Bücher Kultur Magazines to discover

Endgültiges Aus fürs VenusZine?

6. Januar 2011

Es gilt Abschied zu nehmen. Das VenusZine stellt seine Printausgabe ein. Vor wenigen Wochen war schon bei AfterEllen darüber zu lesen und nun wird es auch auf der eigenen Homepage bestätigt:

Venus Zine is taking a printing pause and will deliver our great content about women living their lives creatively online.

Die Winter 2010-Issue (oben) steht als letztes Exemplar seiner Art in den Läden. Anstelle eines Abonnements bekommt man einen Newsletter angeboten. Die Online-Redaktion setzt ihre Arbeit also fort. Allerdings mit reduziertem Personal. Jill Russell, gerade noch Chefredakteurin des Hefts, erklärte hier:

„We just learned that Venus will no longer publish in print (also, myself and the other staffers will be done as of this Friday, December 10). Despite our best efforts—and we have done AMAZINGLY well this year on the editorial side, both in print and online—it’s become an issue of finances, as always in media.“

Das Angebot an Frauen promotenden Musikmagazinen ist damit noch kleiner geworden. Verschwindend klein.

Seit seinen Riot Grrl-Anfängen – die neunzehnjährige Amy Schroeder begann 1995 selbst kopierte Seiten an ihrer Uni zu verteilen, wenige Jahre später lag ein großformatiges Hochglanz-Magazin in internationalen Presseshops – hatte Venus schon einige Höhen und Tiefen hinter sich, als es zur Übernahme durch Sarah Beardsley kam. Der Relaunch und die neue Vermarktung erscheinen jetzt wie ein Aufbäumen vor dem Niedergang. Hat die Welt der großen Musikmagazine nun endgültig an feministischer Vielfalt und Farbe verloren?

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar