Queer Life

Funny Lady Monday – Liz Feldman

4. Mai 2008

Wie bereits im letzten Round-Up angekündigt, geht es hier und jetzt mit der ersten Folge Funny Lady Monday los.
Wir Lesben sind nicht nur die hübschesten, erfolgreichsten und umwerfensten Frauen, nein, wir sind auch die witzigsten! In den Reihen der Comedians gibt es, leider vor allem Übersee, eine Menge Frauen, die zu einem großen Teil lesbisch sind. Und wenn sie es nicht sind, dann sind sie doch sehr Pro-Gay und unter uns beliebt (Tina Fey, anyone?).

Den Anfang macht, nein, nicht Ellen, sondern ihr ehemaliger Protegé, Liz Feldman.

Ich wurde vor einigen Wochen in den AfterEllen-Videoblogs auf Liz aufmerksam, in denen sie nebst anderen, erfrischend herausstach.
Sie hat 4 Daytime-Emmys gewonnen, eine fabelhafte Nase, ist Comedian, jüdisch, lesbisch, Single, 30…sprich: Perfekt für mich!
Da es aber nicht so aussieht, als wenn Liz und ich in nächster Zeit heiraten würden (man muss ja immer noch Träume im Leben haben), beleuchte ich sie jetzt und hier für euch (und mich), ein wenig näher.
Denn ihre Geschichte ist wirklich etwas, was aus einem Hollywoodfilm stammen könnte.

Liz Feldman hat schon im Alter von 15 angefangen Stand Up Comedy zu machen. Im Alter von 10 hat sie sich von ihren Eltern zum Geburtstag einen Agenten gewünscht, ohne wirklich zu wissen, dass es so einfach nicht geht. Sie machte einen Deal mit ihren Eltern aus, dass sie, wenn sie alt genug ist alleine Zug zu fahren, auch an Vorsprechen teilnehmen dürfe.
Mit 12 schließlich, schien der aus Brooklyn stammende Comedian alt genug und spielte in kleinen Theaterstücken in Manhattan mit. Mit 15 antwortete sie auf eine Anzeige in der junge Menschen gesucht wurden, die ihre selbstgeschriebenen Witze auf einer Bühne vortragen wollten.


They were looking for kids who performed stand-up and wrote their own material. At the time, I didn’t do any of that. But I knew I wanted to and that I probably
could do it. So I answered that ad.

Bereits nach ihren ersten Auftritten wurde ihr Ähnlichkeit zu ihrem großen Vorbild Ellen DeGeneres nachgesagt. Feldman jedoch schob das zunächst nur auf ihr Aussehen.

„You know how some kids will get embarrassed when their moms will spit on a napkin to wipe the dirt off their face? My mom just licks my face.“
(Einer der ersten Witze Feldmans)

Es ging von da an nur noch bergauf.
Im gleichen Jahr bekam sie auch endlich ihren heiß ersehnten Agenten und wurde von Nickelodeon gebeten für eine Serie zu schreiben.
Zur Enttäuschung ihrer Mutter nahm sie an und zog nach Orlando, wo sie ihren Highschoolabschluss machte und bereits drei Tage später ihren eigenen Wagen und ihre eigene Wohnung besaß.
Sie realisierte bald, dass sie trotz allem noch ein Teenager sein wollte, hörte bei Nickelodeon auf und versuchte sich in ein College einzuschreiben. Auch hier half Kollege-Zufall weiter:
Sie besuchte einen Freund an der Boston University, wo beide spontan bei einem Vorsprechen einer Improvisationsgruppe teilnahmen. Liz schrieb sich schließlich an der Uni ein um an dieser Gruppe teilnehmen zu können und zog, nachdem sie ihren Bachelor in „TV Writing“ gemacht hatte, wieder nach L.A..

Dort lernte sie viele Comedians kennen, formte Gruppen mit ihnen, performte und trat 2005 beim HBO Comedy Festival auf.
Sie war immer mehr am Performen als am Schreiben interessiert, spürte jedoch bald, dass es nicht das war, was sie wirklich wollte.

I was actually getting a lot of work as an actor, but I wasn’t making any money. And it started to weigh on me, because I don’t want to be a struggling anything. I just want to feel like I’m using the skills that God has given me in the best way. I knew that I needed to start writing because I thought that if I put myself out there as a writer, I should be able to make more money. It became a financial thing because I was working at a restaurant and I was not happy with myself.

