3 Gründe “Sex and the City” zu lieben

Ich weiß, ich weiß. Ich hab diesen Blick schon öfters zugeworfen bekommen, wenn ich erzählt habe, dass ich alle Sex and the City Staffeln besitze und die Serie liebe!
Nicht nur, weil es (auch) um eine Journalistin geht. Ich liebe einfach Serien die sich um erfolgreiche Frauen drehen, die alle super busy sind, aber es trotzdem schaffen sich jeden Tag zum Mittag und meistens auch noch Abends zu treffen und zwischendurch mindestens 3mal die Outfits wechseln.
Wer möchte nicht in einer Welt leben, in der man jedes Mal einen Parkplatz vor der Bar bekommt, das Geld für das Taxi immer locker sitzt, man jeden Abend trinken und anderen tolle Partner haben kann, aber am nächsten Morgen trotzdem frisch und ausgeruht zur Arbeit erscheint und 1000Euro für einen Bossanzug Peanuts sind?
Richtig. Wir brauchen diese Traumwelten, genau wie Sex and the City und ja, auch The LWord es sind!
Das, was die einen kritsieren, nämlich den geringen Realitätsbezug, das lieben die nächsten umso mehr und träumen davon (ich gestehe, ich tue das auch), irgendwann ein ähnliches Leben zu leben.

Warum also sollte man Sex and the City lieben?

Punkt 1

Patricia Field


Patricia Field ist die Stylistin der Sex and the City Girls und war auch bei anderen Filmen für die Outfits zuständig. Die offen lesbische Frau ist Pionierin wenn es darum geht mit dem Flanellhemd-Lesbenklischee aufzuräumen.
Obwohl sie teilweise wirklich experimentelle Outfits rausgesucht hat, hat sie uns doch schließlich sowas zauberhaftes wie das hier….


Und das hier geschenkt.

Danke Patricia!

Punkt 2 Miranda – Cynthia Nixon

Ja, ich weiß. Süßer Rotschopf.
Süßer lesbischer Rotschopf!
Im Jahr 2004 hat Cynthia Nixon ihren langjährigen Ehemann, mit dem sie zwei Kinder hat, für Christine Marinoni verlassen.

Dem New York Magazin erzählte sie damals:
“Es fühlte sich nie an, als wenn in bisher unterdrückter Teil von mir zum Vorschein gekommen wäre oder es eine Form des Outing wäre. Es war nichts schwierig und ich habe es nie versucht zu verhindern.
Ich habe diese Frau kennengelernt, mich in sie verliebt und bin eben selbst eine Person, die in der Öffentlichkeit steht.”
Cynthia Nixon hat damit eines der selbstverständlichsten und schönsten Coming-Outs, ganz ohne Skandal, geliefert. Sie und Christine Marinoni sind nachwievor zusammen.

Schon während der Serie hat Cynthia Nixon eine Lesbenstoryline bekommen..doch nach einem Kuss stellte ihr Charakter fest, dass sie eher nicht für unser Team spielt.
Dabei sprang unser Gaydar doch schon bei solchen Fotos an…


Schließlich macht uns doch kaum etwas mehr an, als ein sexy Businessanzug…
Da wusste Patricia Field wohl mehr als wir…

Punkt 3

Die Story, Die Ladies, Die Bedeutung der Show

Sicherlich, die dargestellten heterosexuellen Sexszenen mögen nicht für jede etwas sein, doch war Sex and the City eine der ersten Fersehserien in der eine Gruppe erfolgreiche, einigermaßen unabhängige Frauen ihre Sexualität beleuchtet, erforscht und im Austausch miteinander darüber kein Blatt vor den Mund genommen hat.
Zwar war für keinen der vier eine effektive lesbische Beziehung drin, doch zumindest Samantha durfte einige Episoden lang (mehr oder weniger authentisch dargestellt), ihre lesbische Seite erforschen:


Einigen von uns dürfte auch Samanthas Hexenschuss+Robotdancing nach übermäßiger Strap-On-Benutzung ein Grinsen auf das Gesicht gezaubert haben.
Und selbst Charlotte hatte eine beinahe Lesbenstoryline und wurde als Drag-King fotografiert. Carrie? Ja, die hat eine Frau geküsst. Somit hätten wir alle abgedeckt.

Und wer hat nicht ein wenig seufzen müssen, als Carry und Big endlich zusammen kamen? Die beiden, die es sechs Staffeln geschafft hatten, sich gegenseitig vollkommen zu zerstören und trotzdem immer das ideale Traumpaar geblieben sind, weil beide so gleichermaßen kaputt waren?
Ich habe ein wenig geweint am Ende…ich gestehe.

Für alle, die es nicht geschafft haben, diese Serie zu verfolgen, die haben jetzt die Chance dazu…oder im Sommer die Möglichkeit in den Kinofilm zu gehen:

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