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Best & Worst of 2010

31. Dezember 2010

Mit dem Jahresrückblick haben wir bis zuletzt gewartet. Man weiß ja nie, was noch kommt. Kurz vor Schluss präsentieren wir nun, um last minute-Tipps ergänzt, unsere Auswahl der Höhen, Tiefen und Erinnerungen des Jahres!

Kino

Die Profi-Youtube-Zusammenschnitte haben ja schon schöne Rückblicke geliefert. An Filme wie Inception, Alice in Wonderland und The Kids Are All Right müssen wir wohl nicht nochmal erinnern. Aber da sind noch ein paar persönliche Lieblinge, die unbedingt eine Erwähnung verdienen: Neben der Millenium-Trilogie gab es  weitere europäische Filmperlen wie Gainsbourg, I Am Loveund London Nights/Unmade Beds. Richtig zu Herzen gingen auch der Knetfilm Mary & Max und – etwas verspätet in Deutschland angekommen –  The Private Lives Pippa Lee! Etwas untergegangen ist der extrem unterhaltsame Scott Pilgrim vs. the World. Trotz unbändiger Energie gar nicht erst ins hiesige Kino geschafft haben es die Girl-Filme Whip it! (da bestehen noch Chancen für 2011) und The Runaways (gleich auf DVD gelandet). Und der aktuelle Film zum Jahreswechsel: Tykwers Drei mit der großartigen Sophie Rois.

Bücher

Die diesjährigen Entdeckungen im Bereich lesbische Literatur? Fehlanzeige. (Was hab ich übersehen, frag ich mich?) Dafür konnten mich 2010 viele im weiten Sinne biografische Neuerscheinungen mitreißen: Katrin Boese war um die Aufarbeitung von Zelda Fitzgeralds Leben bemüht („So leben, dass ich frei atmen kann“), Patti Smith erinnerte sich in Just Kids an ihre Zeit mit Robert Mapplethorpe und mit Traumfabrik lieferte Sara Stridsberg einen Experimentalroman um Valerie Solanas. (Mit Unbearable Lightness und Inferno stehen noch zwei neue Autobiografien auf der to-read-Liste.) Auch zwei pop-feministische Sachbücher des Jahres möchte ich euch empfehlen:  In ihrer Dissertation durchstreifte Julie Miess das Horror-Genre nach neuen (Girl)Monstern und Sara Marcus legte eine Geschichte der Riot Grrrl Bewegung vor: Girls To The Front! (Nadin)

Musik

So richtig einig sind wir uns in Sachen Musik vielleicht nur bei Kat Frankie und den Fagget Fairys. Und bei Tegan and Sara natürlich. Bei Gorillaz und iamamiwhoami schon weniger. Aber was soll’s. Für (zumindest eine von) uns besonders bemerkenswerte Veröffentlichungen gab es außerdem von She & Him, Hot Chip, Nadine Khouri, Róisín Murphy, Warpaint, Janelle Monáe, Robyn, April Smith and the Great Picture Show, Aloe Blacc und RJD2. Auch ohne Neuigkeiten dieses Jahr unglaublich wichtig waren uns: The XX, Florence And The Machine, Kleerup und Charlotte Gainsbourg. Ach, setzt diese Liste einfach in Gedanken fort; wir tun das jedenfalls.

Serien

Neue Serien, neue Staffel, neue Gesichter. Was hat sich im TV-Land getan? Große Freude machten unsLip Serviceund Glee! Kleine lesbische Erzählstränge lieferten so unterschiedliche Shows wie die Sommer-Teenie-Story Pretty Little Liars, die nach wie vor grandiosen Mad Men und die leider viel zu kurzen Folgen von United States of Tara. Jane Lynch, Toni Collette, Christina Hendricks, Katie McGrathZosia Mamet etc. – Serien liefern heutzutage den Stoff für große Schauspielerinnen! Und fast überall können wir uns auf Fortsetzungen freuen…

Enttäuschungen und Aufreger in ungeordneter Reihenfolge:

  • Unsere anti-feministische, historisch ungebildete Familienministerin und dieser hochgepuschte „Feminismus-Battle“!
  • Die FIFA WM ging Nadin, ausgerechnet im Frühsommer, 4 Wochen lang auf die Nerven
  • und die S-Bahn ging Charly in Berlin 12 Monate lang auf die Nerven.
  • Eine vielversprechende Serie wie Lip Service bedient in der 4. Folge dumme Männerfantasien – es sollte sich doch rumgesprochen haben, dass Lesben sich beim Sex eher ungern von Taxifahrern oder Ehemännern zusehen lassen!
  • Nadins Lieblingsstück von Soap&Skin wurde für eine Autowerbung (!) verwendet.
  • Den Titel „Filmflop des Jahres“ teilen sich: Sex and the City 2 (was für ein Blödsinn, dabei war der erste Film doch gar nicht schlecht) und The Tourist, der wohl als unfreiwililge Satire verstanden werden muss.

Letzte Worte 2010 von Charly:

Lasst diese Vorsätze sein. Dazu braucht es keinen Jahreswechsel, ein neuer Schlüpfer reicht da schon aus. Ein wunderschönes 2011 everyone!

Letzte Worte 2010 von Nadin:

Cheers! Auf ein neues Jahr voller Überraschungen!

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