Filme Lovely Saturday

Lovely Saturday – Julie Delpy

5. April 2008

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Für heute brauchte ich etwas, bis ich mich dann für Julie Delpy entschieden habe.
Da der Baum vor meinem Fenster ja zu blühen anfängt, hab ich mich an den Film „Before Sunset“ erinnert, einen Film, der für mich 100% den Frühling verkörpert und meiner Meinung nach einer der schönsten Liebesfilme überhaupt ist.

Julie
Aber nicht nur mit Before Sunset hat sich Julie Delpy in mein Herz gespielt.
Da wäre noch ihre Musik, ihr Auftritt in etlichen Dokus, die Tatsache, dass sie „Bathory“ verfilmt und natürlich „2 Tage Paris“, den sie selbst geschrieben, produziert, gedreht und geschnitten hat.
Und es sind Interviews wie diese, die sie sehr liebenswert machen (und erschreckendes Identifikationspotential haben):

WELT ONLINE: Wie sieht denn Ihre persönliche Hitliste der Ängste aus?

Delpy: Ich mache mir viele Gedanken über Politik, Umweltverschmutzung, die Umwelt im Allgemeinen, Krebs, Krankheiten im Allgemeinen, Gendefekte, Tod. Ich habe Angst, von einem Psychopathen umgebracht zu werden. Wenn mein Ohr schmerzt, denke ich, ich könnte Ohrenkrebs haben. Meine Gesundheit ist ein ständiges Thema. Dazu kommt eine ausgeprägte Flugangst. Außerdem mache ich mir andauernd große Sorgen um die Menschen, die ich liebe. Wenn ich jemanden nicht erreichen kann, gerate ich in Panik. Nach zwei Stunden ohne Rückruf bin ich fest überzeugt, derjenige sei tot. Mein Freund könnte Ihnen da einige Geschichten erzählen. Besonders schwierig wird es mit neun Stunden Zeitunterschied zwischen Europa und Los Angeles.

WELT ONLINE: Viele Neurotiker haben einen ausgeprägten Kontrollfimmel.

Delpy: Auch damit kann ich dienen. Ich bin Perfektionistin. Mein Filmteam taufte mich irgendwann Stanley Delpy. Als dezente Anspielung auf den manischen Oberperfektionisten Stanley Kubrick. Ich gebe mich nie mit Durchschnitt zufrieden, ich kämpfe für meine Ideen und gebe niemals auf. Ich bin ein harter Brocken, aber nie gemein.
WELT ONLINE: Und wie verhalten Sie sich denn in Ihrer Freizeit?

Delpy:In meiner Freizeit arbeite ich.

WELT ONLINE: Und wenn Sie nicht arbeiten?
Delpy: Dann sehe ich mir Filme an.

Den Rest des Interviews könnt ihr hier lesen.

Und falls ihr ihn euch noch nicht angesehen habt, hoffe ich, dass euch der Trailer von 2 Tage Paris überzeugt 😉

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