Kurzfilm: My first time driving

29. Juni 2009 von Charly  
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Montage sind, schätze ich mal, bei keinem von uns wirklich beliebt. Umso besser, dass Liz Feldman (und Logo) ihn ein wenig mit dem ersten Kurzfilm der “Feldman Sisters” - My first time driving, versüßen.

bild-19My first time driving auf logoonline.com

Ich bin weder eine gute, noch eine leidenschaftliche Autofahrerin und wurde dazu genötigt meinen Führerschein zu machen, aber Rachels Gründe unbedingt fahren zu wollen, kann ich dann doch nachvollziehen.

Feldman wurde übrigens zu diesem Film von ihrem eigenen Coming Out mit 16 inspiriert. Auch ihre Mutter schien es vor ihr gewusst zu haben. Mütter.

Wenn ihr schon einmal da seid, könnt ihr euch ja auch durch die anderen Kurzfilme klicken und so hoffen, dass die Woche bald vorbei ist.

Oder, dass ihr nie jemanden abschleppt, der so wunderschöne Bettwäsche besitzt.

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Historical Lovely Saturday – Anita Berber

27. Juni 2009 von Nadin  
Abgelegt in Featured, Kultur, Lovely Saturday

Neulich las ich im aktuellen Missy Magazine in der Rubrik „vor uns“ einen wunderbaren Artikel über die Tänzerin und Schauspielerin Anita Berber. Ich bin ohnehin ein Fan der legendären Zwanziger Jahren mit allen ihren flüchtigen Freiheiten und widersprüchlichen Persönlichkeiten. Umso faszinierender ist die Geschichte der Berber: Sie gilt als erste deutsche Nackttänzerin, Star der frühen Aufklärungsfilme und Ikone der lesbischen Subkultur im Berlin der frühen Weimarer Republik. Von Drogen und Alkohol gezeichnet starb sie mit nur 29 Jahren an TBC.
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Leo Lania: „Als Anita am Kurfürstendamm aus dem Auto stieg – Zobelpelz, Monokel im grell bemalten Gesicht unter rotem Haarschopf – blieben Passanten stehen, Huren liefen herbei, bildeten ehrfürchtig eine Gasse, durch die Anita ins Lokal stürmte.“

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Otz Tollen: „Sie wollen doch einen älteren Mann?“ – „Nun ja, mein Gott, aber eine junge Frau wäre mir lieber!“

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Zu sehen ist die Schauspielerin unter anderem im allerersten Homosexuellen-Film „Anders als die Andern“, in Fritz Langs berühmtem „Dr. Mabuse“ und in „Der Schädel der Pharaonentocher“:

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Berbers typische Kinorollen waren die Tänzerin, das gefallene Mädchen oder die Dirne und auf der Bühne gab sie eine Skandalshow nach der anderen.

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Leni Riefenstahl (!): „Ihr Körper war so vollkommen, dass ihre Nacktheit nie obszön wirkte.“

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Nein, das ist nicht Anita Berber, sondern ihr schwuler zweiter Ehemann Sebastian Droste. Zusammen tourten sie mit den Tanzprogrammen „Morphium“, „Cocain“, „Peitschentanz“ usw. Hier eine Szene aus “Tänze des Lasters, des Grauens und der Ekstase”:

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Klaus Mann: „Ich wurde mit dem Schicksal dieser rabiaten Frau und ihres sanfteren Gefährten [Berbers dritten Mann Henri] vertrauter. Sie stand, von ihrer Legende umwoben, inmitten einer grauenhaften Einsamkeit…Sie brauchte nicht nur den moralischen Skandal, sondern auch die körperliche Gefahr.“

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Der Künstlerin Charlotte Berend stand Anita Berber für einige Lithographien Modell:
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Schließlich setzte Otto Dix der Diva ein Denkmal ganz in Rot:
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Als Bonus gibt’s noch ein etwas reißerisches Mini-Portrait:

Moment mal, war da nicht Peaches’ „Boys wanna be her“ zu hören?!  ;-)

Die Zitate stammen aus Lothar Fischers Buch „Tanz zwischen Rausch und Tod. Anita Berber 1918 – 1928 in Berlin“. Die meisten Bilder sind von societyofcontrol.com.

Musicvideo Mittwoch - Tegan and Sara

17. Juni 2009 von Charly  
Abgelegt in Entertainment, Musicvideo Mittwoch

Heute ein Video von Tegan and Sara, nicht wirklich taufrisch, aber immer wieder gut.

Und die perfekte Ausrede dafür das hier zu posten: Oh mein Gott, Tegan..oder war es jetzt Sara…nein es war Tegan hat seit Tagen nur eine Pflaume gegessen!!!

all i’ve eaten today is a plum from Tegan and Sara on Vimeo.

Rockstars haben es schon nicht leicht..
Seht euch auf der vimeo Site auch die anderen Videos der beiden an. Die beiden haben Spaß. Und das neue Album wird wohl besonders gut, wenn man diesem Video glaubt.

Hach. Ich mag die beiden.

Our Top Model

16. Juni 2009 von Charly  
Abgelegt in Entertainment, Featured

Preisfrage:
Was hat diese Frau mit den meisten von uns gemeinsam?

