Seltenheit zu sein, dass Lesbenportale von Frauen für Frauen an den Start gehen. Warum eigentlich?!

    Gruss

  • Reply Sarahlittlestar 19. April 2011 at 12:52

    aha wie soll man das deuten?
    eine Community nur für Frauen die sich qeerpoint nennt?
    wissen die nicht was „queer“ bedeutet?
    Queer-studies schonmal davon gehört???

    queer ist ein sammelbegriff! d.h. dann müsste man das ja auch
    als Schwuler oder Hetero nutzen können!

    Unlogisch für mich! Wenn schon der Firmen-Name solche Fehler aufweißt

    „Queer“ steht heute sowohl für die gesamte Bewegung als auch für die einzelnen ihr angehörenden Personen. Es ist eine Art Sammelbecken, unter dem sich außer Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Intersexuellen, Transgendern, Pansexuellen, Asexuellen und BDSMlern auch heterosexuelle Menschen, welche Polyamorie praktizieren und viele mehr zusammenschließen….“

    sorry für die Kritik aber ich studiere queer studies und da bin ich ein wenig entsetzt

    die logik von der anderen seite Lavatar hab i noch net begriffen scheint aber ne schmucke Community zu sein

  • Reply Karin 26. April 2011 at 15:16

    soviel ich weiß, und ich habe es nicht studiert, bedeutet queer vor allem „anders“.

    Aber das finde ich auch gar nicht wichtig. ich finde es toll, dass es ein Portal gibt, dass unter weiblicher Führung ist. Da kann ich mich wohl fühlen und habe nicht das Gefühl, dass mir ein „Spanner“ über die Schulter schaut.

  • Reply Snatch 9. Mai 2011 at 09:36

    Wenn man natürlich solche Sachen liest, ist das nicht gerade vertrauenswürdig zumal sich damit gerühmt wird, es sei ein Portal „extra“ von Mädels für Mädels:

    http://www.facebook.com/group.php?gid=118479484852032&v=wall

  • Reply Nadja 10. Mai 2011 at 19:36

    Solche schwarzen Schafe sind mal wieder typisch für die lesbische Community. Ich habe zum Glück diesen Kommentar gelesen bevor der „Feigling“ Datho Henzke diesen gelöscht hat.

    Für mich steht fest, ich melde mich auf dieser Seite nicht an. Wer dreckige Wäsche wäscht, hat mein Vertrauen nicht verdient.

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