„Für einen Abend macht es mir Spaß den Mann zu spielen.“ – Ein offener Brief

Es ist schon ein schlechtes Zeichen, wenn meine beste Freundin mir die NEON nur reicht. Wenn sie das allerdings auch noch mit ernstem Gesichtsausdruck und den Worten „Lies mal diesen Artikel, ich möchte wissen, was du denkst“ tut, bedeutet das nichts Gutes.

Und nichts Gutes konnte ich an ihm finden, dem Artikel „Das Busenwundern“ von Xenia Meiske in der letzten NEON-Ausgabe. Er hat meine Meinung über die NEON nur wieder bekräftigt: Sie ist nicht mehr als die BILD für Studenten.

Der Artikel ist online nicht verfügbar und Wort für Wort abtippen werde ich ihn nicht. Das möchte ich eurem Nervenkostüm auch nicht zumuten. Genausowenig ist das Zerreißen jedes einzelnen Satzes mein Stil.

Deshalb habe ich die Form eines offenen Briefes gewählt:

Liebe Xenia Meiske,

dein Artikel in der NEON ist der größte Mist, der mir seit langer Zeit unter die Augen gekommen ist und ich finde, es ist eine Schande, dass dieses Gedankengut jemanden gefunden hat, der es veröffentlicht.

Dein Anliegen war es über „Modelesben“ zu schreiben, stattdessen wurde daraus ein Aufsatz darüber, wie heterosexuelle Frauen es im Bett deiner Meinung nach nicht bringen, du hingegen aber schon. Dabei ziehst du, gewollt oder nicht, jedes Klischee aus der Schublade und amüsierst dich im selben Atemzug selbst über bestehende Klischees. Es stimmt, die Lesbe im Karohemd ist kein Klischee, aber sie ist auch kein präoperativer Transmann. Sie verkleidet sich nicht als Mann und würde gar nicht daran denken. Und die femininen Frauen, die du so gerne magst? Die verstecken sich doch auch in Karohemden. Aber es ist ja auch viel einfacher darüber rumzujaulen, selbst in der Minderheit zu sein. Als arme, arme feminine Frau, die feminine Frauen liebt.

Die Statistiken, die du dann an Land ziehst, könnten wissenschaftlicher nicht sein:

„58 Prozent aller Frauen können sich Sex mit einer anderen Frau vorstellen, sagt die „Glamour“. Die „Cosmopolitan“ behauptet, diese Zahl liege sogar bei 83 Prozent.“

Der Rest deines Artikels wird von da an nicht besser.
Du nimmst die „Hetera“ Juliane mit nach Hause, denn sie ist „zu schön um sie abblitzen zu lassen“ und sie ist unsicher. Natürlich ist sie unsicher, sie hat noch nie mit einer Frau geschlafen. Da denkt die geneigte Leserin, dass du, selbst einst von der Heterosexualität „missioniert“, dafür Verständnis haben solltest. Hast du nicht, denn statt es langsam angehen zu lassen, gibt es das volle Programm:

„Ob nun Lecken mit diffiziler Zungentaktik, G-Punkt-Massage mit dem Zeigefinger, dreckiges Gequatsche, ich lasse wirklich nichts aus. Ich nehme sie am Ende so gut, dass sie eine Ejakulation hat (das ist kein Pornomythos, das gibt es wirklich, man muss sich nur geschickt anstellen.“

Und danach wunderst du dich, dass sie, wenn du wirklich so ein Hammer im Bett bist, wie du sagst, völlig geplättet ist.
Aber du hast ja das Taxi und die Drinks bezahlt, hast den „Männerpart“ übernommen. Jetzt bist du dran, jetzt hat sie ihren Teil der nichtexistenten Abmachung zu erfüllen. Du wunderst dich nicht mal darüber, dass sie sich ungeschickt anstellt, nein, du amüsierst dich.
Die dummen Heteroweiber! Was die sich alleine doch immer über die ungeschickten Männer auslassen! Und die „wunderschöne Juliane“ gerade hat ja auch keinen Plan und Probleme beim ersten Mal mit einer Frau gleich den G-Punkt zu finden. Ungeschicktes Ding.
Und der größte Mist? Die Mühe ist es nichtmal wert, denn am Ende hast du nicht mit ihr geschlafen! Dazu wäre ja ein Orgasmus nötig gewesen. Schließlich bist du nicht so wie die Heteros handlungs- sondern ergebnisorientiert!

Kommt aber noch besser, denn jetzt redest du endlich mal über sie – die „Modelesben“. Die Rückzieher machen, die Memmen, oder sich wieder anziehen, nachdem der Freund per SMS nicht die Erlaubnis erteilt hat, ob sie mit jemand anderem schlafen darf. Wundert man sich, wie Beziehungen so funktionieren, wenn nicht jeder mit jedem vögeln kann. Komische Heteros. „Mangelnde Courage ist bei Modelesben natürlich das Schlimmste“. Jap. Einfach feucht machen und liegen lassen, Unverschämtheit!

