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Musikvideo Mittwoch – Patricia Barber

24. November 2010

Draußen schneit es. Gut, es ist Ende November, da ist das Wetter berechtigt mir ein paar Schneeflocken um die Nasen wehen zu lassen. Allerdings ist da gerade nicht mehr so viel Tanzen, wie in meinem letzten Musikvideomittwoch, angesagt. Da sitz ich abends lieber …ach, wem mach ich was vor, ich sitze abends grundsätzlicher lieber mit einem guten Buch und einem Tee/Glas Rotwein im Sessel und höre dabei schöne Musik. Partys sind mir zuwider und Musik, wie sie Patricia Barber macht, sind die perfekte Untermalung eines, für mich, perfekten Abends.

Die geoutete Jazz-Sängerin begleitet uns alle schon ein weniger länger, als viele glauben. Ihr erstes Album kam 1992 auf den Markt, seitdem testet und erfindet sie sich immer wieder neu und verleiht vielen Liedern einen charmanten, queeren Touch – wenn man denn so will.

Sie ist Pianistin, Komponistin und Sängerin und war immer geoutet:

“I was never one of those people who suffered. My mother, I guess, taught me from the minute I was born that I was where the party was, and I didn’t cry, I didn’t suffer, I didn’t feel discriminated against. I just felt like the whole thing was fun. It was fabulous, in fact (laughing). So then that’s part of my being out. Every now and then I see people’s faces, and I treat my relationship with my partner Martha like everybody else at the table treats their relationship with their wife or husband. I mention it, just normally. I don’t emphasize it, I just say, you know, Martha never sets the alarm clock or something, and that seems to work. Sometimes, with very conservative people, it takes them a couple of seconds and then they’re fine with it.”

Afterellen 2005

Ich habe sie relativ spät entdeckt und habe also selbst noch einiges von ihrer Musik nicht gehört. Aber man möchte fast sagen: „Vergesst Diana Krall, wir haben Barber!“

Ich weiß, dass Jazz nicht für jede etwas ist, aber vielleicht hört ja die ein oder andere mal rein. Zum Wetter passt die Musik ja allemal.

„This openly lesbian jazz singer is obviously getting fatigued by all the talk of sexuality. Barber does admire and respect lesbians and gay people everywhere. …In fact she is fairly political and outspoken. She is just tired of interviews about music getting narrowed into interviews about sexuality.“
(San Diego Gay and Lesbian Times)

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