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Na? Ich weiß, es sieht auf diesem Foto nicht so aus, noch ein Versuch:

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Jetzt? Jaaa.
Nanna Grundfeldt heißt sie und ist das erste lesbische Model, das einen der gefühlt zwanzigtausend Ableger von Americas Next Top Model, Finnlands Next Top Model, gewonnen hat.
Und das alles mit einem charmanten Lächeln und einer gehörigen Portion queerness. Sie hat aus ihrer Sexualität zu keinem Zeitpunkt einen Hehl gemacht und zum Beispiel bei einem Photoshoot als passendes Wort über sich selbst dieses hier gewählt:

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und dazu selbst gesagt: “I’m so proud to be gay. I’m so lucky: I’m a woman and like women too!”

Inzwischen hat sie den Wettbewerb gewonnen, etliche hübsche Frauen alt aussehen lassen und selbst der Sponsor Bonaqua so verwirrt, dass dieser ihr mit ihrem Werbeplakat und dem darauf prangenden Text+Foto einen Tag zu Früh zum Sieg gratulierte.

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Aber was mich wirklich sicher macht, dass sie Potential hat, ist das hier.

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Du weißt, dass jemand ein lesbisches Top Model ist, wenn sie ohne Wimpern zucken solche Fotos zustande bringt.

Chapeau, Nanna, Kweens ist ein Fan von dir!

Und Heidi, falls du das hier liest. Wir möchten in der nächsten Germanys Next Top Model Staffel von sowas bitte ganz, ganz viel sehen! Danke.

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Mehr über Nanna auf der offiziellen Website von Finnlands Next Top Model und hoffentlich bald hier!

Phantastisch erotische Geschichten

11. Juni 2009 von Nadin  
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Wenn bald die lauen Sommernächte bevorstehen, bekommt ihr vielleicht auch Lust auf etwas sinnliche Lektüre. Aber wozu sich erst mühselig durch lange Liebesromane oder gar Krimis lesen in Erwartung dieser einen Szene – lieber gleich zu Erzählungen greifen, die direkter zum Thema kommen. In den einschlägigen Anthologien aus den Reihen Bisse und Küsse (Querverlag) und Mein lesbisches Auge (Konkursbuchverlag) ist meiner Erfahrung nach die Ausbeute selten so hoch wie das Cover verspricht. Darum hier meine Empfehlungen von hart bis niedlich:

Pat Califia: Frauen und andere Raubtiere

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Ganz frisch übersetzt und damit erstmalig auf Deutsch gibt es jetzt eine kleine Auswahl recht heftiger Erzählungen von Pat(rick) Califia, einst Pionierin des sexpositiven Feminismus, inzwischen Transmann und Familientherapeut. In unterschiedlichsten S/M-Szenerien finden sich hier Butches und Femmes, Androiden, Vampire und Rotkäppchen als Werwolf. Das alles ist mal futuristisch, mal im historischen Gewand und stets Tabus überschreitend, aber mit einiger Gesellschaftskritik und gelegentlicher (unfreiwilliger?) Komik gewürzt. Am Schluss jeder Geschichte stehen ein lesbisches Happy End und Sätze wie dieser: „Machen Sie ja nicht den Fehler zu glauben, dass ein Wolf gefährlicher ist als eine Frau.“

Anaïs Nin: Delta der Venus

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Wer’s klassischer mag, greife mal zu Anaïs Nin. Neben ihren Tagebüchern ist besonders Delta der Venus seit der posthumen Veröffentlichung zu Recht im Kanon der erotischen Literatur. Auch wenn sie diese multisexuellen Geschichten in den frühen 1940ern als Auftragsarbeit schrieb, waren sie bahnbrechend für die weibliche Sicht auf Sex. Nin schreibt in einer sehr direkten originellen Sprache. Dabei haben ihre Erzählungen nur eine sehr reduzierte Handlung, denn sie hatte die Anweisung, weitestgehend auf Beschreibungen und Poetisches zu verzichten. Was ihr Kreativität erst richtig beflügelte: “Ich fing deshalb an, mit heimlicher Ironie zu schreiben, exotisch, erfindungsreich zu werden und derart zu übertreiben, dass ich glaubte, [der Klient] müsse bemerken, dass ich Sexualität karikierte. Doch ein Protest erfolgte nicht.”

Kein Wunder bei ihren einfallsreichen Phantasien!

Colleen Coover: Small Favors. Girly Sex Comic

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Wie der Titel schon sagt, geht es hier um Mädchen und ihre „kleinen Freuden“. Annie masturbiert den lieben langen Tag und bekommt deshalb von der Königin des schlechten Gewissens eine Wächterin an die Seite gestellt. Die elfenhafte Nibbel hat aber selbst nur Sex im Kopf und so haben die beiden viel Spaß miteinander, was in kleinen Episoden sehr phantasievoll erzählt und detailliert gezeichnet ist (Lasst euch vom diskreten Cover nicht täuschen!). Die bisexuelle Autorin empfiehlt ihren Porno-Comic „LeserInnen aller Geschlechter und Geschmäcker“ – und eine Fortsetzung gibt es auch.

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