Lovely Saturday

Lovely Saturday: The Rachel Maddow Edition

28. März 2009

by MeL
MeL schreibt für ihren Blog Everything MeL,ihre Wesite über Ellen DeGeneres und andere schwul-lesbische Internetprojekte.
Für kweens schreibt sie heute über ihre (und unsere) neuste Liebe, neben Ellen: Rachel Maddow.

Seit Anfang des Jahres habe ich eine neue Abendbeschäftigung – amerikanische Politik. Dabei geht es nicht nur um Herrn Obama und Frau Clinton und die Frage, wie viel Geld die amerikanischen Autofirmen vom Staat noch bekommen oder die Manager von AIG wieder zurückzahlen müssen. Dafür könnte ich auch Tagesschau gucken. Nein, ich habe inzwischen die Bekanntschaft mit diversen Senatoren und Gouverneuren (meistens Demokraten, aber auch einigen Republikanern) gemacht, kenne die Details von Obamas „stimulus package“ besser als die von Frau Merkels Konjukturpaketen 1 bis n, und könnte inzwischen vermutlich auch besser erklären, wie in den USA ein Gesetz zustande kommt, als hier in Deutschland (und ich habe das studiert!).

Schuld ist – wie könnte es anders sein – eine Frau: Rachel Maddow. Die moderiert eine tägliche Nachrichtensendung auf dem amerikanischen Kabelsender MSNBC mit dem originellen Namen „The Rachel Maddow Show“, in der sie sich mit all den oben aufgezählten Dingen beschäftigt. Und dem Internet und iTunes sei Dank gibt es diese Show auch als Podcast und steht damit auch Zuschauern außerhalb der USA zur Verfügung.

 

Regelmäßigen Leserinnen von AfterEllen.com ist Rachel Maddow natürlich ein Begriff, aber so manche wird sich wahrscheinlich immer noch fragen, was an der Dame so besonders ist, dass auch so viele Nicht-Amerikanerinnen ihr nach und nach verfallen. An einer „intellektuellen“ Antwort auf diese Frage habe ich mich schon einmal in diesem Blog-Post versucht. Aber wenn das noch nicht genug gewesen sein sollte, dann fahren wir eben jetzt die schweren Geschütze auf, soll heißen Bilder und Videos. Und ich bin mir seeeeehr sicher, dass hier für jede etwas dabei ist.

Rachel Maddow, wie ihre Fernsehzuschauer sie täglich erleben: im Hosenanzug, gestylt, mit Make-up und Kontaktlinsen.

Was der Zuschauer nicht sieht: Zum Hosenanzug soll sie gern Turnschuhe trage, z.B. solche wie im folgenden Bild:

Rachel bei einer Pressekonferenz, zwar auch mit Kontaktlinsen, aber dafür ohne Hosenanzug.

„Oben ohne“ sieht man sie jedoch eher selten, denn eines ihrer Markenzeichen ist (neben einem scharfen Verstand, Scharfzüngigkeit, einer herrlichen Ironie und einem großartigen Lachen) ihre schwarze Brille, wie z.B. hier:

(Hatte ich das großartige Lachen schon erwähnt???)

Aber genug der „unbewegten“ Bilder, denn noch viel besser ist es natürlich, Rachel „in action“ zu erleben.

So wie hier bei einem Auftritt in der Talkshow „The View“, in der sie ganz unbefangen u.a. über ihr Coming Out spricht. (Ach ja, bei wem die Nachricht noch nicht angekommen ist: Sie ist eine von uns! ;-))

“I’m a big lesbian who looks like a man.” Wie sollte frau sich nicht in eine Frau verlieben, die so etwas von sich selbst behauptet, und zwar im amerikanischen Fernsehen?

Natürlich gibt es Leute, die das ganz anders sehen. Insbesondere wohl die, die Rachel in ihrer Show aufs Korn nimmt. Wie die Moderatorin von „The View“ so schön sagt: „She’s taking no prisoners.“ Daher habe ich mir in Gedanken eine kurze Notiz gemacht: Niemals Rachel Maddow in die Quere kommen, und nie, nie, nie, niemals behaupten, sie hätte nicht richtig recherchiert.
(Auf Englisch klingt das irgendwie besser: Note to self – Never piss off Rachel Maddow, and never, never, ever tell her that she didn’t get her facts right.)

Denn abgesehen davon, dass die Dame hochintelligent ist und mit höchsten akademischen Würden dekoriert (u.a. mit Abschlüssen in Stanford und Oxford und einem Doktortitel), soll sie auch ein wahrer „Workoholic“ sein und sich auf ihre Sendungen immer sehr gut vorbereiten, wie z.B. auf diesem Bild:

Da bleibt nur zu hoffen, dass ihr wenigstens noch ein bisschen Zeit für ihre Leidenschaft bleibt: Cocktails zu mixen. A “mean dork” about cocktail making? How adorkable! 😉

Wie hier für das New York Magazine:

Oder auch mal in ihrer eigenen Show:

Hochintelligent, witzig, erfolgreich, außerdem charmant und sexy auf eine Art, die sogar heterosexuelle Frauen zum Schwärmen bringt, und gute Cocktails kann sie auch noch mixen – Rachel Maddow scheint einfach zu gut um wahr zu sein. Und tatsächlich, einen kleinen Makel gibt es, zumindest in den Augen ihrer leidenschaftlichsten Verehrerinnen: Die Dame ist vergeben! Seit über 10 Jahren lebt sie mit der Künstlerin Susan Mikula zusammen.

Schön für die beiden, aber trotzdem: Schade eigentlich.

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