Die gute Freundin von dir, traumatisiert von den Heterofrauen, die muss natürlich auch erwähnt werden:

„Eine gute Freundin von mir hat sich vor ein paar Jahren heillos in eine Modelesbe verliebt. Jetzt ist sie so traumatisiert, dass sie auch noch in der härtesten Lesbe eine verkappte Hetera vermutet.“

Entweder ist deine gute Freundin sehr sensibel oder es ist eine Geschichte, die mich wirklich interessiert hätte! Was hat die blutsaugende „Hetera“ gemacht? Hat sie ihrem Freund gesagt, er soll sich verstecken und während des Sexes plötzlich nackt vom Schrank springen?!

Und das Ende deines Artikels, das ist einfach zu schön um wahr zu sein:

„Erotisches Konsumdenken ist kein Problem. Aber etwas mehr Sensibilität, Höflichkeit und Know-How wären gut. Bevor man auf eine Lesbenparty geht, könnte man sich zur Vorbereitung einen Lesbenporno anschauen.
Und eine Sache verstehe ich nicht: Wenn man schon den Mut und die Neugier hat, um sich auf dem erotischen Markt umzusehen: Sollte man dann nicht auch die nötige Konsequenz besitzen, um sich für das erwiesenermaßen bessere Produkt zu entscheiden?“

Meine liebe Xenia, es gibt etwas, das nennt sich Bisexualität. Schlag es nach, Wörterbuch, unter B. Achja und noch etwas, wenn du gleich das Wörterbuch in der Hand hast: One-Night Stand.

Tatsächlich ist das Thema „Modelesbe“ ein interessantes Thema. Du hast es allerdings geschafft dich, und alle Lesben mit, als triebgesteuerte Sexmonster, Bisexuelle als unentschiedene Feiglinge, heterosexuelle Frauen als unsichere Tussen die Lesben terrorisieren, und Männer als unsensible Zuhälter hinzustellen. Dazu muss man dir fast gratulieren! Wahrlich eine Glanzleistung.
Als selbst ehemals heterosexuelle Frau, die sich nach eigener Aussage die Augen zugehalten hat, wenn ihr Freund sich die Hose runterzog, hätte man bei dir mehr Sensibilität, ja fast Tiefgang vermutet. Alles was man jedoch findet, ist eine beleidigte Lesbe, bei der es selbst mit heteronormativen Mustern nicht weit her ist. Vermisst du doch die klare Rollenverteilung, bezahlst brav alles und forderst danach dann auch Leistung von deinem Sexpartner als Bezahlung.

Also bitte, liebe Xenia, das nächste Mal, wenn dich eine heterosexuelle Frau ärgert, schreib deine Sorgen, Nöte und Gedanken in dein Tagebuch und nicht dahin, wo es alle lesen können. Es könnte die Vermutung entstehen, dass alle Lesben so sind wie du.

Bis dahin:

Ein großes Fuck you von mir und den heterosexuellen Frauen, mit denen ich geschlafen habe.

Charly

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37 Antworten to “„Für einen Abend macht es mir Spaß den Mann zu spielen.“ – Ein offener Brief”

  1. Sandra 1. November 2010 at 21:09 #

    What the hell! Also eins muss man der Autorin ja lassen, Mut hat sie. Statistiken aus der Glamour und der Cosmopolitan zu zitieren, das muss man sich erstmal trauen. Ich weiß nicht recht, ob ich lachen oder weinen soll. Ich fühl mich persönlich auch latent angegriffen irgendwie. Das Konzept der Bisexualität, scheint der Dame ja echt noch nicht untergekommen zu sein. Aber hey, setzt sich das ja durch und ich kreuze demnächst in den Gleichstellungsbögen (ja, die gibts hier in UK für jeden Mist) ‚Modelesbe‘ anstatt ‚bisexuell‘ an.

  2. Liselotte 1. November 2010 at 21:54 #

    Wie schön es wäre, die Neon würde diesen Brief in der nächsten Ausgabe drucken! Nur leider reicht das Interesse der meisten Menschen für dieses Thema eben doch nicht über den Tellerrand hinaus! Á la: „Oh wir haben noch ne Lesbe im Programm, die soll mal unser alternatives Image mit nem Artikel aufmöbeln…“. Da wird einem schlecht. Echt, danke für die Antowrt, hab ich gebraucht.

  3. n. 1. November 2010 at 23:14 #

    wow, dank dir!
    gelesen habe ich den artikel selbst noch nicht – für soviel unfug vielleicht doch die neon kaufen, kurios ist es ja schon – aber dein offener brief lässt tief blicken.

  4. C. 2. November 2010 at 00:26 #

    Danke! Der Artikel ist so fail!

  5. Nadin 2. November 2010 at 09:27 #

    Der Titel „Busenwundern“ erinnert so wunderbar geschmacklos daran, welches „Vatermagazin“ der NEON (siehe Stern aufm Magazin-Cover) regelmäßig zu jedem nur denkbaren Thema dieselben Körperteile aufs Titelblatt setzt.

    Übrigens: abgelegt wurde der NEON-Artikel online unter „Schwul/One-Night-Stand/Der Morgen danach/Die Geliebte sein“ und das Schlagwort „schwul“ führt uns dann zu einer Collage, auf der neben einem Wolfskopf ein Typ ne Frau von hinten nimmt – total schwul eben.