Und ein paar Wochen später landetete sie bei Jeff Foxworthys Blue Collar TV, einer Show die gerade händeringend nach einer weiblichen Sketchschreiberin suchte.

Ihrem großen Idol Ellen begegnete sie in L.A. einige Male zufällig in Restaurants oder auf der Straße und Feldman sah das als Bestätigung ihres großen Traumes an: Mit ihr zusammen zu arbeiten. Nach einem Auftritt von Ellen ging sie schließlich zu ihr:


„You’re Carol Burnett and I’m Vicki Lawrence, but you don’t know that yet.“

I was so ballsy when I was 21. … I just was compelled. And at the time her show had just been cancelled, and I think she was going through a difficult time. She looked at me and said, „So I’m going to get another show and put you on it?“ And I said: „That sounds great! I’ll see ya then.“ And I left. It was just one of those really weird things.“

 

Erst Jahre später erfuhr Feldman schließlich, dass Ellens neue Show „The Ellen DeGeneres Show“ eine neue Autorin suchte. Sie grub den Bewerbungsmonologue, den sie schon vor Ewigkeiten geschrieben hatte, aus, veränderte ihn ein wenig und schickte ihn ein. Ein paar Tage später wurde sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Feldman mit EllenDeGeneres (links)

Obwohl ihr, um sie nicht weiter zu verunsichern, gesagt wurde, dass Ellen nicht bei ihrem Bewerbungsgespräch dabei sein würde, versteckte diese sich jedoch und überraschte Feldman, als sie den Raum betrat.

„…in my mind I was telling myself, „Don’t tell her about the time that you met her, don’t tell the story.“ And the first thing out of my mouth was, „Oh, we’ve actually met,“ and had to tell her about the whole Carol Burnett/Vicki Lawrence line. And she said to me, „I actually remember that.“ I was shocked! Then we just had this great meeting and she told me she had read my stuff and she loved it.“

 

Sie bekam den Job und wurde bald Ellen DeGeneres Protegé.
Es war nicht nur ein Traum der wahr wurde, es war ihr Lebenstraum, der schon mit Ende 20 wahr wurde.
Und ein Traum, der zusätzlich noch mit 4 Emmys belohnt wurde.

„I will always be out. I had a really positive experience working with Ellen. She was so supportive and I learned a lot about comedy and writing jokes from her. We ended up having a lovely relationship because our brains work in similar ways comedically. I ended up writing a lot of monologues for her — like I had wanted to — and developing a nice mentor relationship. She completely lived up to everything I would have wanted her to.“

Als DeGeneres schließlich als Host für die Oscars ausgewählt wurde, war Feldman eine der Autoren, die dafür schreiben durften.

So I’ll never forget this moment either. I was driving on Crescent Heights and … I’m on the phone with Ellen in the car, and she says, „I want you to write some jokes for me for the Oscars.“ And I was like, „Duh … OK!“

Trotz des unglaublichen Erfolgs, entschied sich Feldman schließlich Ellens Show zu verlassen und wieder zum Stand Up zurückzukehren.
Sie sah, dass sie nicht nur mit Ellen zusammen, sondern ihren eigenen Erfolg haben wollte. Ellen supportet Feldman bis heute und heuert sie nachwievor für größere Projekte an.


Liz Doing Standup


Feldman arbeitete in der Zwischenzeit mit ihrer Schwester an einem Kurzfilm über Coming Out, das an ihrem eigenen Leben orientiert ist und bekommt bei Afterellen heute ihren eigenen Videoblog.
Die Zeichen stehen gut und ich bin mir sicher, dass man von dieser fantastischen Frau noch einiges hören wird.

Liz Feldman bei Afterellens „We are getting nowhere“
(Ganze Episode = Link)

 

But the most important thing I think you can do is visualize. When I say visualize, I mean don’t be afraid to picture yourself doing exactly what you want to be doing. And don’t just picture yourself doing it, picture yourself loving doing it. And picture yourself at the end of the day after doing that work. Feel how you want to feel when you’ve accomplished what you want to accomplish. And if you can really embody that feeling of accomplishment and that feeling of doing exactly what you wanted to do that day, you can train yourself to get there.

Zitate aus dem afterellen.com Interview
Fotos von Liz Feldman Myspacesite
Liz Feldmans offizielle Website (coming soon)

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar