Musik Queer Life

Musikvideo Mittwoch – iamamiwhoami

13. Oktober 2010

Vor acht Monaten tauchte das erste Video von iamamiwhoami bei Youtube auf.

Wer? Warum? Wieso? Keiner wusste es und ich war einer von ihnen. Weitere Videos auf dem Youtube-Channel folgten. Man versuchte die Zahlenreihenfolgen in den Titeln zu analysieren, zu entschlüsseln, kombinierte mit den Tieren am Ende. Die Theorien wurden wilder und dann wurden schließlich die ersten Video online gestellt, in denen man das Gesicht einer Frau, maskiert, in Folie gehüllt oder verzerrt erkennen konnte. Wichtiger noch: Man hörte das erste Mal ihre Stimme.

Wilde Gerüchte wurden gesponnen. Lady Gaga? Die Nase stimmt! Oder sogar Christina Aguilera? Die sollte zu dem Zeitpunkt ein neues Album rausbringen.
Alles Unsinn, wie sich schnell rausstellte. Und obwohl nie etwas – bisher – bestätigt wurde, ist es ein offenes Geheimnis, dass die schwedische Sängerin Jonna Lee dahinter steckt.
Ihr Management dementiert, jedoch ist es inzwischen fast offensichtlich, dass es sich um Lee handelt.

Ich mag Lady Gaga wie jeder andere, aber das hier, das ist besser. Das ist Lady Gaga auf einem höheren Niveau.
Die Videos sind seltsam, schön, einzigartig und scheinen irgendwie zusammen zu gehören. Und dann vielleicht auch wieder nicht. Und es spart nicht mit vaginalen, weiblichen Anspielungen und Darstellungen.

Es ist egal, wer im Endeffekt hinter iamamiwhoami steckt. Die Musik und die Videos und vor allem die Aufrührung einer Internetgemeinschaft, ist bedeutend genug.
So sehr ich die Musik mag, ich sähe es fast gerne, dass es nie ein Album geben wird. Keine Auflösung, keine Erklärung. Vielleicht ein Verschwinden, eine uminöse Botschaft. Mehr nicht.
Und dann kam das Video, das zuletzt hochgestellt wurde.

16.11.2010? In Concert?
It’s a date!

Geht rüber zum iamamiwhoami Channel, guckt die Videos, ratet mit, rätselt, wundert euch und staunt. Es ist es wert!

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