    Naja, mit etwas Glück machen sich nach einem derartigen (hobby-)journalistischen Griff ins Klo ein paar Leute mehr mal Gedanken über Ausgrenzungsmechanismen in der „Community“.

  6. Ina 2. November 2010 at 09:36 #

    DANKE!! Mir aus der Seele gesprochen.

  7. a. 2. November 2010 at 22:43 #

    Ich kann mir genauso gut vorstellen, dass der ganze Artikel wie die Autorin fake ist, es klingt alles nach „Müller, schreiben Sie mal alles auf, was Ihnen über Lesben einfällt.“ Und ja, Neon ist Bravo und Bild für Studenten, in Einem.

  8. Butterflythoughts 2. November 2010 at 23:17 #

    Danke!

    Ich hab mich auch aufgeregt über den Artikel. Ich kenne die Argumente und Ärgernisse von Lesben, die mit sogenannten Modelesben in Kontakt gekommen sind, in der in oder anderen Art enttäuscht wurden zur Genüge. Teilweise kann ich es nachvollziehen, teilweise find ich es aber übertrieben und als Bisexuelle angegriffen und nicht ernst genommen.

    Was mich immer wieder und gerade bei dem Artikel ärgert ist das Argument, dass wenn eine Frau schon zugibt, dass der Sex mit einer Frau besser war als alles was sie bis dahin mit einem Mann erlebt hat, frau der Meinung ist es müsse SOFORT eine 180° Wendung gemacht und die Verführte Coming Out et cetera durchziehen soll. Sex ist nicht alles. Nur weil ich tollen Sex mit jemanden hatte, heirate ich die Person doch nicht gleich.

    Danke für deinen offenen Brief, er sprach mir aus der Seele.

  9. Oliver Kucharski 3. November 2010 at 14:20 #

    Servus, wir haben unserer Autorin den Link geschickt. Ich möchte nur kurz die Sache mit den Schlagworten und der Illustration erklären: Ja, das ist unglücklich, denn das sieht missverständlich aus. Also: Der Text ist in die Kategorie „Sex“ eingeordnet, und in dieser Kategorie gibt es diese Illustration mit dem Wolf und dem Pärchen (und die kann man jetzt natürlich schön finden oder nicht). Die Schlagworte „Schwul“, „One-Night-Stand“ usw. sind wiederum nur zusätzliche, weiterführende Schlagworte, die bei JEDEM Text der Kategorie „Sex“ angezeigt werden – ganz egal, worum es darin genau geht. Wir werden aus dem „schwul“ jetzt ein „schwul & lesbisch“ machen, dann gibt es da hoffentlich weniger Irritationen. Ich hoffe, das war halbwegs verständlich erklärt. Grüße aus der NEON-Redaktion!

  10. Claudia Marschner 3. November 2010 at 14:31 #

    Hey Charly,
    drei Engel für diesen schönen und vor allem humorvoll-ironisch-zynisch- offenen Brief.
    Xanthippe Meiske wird bestimmt auch Einiges von dem Brief verstanden haben – selbst sie hat sicher 1-12 Gehirnzellen (?)
    Viele Grüsse
    Claudia

    P.S. meine letzte Freundin trug Morgens immer und ausschliesslich ein Karohemd, wenn sie einen Kaffee machte. Das war ungewollt modisch und sehr sexy 🙂

  11. Franzi 3. November 2010 at 19:28 #

    @Oliver: Danke für die Erklärung soweit, schön, dass ihr immerhin aus schwul schwul/lesbisch machen wollt, auch wenn es in dem Artikel ja eigentlich um Bisexuelle und andere geht, aber die sind bei euch vermutlich weniger Thema. Vielleicht hätte die Kombination aus „schwul“ und „die Geliebte sein“ mich ja schon auf den richtigen Trichter bringen sollen…

  12. Xenia 3. November 2010 at 20:39 #

    So, guten Abend lieber Hühnerstall!

    1.Weder Artikel, noch Autorin sind fake!! Mich gibt es wirklich und ich möchte mich jetzt mal äußern.

    Ich wollte mit diesem Artikel niemanden persönlich angreifen. Zum Glück leben wir alle in einer Demokratie, wo freie Meinungsäußerung zu den Grundrechten gehört. Gegen Emotionsausbrüche kann ich hier leider nichts tun, es ist auch gar nicht mein Bestreben. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen. Ich wollte mit dem Artikel keine wissenschaftliche Arbeit abliefern, ich habe einfach mein Erlebtes und meine Meinung geäußert. Tja, dass das der NEON gefallen hat, hat mich sehr gefreut. Auf „fuck you“ hab ich nicht so wirklich Lust, denn das habe ich nicht nötig. Im Großen und Ganzen habe ich eine immens positive Resonanz bezüglich meines Artikels erfahren und Mädels, nicht böse sein, kann eben nicht jeder für die NEON schreiben. Also verewigt eure Hasstiraden meinetwegen doch bitte auf euren very important blogs ;). Für Kritik von Menschen, die sich entsprechend artikulieren können, bin ich gerne offen. Alles andere berührt mich nicht im Geringsten.Mir hat es Spaß gemacht, den Artikel zu schreiben. So sind nun mal meine Erfahrungen. Ist doch vollkommen legitim oder?
    Ich lächel müde über persönliche Beleidigungen.
    Ach ja, noch ein kleiner Nachruf für gewisse Menschen, die ich auch mit Pseudonym identifiziert habe und kenne: Baby, ich kann nichts dafür, dass ich nun glücklich bin und du mit einer Modelesbe zusammen bist. 😉 Entsprechende Person weiß ganz genau, dass sie gemeint ist.

    Ansonsten scheint der Artikel ja interessant genug zu sein. Ob nun positiv oder negativ.

    Schönen Abend noch.

    Xenia Meiske.

  13. Xenia 3. November 2010 at 21:01 #

    @Claudia Marschner: meine Post to heaven: bitte etwas weniger persönlich. Meine Gehirnzellen sind alle aktiv und ich denke, Sie sind etwas aufgeregt. Ich weiß im Übrigen durchaus, was Bisexualität ist. Allerdings habe ich einen Artikel zu einem Erlebnis geschrieben und wollte damit auch nicht alle Formen der Liebe diskutieren.

    @Charly:Es handelt sich, wie schon erwähnt, um meinen persönlichen Erfahrungshorizont als Lesbe. Ich möchte NICHT pauschalisieren.

    Schmunzelt doch alle mal ein bisschen mehr. Ich bin nicht A.Schwarzer und meine Intention ist es nicht, meinen Artikel als DIE allumfassende Abhandlung über lesbische/bisexuelle etc pp. Liebe anzusehen.

    Für jede Hetera /Lesbe/ Trans, die/der sich durch meinen Artikel persönlich angegriffen fühlt: Verzeihung.

    Aber meine Erfahrungen bezüglich dieser Thematik darf ich so belassen ja?

    Lieben Gruß,
    Xenia

  14. Juliane 3. November 2010 at 21:20 #

    @ Xenia

    Sag mal, hast Dich überhaupt dazu herabgelassen, den hier veröffentlichten Brief zu lesen? Niemand kritisiert, dass Du keine wissenschaftliche Arbeit abgeliefert hast. Gleichwohl lassen Statistiken der Glamour und der Cosmopolitian an Deiner journalistischen Fertigkeit zweifeln. Nun, sei es dahingestellt, wieviel Berufsethos der geneigte „Neon“- Schreiberling haben muss. Da dem so ist, beneidet Dich auch keiner dafür, dass Du im Neon mit Deinem „Werk“ (ein Artikel setzt nach meiner Definition eine gewisse inhaltliche Sachlichkeit voraus) erschienen bist.

    Leider erfreut sich die Neon einer breiten Leserschar. Umso gravierender ist es, was Du für ein Bild von einer Lesbe zeichnest. So, wie Du Dich in Deinem Werk schilderst, müssen Lesben gefühlskalt und triebgesteuert sein. Dieses Bild muss unmittelbar beim Leser erzeugt werden, da Du überhaupt nicht auf die Gefühlswelt Deiner Gegenüber eingehst. Das wird besonders an der Stelle deutlich, an der Du schilderst, wie Deine „Modelesbe“ auf Deinem Bett sitzt und Dich fragt, „ob sie gleich alles ausziehen solle“ (Ich könnte an dieser Stelle ausholen, dass du nicht mal gentle genug bist, sie auszuziehen). Von dort an schilderst Du eine halbe Vergewaltigungsszene. Warum bewegen sich beide nicht auf Gleichordnungsebene? Wofür brauchst Du dieses Machtgefälle? Wieso gibt es ein erwiesenermaßen besseres Produkt?

    Doch scheinbar spielt in Deiner Welt Genderpolitik gegenüber Role Models eine geringere Rolle. denn damit kann man ja so herrlich Klischees bedienen. In diesem Sinne hoffe ich, dass Du weiterhin auf der Mainstream-Welle schwimmst, damit wir beide uns nie begegnen müssen.

  15. Hana 3. November 2010 at 21:48 #

    Frau Meiske, Sie können die Welt ja gerne als Hühnerstall sehen, in dem alle sitzen (aber lassen Sie doch bitte die Leserinnen dieses winzigenwinzigen Blogs da heraus), um endlich mal ein großes Ei für die neon zu legen, während das Feuer der Egozentrik hinter den Insassen bruzzelt. Immerhin kennen Sie Frau Schwarzer; Ihrem Text nach zu urteilen sind inklusive der Fähigkeit des selbstreflektiven Denkens allerdings mehrere Jahrzehnte intellektueller, emanzipatorischer Entwicklung an Ihnen vorbeigegangen.

    Deshalb wird dem Text keinesfalls eine mangelnde Wissenschaftlichkeit vorgeworfen – solche Inhalte sind in einem pseudointelligenten Magazin wie der neon auch wohl kaum zu vermuten, wer sollte sich also darüber beschweren? – Die Stoßrichtung der Kritik bezieht sich auf den verantwortungslosen Umgang mit unausgeloteten und dementsprechend schändlich weil falsch verwendeten oder weggelassenen Begrifflichkeiten, die Personen ein- und ausschließen, die dort nichts zu suchen haben.

    Allerdings ist das nicht verwunderlich: Wer als Bezugsrahmen nur sich selbst kennt, kann die aus sich abgeleiteten Werte ja nur mit der Fähigkeit zur Abstraktion verwechseln, um sich danach wieder auf den eigenen Horizont zu berufen. Wer sich allerdings eine Plattform wie ein großflächig publizierendes Magazin sucht (Publikum und Qualität hin oder her), sollte sich der weitreichenden Verantwortung bewusst sein und diese nicht an die scheinbar alles legitimierende und überstrahlende Veröffentlichung abgeben. Dieser Artikel mag etwas mit Ihren Erfahrungen zu tun haben (ich hoffe für uns beide, dass wir uns nie kennenlernen), aber er ist völlig blind gegen die Welt.

    In Zukunft: Bitte die Finger von solchen Themen lassen. Alle, die an Solidarität nichts schlechtes finden und Verständnis für die Einzigartigkeit von Menschen haben, werden dankbar sein.

  16. lantzschi 3. November 2010 at 22:38 #

    Liebe Xenia,

    bevor du dich und das Blatt, welches diesen Artikel veröffentlicht hat, weiter blamierst: Ich kommentiere nie anonym.

  17. Hetera 3. November 2010 at 23:16 #

    @Frau Meiske:

    Wissen Sie, wären Sie ein Mann, würde Ihr Artikel unter die Kategorie flachgeistige Stammtisch-Macho-Angeberei fallen.

    Dass Sie eine Lesbe sind, die sich für einen Abend eine unerfahrene Sexualpartnerin zieht, über die sie dann herziehen kann, macht es nicht besser. Nur anders.

    Wenn Ihr Geplaudere aus Ihrem persönlichen Nähkästchen für die NEON reicht, spricht das noch nicht im Mindesten für Sie, und schon gar nicht für die Qualität des Blättchens. Das Niveau auf dem Printmarkt hat ja bekannterweise eine weite Spannbreite.

    Seien Sie also nicht zu stolz, denn dem Hochmut folgt immer der Fall. Und wenn ich richtig verstanden habe, sind Sie eine Lesbe. Da haben Sie sich und Ihresgleichen ja jetzt mal richtig schlecht gemacht.
    Die vielen Heteros, die Ihren Ausführungen voreingenommen gelauscht haben und den Artikel genauso falsch verstanden haben dürften, wie die kommentierenden Diskussionspartnerinnen hier befürchten, werden mit passenden Reaktionen und Meinungen auf Sie zurückkommen. Meinen Sie nicht?

    Das Problem, bleiben wir mal bei der von Ihnen gewählten Metapher des Hühnerstalls, sind die Nestbeschmutzer, die am Ende mit den anderen Stallbewohnerinnen in ihrer eigenen Sch…. sitzen müssen.

    Schade. Da haben Sie so viele wertvolle Zeilen bekommen, FÜR etwas zu sprechen und dann verschwenden Sie sie im besten Falle sinnfrei, deutlich wahrscheinlicher aber nachhaltig gegen sich selbst.

    Dumm. gelaufen.

  18. MeL 3. November 2010 at 23:49 #

    @Hana: Bravo! Wunderbar und sehr treffend ausgedrückt.

    @Frau Meiske: Ich hoffe, dass die Kritik meiner Vor-Kommentatorin ausreichend wohlgeschliffen und damit Ihren Ansprüchen entsprechend artikuliert war, so dass Sie dafür – wie Sie selbst schreiben – tatsächlich offen sind. Einfach mal lesen und wirken lassen, so funktioniert Feedback. Dafür sollte jede/r offen sein, auch eine von der NEON veröffentlichte Autorin. Und ganz so über den Dingen, wie Sie uns glauben machen wollen, stehen Sie ja offensichtlich nicht, denn sonst hätten Sie sich nicht herabgelassen, auf einen Beitrag in einem dieser „very important blogs“ auch noch zu antworten.
    Ich wünsche Ihnen ebenfalls einen schönen Abend,
    freundliche Grüße
    MeL

  19. MeL 3. November 2010 at 23:52 #

    Ups, da sind ein paar Kommentare dazwischengerutscht – mit Vor-Kommentatorin meinte ich den Kommentar von Hana (obwohl auch die anderen durchaus treffend sind).

  20. tez 4. November 2010 at 19:46 #

    Die Neon ist ein grauenhafter Haufen Scheiße, war sie auch schon immer. Die manifestierte Denkverweigerung. Wer die liest, kuckt auch Soaps und kann sich seinen sonstigen Lesestoffbedarf zu 100% in der Bahnhofsbuchhandlung decken. Mal ein Krimichen, mal ein Schundromanchen, mal ein Frauenzeitschriftchen, in der Freizeit vielleicht ein Affärchen, und so verplätschert das Leben.

  21. Irene 4. November 2010 at 23:10 #

    Wenn man nach Xenia M. googelt, findet man nix außer der Welle um diesen Artikel und paar Facebook-Accounts. Entweder ist die Autorin ein völlig unbeschriebenes Blatt und gerade am abheben, weil ihr Beitrag unverhofft in einer Zeitschrift gedruckt wurde („Mädels, nicht böse sein, kann eben nicht jeder für die NEON schreiben“), oder sie ahnt was sie da tut und ist immerhin so professionell, sich durch ein Pseudonym zu schützen.

  22. Anne 5. November 2010 at 00:06 #

    Sehr geehrte Leser_innen,

    ich finde es überraschend, dass eine „Autor_in“, die selbst um die Unvorsicht und Unbedarftheit anderer im Umgang mit eigenen Aussagen, Haltungen und Ansichten wissen sollte – selbst in eine derart pejorative Haltung verfällt.

    Der Artikel gleicht einem Summarium von einlinigen Erfahrungen, die, so wahrgenommen, nicht nur bedauerlich, sondern wenig reflektiert zu sein scheinen. Klischees dieser Art sind nicht die Natur einer Sache, sondern Gewalt an eben dieser.

    Ich werde nun weder den Artikel exzerpieren, noch eine apologetische Streitschrift verfassen, aber gesagt sei, dass dieser Artikel schlicht eine Herabwürdigung jedes Menschen, jeder Frau und jedes Mannes ist – und die Essenz, die bleibt, ist die Selbstbeweihräucherung einer jungen „Autor_in“, die die Frauen einfach „zu nehmen weiß“ – es ist so leicht, dass VERMEINTLICH Schlechtere zur eigenen Selbstrechtfertigung und Identifikation heranzuziehen und leider ist dabei bei jedem Menschen auch die Tendenz enthalten, seine Grenzen nicht genügend einzuhalten.

    Dieser ganze Artikel und sein Fazit von Frau Meiske ist eine Milchmädchenrechnung – die zeigt, dass es noch viel zu lernen gilt/gibt. Denn, wer der vermeintlichen In-Group eine solche Überlegenheit zuschreibt, sorgt gerade erst für die, doch so selbstbeklagte, „Out-Group“.

    Der offene Brief – auch hier habe ich die Professionalität der Autor_in vermisst. Auch wenn der persönliche und völlig gerechtfertigte Ärger über solch einen Artikel in den (Leser)-brief einfließen darf und soll, muss er dies in einem angemessenen Wortlaut tun.

  23. Charly 5. November 2010 at 00:29 #

    @Xenia, danke für deine Rückmeldung. Leider zeigt mir dein Kommentar, dass du nicht verstehst, worum es mir und den ganzen anderen geht. Schade.

    @Anne Ich habe mir viel Gedanken über den Wortlaut gemacht, aber ich stehe hinter ihm und bin mir bewusst, dass er mir gewisse „Professionalitätspunkte“ abzieht. Ich hätte mit einer absolut professionellen Version dieses Briefes hier auftauchen können, aber ich habe es nicht getan, weil ich es, vor allem in diesem Fall, in jeder Art und Weise authentisch haben wollte. Ein „Fuck you“ zum Beispiel, ist vielleicht nicht das allerfeinste Vokabular, aber genau das, was ich beim Lesen dieses Artikels empfunden haben.

    @Oliver Auch dir danke für die Änderung und deine Antwort! Jedes „lesbisch“ mehr zählt.

  24. Anna 9. November 2010 at 06:57 #

    Hallo,

    ich habe mir den Artikel auch durchgelesen und muss sagen, dass ich ziemlich enttäuscht war.
    Die Autorin schilderte ein persönliches Erlebnis und äußerte ihr Meinung. Daran ist absolut nichts verwerflich. Allerdings ist der Artikel in den Kernaussagen so allgemein gehalten, dass das eben bei den wichtigen Dingen nicht klar wird.

    Für mich – und vermutlich auch für viele andere Leser/innen – wurde ein extrem negatives Bild von Bis/Lesben/… gezeichnet. Wer in der Materie „drinsteckt“ und selbst Erfahrungen gemacht hat, kann (vielleicht) darüber schmunzeln.
    Doch wie kommt ein solcher Artikel bei dem Großteil der Leser an (die vermutlich nicht homosexuell sind)??

    Es ist noch so viel zu tun um die Gleichstellung zu erwirken und solche Artikel (natürlich nicht der Artikel allein) rufen bei einem großen Teil der Menschen vielleicht negative Assoziationen und Gefühle hervor, die bewirken, dass man sich dann doch gegen dieses Thema ausspricht.

    Meiner Meinung nach müssen eben gerade Minderheiten ein wenig darauf aufpassen wie sie sich präsentieren oder präsentiert werden.
    Vor allem, wenn man als Minderheit bestimmte Ziele erreichen möchte…

  25. Marie 10. November 2010 at 19:53 #

    Ich bin aus Zufall auf den Artikel gestoßen, als ich mir nach Monaten mal wieder die Neon kaufte und ich muss sagen, dass ich es schade finde, dass final ein Thema, das wie ich finde, seit Monaten doch relativ aktuell in der Szene ist, dann doch letztendlich verfehlt wurde.

    Denn es geht nunmal nicht darum, dass Frauen oder Mädchen, die sich nicht sicher sind, welcher Orientierung sie angehören, in die Szene kommen, um sich auszuprobieren. Das ist in keiner Form verwerflich. Jeder braucht irgendeine Chance, herauszufinden, wo er hingehört. Das gilt auch für Frauen, die nur für eine Nacht in die Szene kommen, um sich auszuprobieren. So lange das ganze kommuniziert wird, kann am Ende niemand beleidigt da stehen. Und jeder kann für sich allein entscheiden, ob und mit wem er nach Hause geht oder wen er mit nach Hause nimmt.

    Das Hauptproblem in dem Phänomen „Modelesben“ wie sie bezeichnet werden sehe ich darin, dass gerade dadurch, dass in den Medien so stark die „Pseudo-Offenheit“ gegenüber „alternativen Lebensformen“ fast schon ausgeschlachtet wird, jeder sich auf einmal im Zugzwang zu fühlen scheint, so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln. Wer als Mädchen noch nie etwas mit einer Frau hatte ist fast schon prüde. Das ist wie ich denke der Grund, warum gerade in letzter Zeit so viele Hetera in die Lesbenclubs wandern. Um am nächsten Tag aufgeregt zu ihren Freundinnen zu rennen und von dem außergewöhnlichen Erlebnis zu berichten. Sei es nun gut oder schlecht gewesen. Denn eigentlich steht man ja nicht drauf, aber mal ausprobieren muss schon drin sein.
    Und das wird auch von der breiten Masse der Gesellschaft akzeptiert- sich ausprobieren. Doch wehe man entscheidet sich wirklich für diesen Weg. Dann sieht das ganze nämlich anders aus. Dann ist eben doch Schluss mit Toleranz. Und so finde ich, dass die hervorgebrachte Erscheinung „Modelesbe“ oder wie auch immer man es bezeichnen will, fast schon eine neue Form der Diskriminierung ist. Und ich denke, wenn man diesen Ansatz zu einer vernünftigen Diskussion ausgedehnt hätte, wäre ein gehaltvoller Artikel dabei rausgekommen.

    Leider ist das ganze viel zu Einseitig dargestellt, ja, eine Kurzgeschichte einer vielleicht für die Autorin nicht grandiosen Nacht, eingebettet in Pay-Back-Argumenten.
    Und es bleibt wirklich der Nachklang, dass es nur schwarz und weiß gibt. Aber das ist eben nicht der Fall.

    Was ich jedoch wirklich schade finde ist, dass sowohl Hetera als auch Lesben in diesem Artikel nur verlieren können. Und wenn mehr Menschen der gleichen Ansicht wie Frau Meiske sind, kann man gut nachvollziehen, wie schwer es einem fallen muss, den ersten Schritt in Richtung Szene zu machen. Denn es wird einem weiß Gott nicht einfach gemacht, sich gegen Klischeess zu wehren,wenn man sie dann doch gleichzeitig bedienen muss, um eine Eintrittskarte in die „geschlossene Gesellschaft der Elitelesben“ zu bekommen.

    Richtiges Thema- falsche Autorin.

    Liebe Grüße.

  26. madame m 10. November 2010 at 22:08 #

    @lantzschi:

    kurz, prägnant und doch so wahr…

  27. hilde 13. November 2010 at 23:29 #

    ich habe keine erfahrung mit frauen, bin auch nicht lesbisch. trotzdem hat mich der artikel sehr wütend gemacht denn er ist egozentrisch, verachtend. widersprüchlich, unreflektiert.
    ein beispiel für schlechten journalismus und wenig gefühl für text.

    wenn mein foto hinter diesem artikel erschienen wäre, hätte ich mich geschämt.

  28. Stef 14. November 2010 at 10:58 #

    Ich empfehle Xenia Meiske: http://www.amazon.com/Yes-Means-Visions-Female-Without/dp/1580052576

  29. Christian 15. November 2010 at 15:50 #

    Pffff, weiß gerade gar nicht was ich schreiben soll. Muss gleich auch erstmal in der Chronik gucken wie ich überhaupt hier gelandet bin. Aber ich finde es schon erschreckend:
    Als heterosexueller Mann fand ich meine -zugegebenen- Vorurteile, garniert mit Halbwissen, schön bestätigt. Da ich aber gerne dazulerne und in der Lage bin meine Vorurteile zu überdenken, las ich mich ein wenig ein und kann den Unmut den der Artikel auf sich gezogen hat nur zu gut verstehen.

    In einer Diskussion unter Freunden kam einmal das Thema homo-, bisexualität auf und meine vehemente Position wurde tatsächlich dadurch erschüttert, dass, ich glaube sogar es war meine Frau, ich gefragt wurde wie ich meine Ansicht so vertreten könne, wenn ich es nicht selbst erlebt/ausprobiert habe. Darüber habe ich seitdem oft nachgedacht und bin wesentlich zurückhaltender geworden.

    Vielleicht ja auch wegen des sexuellen „Konsumdenkens“ bzw. der sich u.U. daraus ergebenden Frage: Was ist, wenn es mir tatsächlich gefällt?


    Insofern kann ich Menschen die sich bzw. ihre Sexualität ausprobieren nicht verurteilen und empfinde den Text als sehr unreflektiert und der Diskussion nicht angemessen.

  30. Karin 20. Januar 2011 at 00:28 #

    Also ehrlich gesagt, bin ich ein wenig von der Diskussion hier geschockt. Ich habe mich an diesen Artikel erinnert und wollte ihn weiterleiten, der mich im Übrigen gut unterhalten hat und ich denke, die grundsätzlichen Unterschiede z.b. des Balzverhaltens sind gut rübergekommen. Natürlich habe ich verstanden, dass vieles persifliert und überspitzt sein sollte und jeder normale entspannte Mensch wird das so verstanden haben. Den Unterschied zwischen Kampflesben und femininen Lesben kennt jeder und ich habe unfassbar männlich Lesben getroffen und weiß, das viele Heteras anfangs in der Hetero-Balztechnik gefangen sind und darum nicht sehr emanzipiert auftreten und dadurch den männlichen Teil des Gegenübers ansprechen. Aufpassen, beschützen ein bisschen die starke Schulter sein usw. usf. (Das weiß ich, als glücklich heterosexuell verheiratete Mutter im übrigen, vom Ausgehen mit meiner lesbischen Zwillingsschwester) Ich verstehe tatsächlich nicht warum hier so ein Bohei gemacht wird. Es hat für mich den Anschein, allerdings muss ich gestehen, dass ich mich in diesem blog noch nicht umgeschaut habe, dass hier viele Menschen unterwegs sind, die sich für unfassbar eloquent und irgendwie zu schlau halten. Ihr scheint die Creme de la Creme des Literaturclubs um die Ecke zu sein. Ihr trefft Euch wahrscheinlich mit Eurem Absinth zu Nietsche und Ligeti und klopft Euch selber auf die Schultern, während ihr im Geiste Eure Ergüsse schonmal für die Nachwelt konserviert, denn die Biographie über das unfassbar interessante Leben wird geschrieben werden oder zumindest ein Hassbrief auf den mainstream. Was ich unfassbar schade finde ist diese Aufregung und Intolleranz und Vorurteile gegenüber dem dummen mainstream-Menschen, der hier zur Schau getragen wird. Es wird mit Fremdwörtern um sich geworfen, komplizierte, gezierte und gestelzte Satzkonstruktionen gebastelt nur um sich vom ungebildeten verblödeten Neon-Leser abzuheben. Vielleicht hilft Euch ja Yoga (oops mainstream-Falle) oder Ligeti ein bisschen lauter auf die Ohren, um Euch mal ein bisschen zu entspannen. In diesem Sinne Gute Nacht (Und ja, das „fuck you“ hat gezeigt, Wes Kind hier schreit…)

  31. anonym 5. Juni 2011 at 22:36 #

    Ich bin eine feminime Frau die sich zu femininen Frauen hingezogen fühlt. Bin ich jetzt eine bemitleidenswerte Minderheit?? 😀
    Nein, warte, ich geh auf Lesbenpartys und lass mir auch mal was ausgeben ohne danach einen ons zu haben – das heißt ich bin eine verunsicherte Tussi, die andere frauen in die Irre führt. Wahrscheinlich macht mich das sogar hetero 😀
    Oder bin ich doch eine Modelesbe weil ich sogar mit Männern rede? Ganz schön verwirrend alles hier *gg*

  32. Stylons 2. Januar 2012 at 16:29 #

    Also ich hab mir jetzt sowohl den Artikel aus der Neon, als auch diesen Beitrag hier durchgelesen und ich lass Xenia ihre Meinung…ich mein soll sie doch. Heten, die die Neon lesen und sowas verallgemeinern, bei denen fällt auch sonst der Groschen in Sachen Sexualitäten wohl eher spät.

    Was ich so geil finde is die Tatsache, dass Xenia heterosexuelle Frauen als sooo gefühlskalt hinstellt. Ich mein, wenn sie Liebe sucht, dann soll sie nich gleich am ersten Abend mit nem Mädel in die Kiste springen. Nach dem Fakt, dass dit Mädel nen Freund hat, hätte sie ihre Energie den restlichen Abend eh entspannt aufn anderes schniekes Mädel konzentrieren können.

    Sex oder sexuelle Anziehung sind um einiges leichter als Zuneigung oder gar Liebe, also könnte man auch erst mal Knutschen und die Hübsche später nach nem Date ausfragen. Bei nem Bierchen am Nachmittag merkt man dann wahrscheinlich sehr schnell wie der Hase bei ihr läuft läuft.

    Prost un Grüße aus Frittenhain,
    Bianca

    P.s.: Achso und wenn das Mädel sooooooo schnieke war, dann würde es doch auch vollkommen ausreichen nur sie zu …naja ich ich sag ma pimpern…, aber dit is wahrscheinlich wieder so ne passiv/aktiv-Geschichte ^^

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